Nach Unfall: Hunderte Liter Diesel verteilen sich auf der Straße

Kemnath. Hunderte Liter Diesel ergossen sich nach einem Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen und einem Auto am Montagabend auf der „Ponnathkreuzung“. Die Feuerwehren waren einige Stunden im Einsatz.

Fast sechs Stunden waren die Feuerwehren Kemnath, Höflas und Kötzersdorf im Einsatz. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Fast sechs Stunden waren die Feuerwehren Kemnath, Höflas und Kötzersdorf im Einsatz. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Auch Sonderausrüstung war erforderlich, um das Schadensausmaß und damit eine weitere Umweltgefährdung einzudämmen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Auch Sonderausrüstung war erforderlich, um das Schadensausmaß und damit eine weitere Umweltgefährdung einzudämmen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Im Bereich der Staatsstraße 2665 zur Bayreuther Straße waren ein Auto und ein Lastwagen kollidiert. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Im Bereich der Staatsstraße 2665 zur Bayreuther Straße waren ein Auto und ein Lastwagen kollidiert. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Zur Bergung des Lastwagens als auch zur Straßenreinigung waren Spezialfahrzeuge notwendig. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Zur Bergung des Lastwagens als auch zur Straßenreinigung waren Spezialfahrzeuge notwendig. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath
Foto: Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Bei einem Kreuzungszusammenstoß waren am Montagabend, dem 28. November 2022, auf der Staatstraße 2665 zur Bayreuther Straße nach Kemnath ein Auto und ein Lastwagen kollidiert. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand, jedoch entstand ein nicht unerheblicher Sach- und Umweltschaden. Die ILS Nordoberpfalz alarmierte mit der Einsatzmeldung „Auslaufender Kraftstoff“ die Feuerwehr Kemnath gegen 17.27 Uhr zum Gefahrstoffeinsatz auf die sogenannte „Ponnathkreuzung“.

Hunderte Liter Diesel

Beim Eintreffen an der Einsatzstelle bot sich den Einsatzkräften ein größeres Schadensausmaß. „Zu diesem Zeitpunkt hatten sich bereits mehrere hundert Liter Dieselkraftstoff aus dem Kraftstofftank des Lastwagens auf die Fahrbahn ergossen und großflächig verteilt. Es bestand erhöhte Rutsch- und Unfallgefahr“, informiert Feuerwehrsprecher Michael Denz.

„Umgehend wurde die Einsatzstelle verkehrstechnisch abgesichert, Maßnahmen zum Eindämmen und Auffangen des auslaufenden und bereits ausgelaufen Dieselkraftstoffes eingeleitet, der zweifache Brandschutz sichergestellt und weitere Einsatzkräfte und -mittel nachalarmiert“, teilt die Feuerwehr Kemnath mit.

Straßen gesperrt

Bedingt durch das enorme Verkehrsaufkommen mussten zur Sicherheit umfangreiche Straßensperrungen eingerichtet werden. Hierzu waren neben den Kräften der Feuerwehr Kemnath auch die Einsatzkräfte der Feuerwehren Höflas bei Kemnath und Kötzersdorf zur Verkehrsabsicherung und -lenkung eingesetzt. „Größere Mengen Bindemittel wurden aufgebracht, um das Schadensausmaß weiter einzudämmen. Auch eine pneumatische Gefahrstoffpumpe setzten die Feuerwehrleute ein“, erörtert Denz.

Wie die Polizeiinspektion Kemnath zum Unfallhergang mitteilt, „fuhr ein 34-jähriger Immenreuther auf der Staatsstraße 2665 mit seinem VW von Kastl kommend in Richtung Waldershof. Zur gleichen Zeit wollte ein 53-jähriger, der mit einem Sattelzuggespann in Kemnath die Bayreuther Straße stadtauswärts fuhr, in die Staatsstraße 2665 einfahren. Dabei übersah er den 34-jährigen, bevorrechtigten Autofahrer und es kam im Einmündungsbereich zum Zusammenstoß.“

Dieseltank riss auf

„Der Wagen stieß dabei mit seiner Front in die linke Seite der Zugmaschine. Durch den Aufprall riss der Dieseltank des Lkw auf“, informiert Polizeihauptmeister Armin Scherm. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 10.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppunternehmer geborgen werden. Bei dem Unfall blieben beide Fahrer unverletzt.

Mitarbeiter des ebenfalls angeforderten Wasserwirtschaftsamtes und der zuständigen Straßenmeisterei waren ebenso vor Ort. Auch wurden Proben genommen, welche entsprechend ausgewertet werden, „da nicht auszuschließen war, dass die auslaufenden Betriebsstoffe ins Erdreich gelangten“. Eine Straßenreinigungsfirma mit einem Spezialreinigungsfahrzeug aus Kulmbach wurde hinzugezogen. Noch bis in die späten Nachtstunden waren die zuständigen Stellen mit der Straßenreinigung beschäftigt.

Über 5 Stunden im Einsatz

Den Einsatz der insgesamt rund 35 Feuerwehrleute leitete stellvertretender Kommandant Norbert Weismeier. Dieser wurde von Dr. Marcel Schraml, dem „Fachberater ABC“ der Feuerwehr Kemnath beraten und unterstützt. Erst nach über fünf Stunden konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden.

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