„Operation Friendship“ ist noch längst nicht beendet

Neustadt/WN. Viele Tränen flossen beim Abschied der acht jungen Amerikanerinnen und Amerikanern von ihren Gastfamilien. Gemeinsam verbrachten sie ein 18-tägiges abwechslungsreichen Programm im Landkreis.

Alle Jugendlichen verewigen sich auf der Fahne mit einem farbigen Händeabdruck. Foto: Gerhard Steiner
Alle Jugendlichen verewigen sich auf der Fahne mit einem farbigen Händeabdruck. Foto: Gerhard Steiner
Gerhard Steiner, Lucas Kilppel und Daniel Bernard aus den USA testen den bayrischen Hopfen. Foto: Gerhard Steiner
Gerhard Steiner, Lucas Kilppel und Daniel Bernard aus den USA testen den bayrischen Hopfen. Foto: Gerhard Steiner
Kampf gegen den Tunnellüfter mit Bürgermeister Sebastian Dippold. Foto: Gerhard Steiner
Kampf gegen den Tunnellüfter mit Bürgermeister Sebastian Dippold. Foto: Gerhard Steiner
Klettern im Hochseilgarten in Hirschau. Foto: Gerhard Steiner
Klettern im Hochseilgarten in Hirschau. Foto: Gerhard Steiner
Wanderung durch den Doost zum Brauhaus nach Floß. Foto: Gerhard Steiner
Wanderung durch den Doost zum Brauhaus nach Floß. Foto: Gerhard Steiner
Foto: Gerhard Steiner
 Foto: Gerhard Steiner
Foto: Gerhard Steiner
Foto: Gerhard Steiner
Foto: Gerhard Steiner

Eigentlich hätte diese Austauschmaßnahme von Operation Friendship Bayern e.V. bereits vor zwei Jahren stattfinden sollen. Aber dann machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Aber die jungen Amerikaner ließen sich dadurch nicht aufhalten, und so kamen sie mit zwei Jahren Verspätung in den Landkreis.

Untergebracht waren die acht jungen Amerikanerinnen und Amerikaner wieder in Gastfamilien. Zur internationalen Online-Tagung zu Ostern von Operation Friendship war noch nicht ganz klar, ob diese Maßnahme überhaupt möglich war. Doch die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Felix Steiner wollten den Austausch unbedingt am Leben halten und hatten deshalb auch einen Notfallplan für eventuelle Coronafälle ausgearbeitet.

Kein Corona und bestes Wetter

Das Risiko hat sich gelohnt. Es gab diesbezüglich keinerlei Vorfälle und auch das Wetter ließen diese 18 Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis sowohl für die Amerikaner als auch für die deutschen jugendlichen Gastgeber und ihrer Eltern werden. Bereits durch die teambildenden Spiele am ersten Tag entwickelte sich eine hervorragende Gruppendynamik. Diese wurde intensiviert durch weitere Aktionen wie der gemeinsame Besuch der Weidener Thermenwelt, der Wanderung zur Burgruine Flossenbürg mit anschließendem Besuch der Badelandschaft am Gaisweiher, ein Tag in der Erlebniswelt Monte Kaolino und der Wanderung durch den Doost zum Brauhaus Floß.

Bayern von seiner besten Seite

Aber auch die Kultur kam nicht zu kurz, mit Besuchen von Regensburg und München, beziehungsweise mit den Gastfamilien nach Bamberg, Nürnberg, Bayreuth oder einer Schifffahrt durch den Donaudurchbruch nach Weltenburg. Besonders beeindruckt aber waren sie alle von den beiden Schlössern Neuschwanstein und Linderhof.

Auch ungewöhnliche Punkte auf der Tagesordnung

Emotional sehr bewegt waren die Jugendlichen beim Besuch der Gedenkstätte Flossenbürg. Überrascht zeigten sie sich beim Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt von dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement, da es so etwas in den USA nicht gibt.

Der Dritte Kommandant Andreas Dagner konnte aufgrund seiner Tätigkeit bei der Lagerfeuerwehr in Grafenwöhr anschaulich den Unterschied zwischen beiden Ländern erklären. Besonders Spaß machte ihnen der tolle Ausblick von der Drehleiter und der gemeinsame „Kampf“ gegen den Tunnellüfter mit Bürgermeister Sebastian Dippold.

Rückblickend waren die jungen Amerikaner am meisten von der ländlichen Landschaft begeistert und den sauberen Städten. Dies bestätigte auch der 17- jährige Chris Dafforn: „Mich beeindruckten die kleinen Städte mit ihren sauberen Straßen, in denen sich alle Leute noch zuwinken und grüßen, aber auch alle alten Gebäude“.

“It’s nothing better than having a German mum“

Die jungen Leute waren sich einig, dass man durch den Aufenthalt in einer Gastfamilie den Alltag und die Kultur eines Landes am besten kennenlernt. Sie alle waren begeistert von der Gastfreundschaft, der Herzlichkeit und Offenheit ihrer Gastgeber.

Aber auch die deutschen Gastgeber sind von Operation Friendship begeistert. Die 16-jährige Ella Weimann aus Neustadt lobte vor allem die Ausgestaltung des Programms. „Es wurde darauf geachtet, dass gerade bei den Führungen sich auf wesentliche Informationen beschränkt wurde und man deshalb auch viel Zeit zur freien Verfügung hatte.“ Aber auch von den zahlreichen Freizeitaktivitäten war sie begeistert.

Gegenbesuch 2023

Aufgrund dieser intensiven und emotionalen Erfahrungen und neuen Freundschaften fiel es keinem leicht, wieder Abschied zu nehmen. Es flossen viele Tränen, aber es gab auch einen kleinen Trost: Sie alle hoffen auf ein baldiges Wiedersehen im August 2023, wenn die bayrische Gruppe für 18 Tage in die Vereinigten Staaten zu ihrer Partnergruppe reisen wird.

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