Musikunterricht in Eslarn fördert junge Orgeltalente

Eslarn. Kirchenmusiker Florian Schuster verlegt Orgelunterricht mit Musikschülern in die Pfarrkirche Eslarn, um auf der dortigen, kürzlich überarbeiteten Kirchenorgel zu üben. Die individuellen Eigenschaften jeder Orgel und die besondere Akustik des Kirchenraums bieten den Schülern eine einzigartige Lernerfahrung. Musikschülerinnen wie Karin Laubmeier und Lena Putzer, angezogen vom Orgelspiel, erhalten so eine umfassende musikalische Bildung und setzen ihre Kenntnisse nebenberuflich in ihren Gemeinden um.

Foto: Karl Ziegler

Einzigartiger Orgelunterricht in Eslarn

Eine besondere Musikstunde fand in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Eslarn statt, geleitet von dem Regionalkantor Florian Schuster aus Oberviechtach. Nach seinem umfassenden Studium am Musikgymnasium der „Regensburger Domspatzen“ und weiteren Studiengängen an der Hochschule für katholische Kirchenmusik & Musikpädagogik in Regensburg, darunter „Bachelor kath. Kirchenmusik” und „Master kath. Kirchenmusik“, hat Schuster sich einen Namen in der Musikwelt gemacht. „Zu meinen Lehrern zählten unter anderem Prof. Franz Josef Stoiber (liturgisches Orgelspiel/Improvisation), Prof. Heidi Emmert und Markus Rupprecht (Orgelliteraturspiel)“, erzählt Schuster begeistert. Des Weiteren war er bereits in mehreren deutschen Städten sowie international in Prag, Bratislava und Krasnodar bei Konzerten vertreten.

Seit 2019 bekleidet Schuster die Position des „Regionalkantors“ für die Diözese Regensburg mit dem Dienstsitz in Oberviechtach. Besondere Aufmerksamkeit erregte er als Preisträger beim 17. Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation in Schwäbisch Gmünd im Jahr 2021. Der Orgelunterricht in Eslarn ist eine besondere Initiative Schusters, der damit die musikalische Bildung junger Talente fördert. „Hier haben mein Schüler und meine Schülerinnen die Möglichkeit, an einer Orgel zu spielen, die sie noch nicht kennen.“ Die Wahl fiel auf Eslarn wegen der ausgezeichneten Akustik und der kürzlich renovierten Kirchenorgel. „Dazu kommt noch der Kirchenraum, der den Klang auch ganz wesentlich beeinflusst“, fügte Schuster an.

Förderung junger Musiktalente

Zum Orgelunterricht in der Pfarrkirche kamen talentierte Musikschüler, darunter die 22-jährige Karin Laubmeier aus Muschenried und die 23-jährige Lena Putzer aus Moosbach, sowie der 20-jährige Jonas Fuchs aus Pertolzhofen. Laubmeier, die das Orgelspielen von ihrem Vater erlernte und ein Studium für Grundschullehramt absolvierte, begann im August 2023 den D-Kurs für Orgel bei Schuster. „Zum Orgelspiel kam ich über meinen Papa Franz Laubmeier, der Organist in Muschenried ist“, erzählt sie. Putzer entdeckte ihre Leidenschaft für das Orgelspielen nach einem Kirchenbesuch in Vohenstrauß im Jahr 2017. Neben ihrer Tätigkeit als Organistin in Moosbach leitet sie auch den dortigen Kirchenchor. Fuchs, der bereits seit acht Jahren Gottesdienste musikalisch begleitet, betont: „Mein erster Kontakt mit der Orgel war als junger musikbegeisterter Mensch im Alter von 10 Jahren.“

Positives Resümee des Orgelunterrichts

Das Engagement von Schuster und die Leistung seiner Schüler wurden positiv aufgenommen. Nicht nur die Akustik in der Eslarner Pfarrkirche, sondern auch die Vielfalt und Individualität der Orgelklänge wurden gelobt. Pfarrer Erwin Bauer spricht ein Dankeschön für den gehaltenen Unterricht in seiner Kirche aus: „Ein Dank für den Unterricht in Eslarn und Lob an den Musiklehrer und die Musikschüler.“ Dies zeigt die Bedeutung der musikalischen Bildung und Förderung junger Talente in der Region.

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