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ÖDP schickt Bundestags-Direktkandidat ins Rennen

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Nordoberpfalz. Der ÖDP-Kreisverband Neustadt-Weiden-Tirschenreuth nominiert einstimmig Christian Wallmeyer (48, Diplom-Ingenieur) als Direktkandidaten für den Bundestag. 

Seit seiner Jugend legt Christian Wallmeyer Wert darauf, Energie zu sparen. Der 48-Jährige ist der Bundestagskandidat für die ÖPD Weiden-Neustadt-Tirschenreuth. Bild: Wallmeyer.

Christian Wallmeyer ist verheiratet, hat drei Kinder und ist als Bereichsleiter für Wasserkrafttechnik bei einem Oberpfälzer Anlagenbauer tätig. Seit sechs Jahren ist er Vorsitzender des ÖDP Kreisverbandes Neustadt-Weiden, der 2017 auf sein Betreiben um den Landkreis Tirschenreuth erweitert wurde. Seit November 2018 ist er Bezirksvorsitzender der ÖDP Oberpfalz. 

Nordoberpfalz muss Flächen sparen 

Politisch steht mit Blick auf den Wahlkreis das Thema Flächensparen ganz oben auf seiner Prioritätenliste. Die nördliche Oberpfalz sei die Region in Bayern, die in den letzten Jahren den höchsten Flächenverbrauch pro Kopf aufweise. Das Ziel, vergleichbare Lebensbedingungen in allen Teilen Bayerns zu schaffen, habe in der Region zu einer unverhältnismäßig hohen Versiegelung von Flächen geführt, die aus Sicht der ÖDP so keineswegs weiter geführt werden darf.

"Der Erfolg des Bürgerbegehrens Weiden West IV hat eindeutig gezeigt, dass der Kurs der ÖDP die volle Unterstützung der Bevölkerung erfährt, und die Bürger schon deutlich weiter sind als manche Politiker", erklärt Christian Wallmeyer. 

Südost-Link macht Probleme 

Darüber hinaus sei das Thema Süd-Ost-Link (SOL) für den Wahlkreis von höchster Bedeutung. Einziger Sinn dieser geplanten Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-(HGÜ)Leitung sei es, den großen Energiekonzernen auf Kosten der Steuerzahler einen Marktplatz für ihre überschüssige Energie zu verschaffen. "Mit Versorgungssicherheit für Bayern oder gar der Region hat das nichts zu tun. Auch der Beschluss der bayrischen Staatsregierung, die Leitungen ausschließlich unterirdisch zu verlegen, schafft für eine bergige Region wie den Oberpfälzer Wald mehr Probleme als Lösungen", ist Wallmeyer überzeugt. 

Stattdessen setze die ÖDP auf eine dezentrale Energieversorgung in Form von mehr Windkraftanlagen und den Einsatz von Speichertechnologie, hier speziell von Power-to-Gas-Anlagen, die überschüssige Energie in Wasserstoff bzw. Methangas wandeln, und damit für Zeiten mit geringem Angebot die erneuerbaren Energien speicherbar macht. "Die Infrastruktur hierfür ist in Form des Erdgas-Netzes auch in der Oberpfalz schon vorhanden."

Devise: Wachstum ist nicht alles

Seit seiner Jugend ist Christian Wallmeyer die Minimierung des Energieverbrauchs ein besonderes Anliegen. „1997 bin ich schon mit einem Elektromobil zur Arbeit gefahren, welches nur acht kWh/100 km verbraucht hat, davon sind heutige Elektroautos weit entfernt!“, erzählt Wallmeyer stolz. Dem ständigen Wachstum steht er sehr kritisch gegenüber, wie er selbst sagt.

"Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes darf nicht mehr vorrangiges Ziel der Wirtschaftspolitik sein. In einer ehrlichen Gesamtrechnung muss der Erfolg einer Volkswirtschaft künftig daran gemessen werden, ob sie sich mit den natürlichen Kreisläufen im Einklang befindet und ob sie sich am sozialen Gemeinwohl ausrichte. Ein ständiges Wachstum der Mengen und Verbräuche ist weder erstrebenswert noch möglich", so Wallmeyer. 

Kritik an den Grünen: "Mit Realität hat das wenig zu tun"

In diesem Zusammenhang kritisiert er auch die Grünen. Deren Konzept eines "Green New Deal" gaukle den Wählern vor, dass die Wohlstandsgesellschaft weitgehend ohne Konsumreduzierung fortgesetzt werden und trotzdem nachhaltig sein könne. Das sei ein schönes Märchen, aber „dem Märchen ist nun mal zu eigen, dass es mit der Realität wenig zu tun hat“, sagt Wallmeyer.

Am Programm der Grünen störe ihn auch, dass es für die Betreuung der Kinder ab der Geburt in öffentlichen Einrichtungen eintrete und keinerlei Sympathien für traditionelle Familienstrukturen hege. Die Grünen würden deshalb auch die finanzielle Anerkennung von Elternarbeit ablehnen. 

Die ÖDP hingegen wolle eine bindungsfreundliche Betreuung der Kinder und kämpft für die volle Anerkennung der Familienleistungen durch ein Gehalt für die familiäre Sorgearbeit

ÖPD wählt drei Deligierte 

Nach der Nominierung des Bundestagskandidaten hat die Mitgliederversammlung des ÖDP-Kreisverbandes ihre Delegierten für die Vertreterversammlung zur Aufstellung der Landesliste Bayern für die Bundestagswahl gewählt. Neue Delegierte sind: Dr. Barbara Kindl aus Vohenstrauß, Günther Sparrer aus Weiden und Robert Lechner aus Pechbrunn. 

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