Nepomuk nun kein Unbekannter mehr

Letzau. Zum Patrozinium hat es nicht mehr geklappt, aber jetzt steht die Tafel an der Nepomuk-Kirche, die das Leben ihres Namensgebers beschreibt. Es ist die fünfte dieser Art, die auf Initiative des Vereins Via Carolina aufgestellt worden ist.

Die neue Informationstafel über den Kirchenpatron Nepomuk und ihre Förderer und Unterstützer: Bürgermeisterin Marianne Rauh, Pfarrer Markus Schmid, Rainer Christoph (Via Carolina), Ruhestandspfarrer Hubert Feichtmeier und der Sprecher des Seelsorgerates, Franz Rath (von links). Foto: Gabi Eichl

Die Texte sind in deutscher und tschechischer Sprache verfasst und kommen damit ungewollt einer Forderung nach, die zuletzt die bayerische Europaministerin Melanie Huml bei ihrem Besuch in Flossenbürg aufstellte.

Bürgermeisterin: Gemeinde hat Projekt gern unterstützt

Bürgermeisterin Marianne Rauh zeigt sich bei der Segnung der Tafel erfreut darüber, dass Einheimische wie Besucher nun die Möglichkeit hätten, sich kurz und bündig über das Leben des 1729 heilig gesprochenen böhmischen Priesters zu informieren. Gern habe man als Gemeinde dieses Vorhaben unterstützt.

Rainer Christoph, der in seiner Funktion als Vorstandsmitglied von Via Carolina – Goldene Straße maßgeblich an der Konzeption der Tafeln an Nepomuk-Kirchen in der Region beteiligt ist, bezeichnet Nepomuk als „Heiligen Mitteleuropas“. Seinen Worten zufolge ist Nepomuk in Bayern Landesheiliger geworden „wie die Patrona Bavariae“.

Gleichzeitig sei er vermutlich der berühmteste Tscheche der Welt. Bekannt sei der Heilige für das Beichtgeheimnis, weshalb er oft mit einem Finger vor dem Mund dargestellt werde. Gleichzeitig sei er der Patron der Schiffer und Flößer. 

Pfarrer: Für das Glaubenswissen notwendig

Pfarrer Markus Schmid segnet die Tafel im Beisein des Ruhestandspfarrers Hubert Feichtmeier und des Sprechers des Seelsorgerates, Franz Rath, die sich für den Standort unmittelbar an der Dorfkirche stark gemacht haben.

Schmid spricht davon, dass solche Informationstafeln umso notwendiger seien in einer Zeit, in der das Glaubenswissen immer mehr schwinde.

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