Ohne Erlaubnis der Kommune: Anlieger pflastert Gemeindeweg

Tännesberg. Es ist schon kurios. Die Kommune profitiert zum einen wirtschaftlich von der Privatinitiative, auf der anderen Seite hatte sie noch nicht die Erlaubnis dazu gegeben. Eine Vereinbarung soll es jetzt richten.

Auf eigene Kosten, aber ohne Zustimmung der Kommune hatte ein Anlieger den Gemeindeweg gepflastert. Foto: Josef Glas

Der Gemeindeweg in Großenschwand war nur geschottert. Das reichte einem Anlieger aber nicht. Er hatte jetzt ohne Zustimmung der Kommune, aber auf eigene Kosten den Weg gepflastert.

Bereits im Frühjahr war das Pflasterthema bereits bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Ludwig Gürtler erörtert worden. Der Rathauschef hatte dem Mann geraten, eine entsprechende Planskizze einzureichen, über die der Gemeinderat dann hätte abstimmen können.

Pflasterarbeiten gestoppt

Das Papier schickte er nie los, stattdessen schaffte er jetzt vollendete Tatsachen. Gürtler hatte die Pflasterei mitbekommen, war hingefahren, hatte die Arbeiten gestoppt und ein paar Marktgemeinderäte zusammengetrommelt. Unter Auflagen und vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeindeparlaments durfte dann weitergearbeitet werden.

Kommune profitiert davon

Das Dilemma: Auf der einen Seite profitiert die Kommune von dieser Verschönerung. „Es ist ja eine Sackgasse. Wir hätten den Weg so belassen, wie er mal war“, erläutert Gürtler. Er bescheinigt dem ungeduldigen Pflasterer auch eine fachgerechte und saubere Arbeit abgeliefert zu haben. Auf der anderen Seite könne man aber nicht ohne Zustimmung der Marktgemeinde einfach loslegen.

Vereinbarung wird erarbeitet

Eine Vereinbarung soll es richten, die in der nächsten Sitzung dem Kommunalplenum vorgelegt werden wird. Die wird aktuell im Rathaus ausgearbeitet. Wichtigster Punkt: Es wird schriftlich festgehalten, dass der Marktgemeinde keinerlei Kosten und rechtliche Verpflichtungen aus dem privaten Pflasterprojekt erwachsen werden.

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