Neuer Müllumschlagplatz auf der Deponie Steinmühle in Betrieb

Steinmühle/Schwandorf. Wenn man sich von der Bundesstraße 299 der Deponie Steinmühle nähert, hat sich nach außen hin wahrnehmbar erst einmal wenig verändert. Hinter den Mauern aber, hat sich so einiges getan.

Dennoch hat der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) in den vergangenen Monaten in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis Tirschenreuth eine für die Abfallwirtschaft in der gesamten Region bedeutende Baumaßnahme durchgeführt und zwischenzeitlich auch abgeschlossen: Der seit 2005 bestehende Müllumschlagplatz auf der Deponie Steinmühle wurde innerhalb des Deponiegeländes verlegt und an anderer Stelle neu errichtet.

Landrat Wolfgang Lippert, ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll und der bei ZMS für den Bau verantwortliche Bernhard Pfleger auf dem zwischenzeitlich fertiggestellten und in Betrieb genommenen Müllumschlagplatz auf der Deponie Steinmühle. Bild: ZMS
Landrat Wolfgang Lippert, ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll und der bei ZMS für den Bau verantwortliche Bernhard Pfleger auf dem zwischenzeitlich fertiggestellten und in Betrieb genommenen Müllumschlagplatz auf der Deponie Steinmühle. Bild: ZMS

Zum Hintergrund: Der Landkreis Tirschenreuth ist seit 1996 Verbandsmitglied beim Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS). Seitdem wird der brennbare Restmüll aus dem Landkreis nach Schwandorf transportiert und dort im Müllkraftwerk thermisch behandelt und zu Energie in Form von Dampf, Fernwärme und Strom verarbeitet.

16.800 Tonnen Müll

Rund 16.800 Tonnen Haus-, Sperr- und Gewerbemüll waren dies im Jahr 2014, die auf diese Art ihren „letzten Weg“ aus dem Landkreis Tirschenreuth nach Schwandorf antraten. Um den Transport zu optimieren, findet dazu auf der Deponie Steinmühle ein Müllumschlag statt. Die anliefernden Müllfahrzeuge entleeren – nachdem sie verwogen wurden – ihren Inhalt auf dem Umschlagplatz, die Mitarbeiter auf dem Müllumschlagplatz verladen ihn mittels Radlader in Großcontainer, mit denen er dann auf den Weg nach Schwandorf gebracht wird.

Grund für die aktuelle Neubaumaßnahme ist, dass der Landkreis Tirschenreuth mit dem Bau eines neuen Ablagerungsabschnittes auf der landkreiseigenen Reststoffdeponie begonnen hat, in den auch der Bereich des bisherigen ZMS-Umschlagsplatzes mit einbezogen werden musste.

1,1 Millionen Euro investiert

Für den Neubau des Umschlagplatzes samt Straßenanbindung musste ZMS insgesamt eine Investition in Höhe von 1,1 Millionen Euro tätigen. Landrat Wolfgang Lippert überzeugte sich zusammen mit ZMS-Verbandsdirektor Thomas Knoll und dem Projektverantwortlichen Bernhard Pfleger vor Ort von der gelungenen Baumaßnahme.

+++ OberpfalzECHO-Nachrichten kostenlos perWhatsApp! +++

Landrat Lippert war voll des Lobes über die schnelle und reibungslose Abwicklung des Projektes, sowohl was die Planung durch das Ingenieurbüro für Bauwesen Posel aus Cham, die Genehmigung durch das Landratsamt Tirschenreuth wie auch die Bauausführung durch die Firma Scharnagl-Bau aus Weiden betraf.

Der neue Umschlagplatz ist bereits seit einigen Wochen in Betrieb genommen, so dass auch weiterhin eine sichere, reibungslose wie auch umweltschonende Entsorgung des Restmülls aus dem Landkreis Tirschenreuth gewährleistet ist.

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.