Neustädter Gymnasium gönnt sich eine Verjüngungskur

Neustadt/WN. 50 Jahre hat die weiterführende Schule bereits auf dem Buckel. Da wurde es Zeit für eine millionenschwere Generalsanierung. Der Abschluss der Maßnahme und auch der runde Geburtstag wurden jetzt gefeiert.

Peter Brückner (Dritter von rechts) und Andrej Maximow (rechts) übergaben im Beisein von Finanzminister Albert Füracker (links) den symbolischen Schlüssel an Landrat Andreas Meier (Zweiter von links( und Schulleiter Dr. Anton Hochberger (Zweiter von rechts). Foto: David Trott

Das Gymnasium Neustadt/WN wird heuer 50 Jahre alt. Und die weiterführende Schule hat sich gleich im großen Stil selbst beschenkt. Rechtzeitig zum Jubiläum sind auch die aufwändigen Sanierungsarbeiten fertig geworden. Sieben Jahre lang wurde das in die Jahre gekommene Gebäude auf Vordermann gebracht. 22,5 Millionen Euro wurden verbaut. Und die Arbeiter werden sich weiter auf dem Schulareal tummeln. Heuer und im kommenden Jahr wird die Dreifachturnhalle in Angriff genommen.

Finanzminister hatte Förderbescheide mitgebracht

Zur Geburtstagsfeier hatte Schulleiter Dr. Anton Hochberger auch den Bayerischen Finanzminister Albert Füracker eingeladen. Und wie es sich für Gäste gehört, war er nicht mit leeren Händen in die Kreisstadt gekommen. Zwei Förderbescheide mit einer Gesamthöhe von 1,6 Millionen Euro hatte er als Mitbringsel dabei. Insgesamt wird der Freistaat die Schul- und die Hallensanierung mit insgesamt 10,5 Millionen Euro unterstützen.

Landrat erinnert sich an den Tag der Schuleinschreibung

Das Schulhaus ist nicht wieder zu erkennen. Das ist auch Landrat Andreas Meier aufgefallen. Er hatte hier einmal bis zum Abi die Schulbank gedrückt. Er kann sich noch gut an den Tag der Schuleinschreibung erinnern. Das war für ihn nicht wirklich ein positives Erlebnis. „Es war an einem Freitagnachmittag“, erinnert er sich. Über den Seiteneingang ging er mit seinen Eltern rein ins Haus. Es war leer, finster und bedrückend. „Und man hatte den Duft von Reinigungsmittel in der Nase“, erinnert er sich noch heute mit einem leichten Schaudern.

Transformation in die Zukunft

Die werden wahrscheinlich auch jetzt noch immer eingesetzt, aber sonst ist, dank der Millioneninvestition, alles anders. Die Enge ist weg, die tiefhängende Decke der Aula entfernt, große Fenster lassen jede Menge Licht in die Räume, die grau-triste Betonfassade wurde in weiten Teilen verspiegelt, nachhaltige Rohstoffe wie Holz wurden großzügig verwendet. „Wir haben das Schulgebäude in die Zukunft transformiert“, erläutert Architekt Peter Brückner.

Während des Schulbetriebs wurde saniert

Die Neustädter Großbaustelle war selbst für die renommierte und für ihre innovativen Ideen bekannte Planungsschmiede Brückner & Brückner aus Tirschenreuth eine Herausforderung. Der Architekt ist aber mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht nur er. Auch Füracker, Landrat Meier und die versammelte Schulfamilie sind schlichtweg begeistert. Saniert wurde zudem unter erschwerten Bedingungen. Es wurde während des laufenden Schulbetriebs über Jahre hinweg gebaut. Das hatte zumindest aus finanzieller Sicht einen satten Vorteil. Eine teuere Containerlösung konnte man sich so sparen.

Alle Abiturienten haben bestanden

Und noch eine frohe Botschaft konnte der Schulleiter an dem Freuden-Tag verkünden. Hurra! Alle Abiturenten haben ihr Reifezeugnis in der Tasche. 500 Schüler zählt aktuell das Gymnasium. 40 mehr waren es, als Hochberger 2007 den Schulleiter-Job übernahm. Zwischendrin waren die Zahlen nicht zuletzt wegen des demografischen Wandels deutlich in den Keller gerutscht. Doch der Oberstudiendirektor ist zuversichtlich: „Wenn ich in Ruhestand gehe, sind wir wieder bei 540.“ Das mag dann dem generalsanierten, modernen Haus mit zu verdanken sein.

Landkreis plant weitere Schulprojekte

Und einem sichtlich gut gelaunten Finanzminister konnten auch Landrat Meiers Ankündigungen nicht aus der Ruhe bringe. Der Landkreis will und muss nämlich alleine in der Kreisstadt weitere 55 Millionen Euro in die Schulinfrastruktur investieren. So stehen die Sanierung der Realschule, der Abriss und Neubau der Schwimmhalle und die Errichtung einer Zweifachturnhalle an. Auch dafür braucht es wieder jede Menge Unterstützungsgelder aus dem Finanzministerium.

Foto David Trott
Foto David Trott
Foto David Trott
Foto David Trott

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.