Orkantief Egon verursacht weitere Unfälle im Raum Eschenbach

Eschenbach. Auch im Raum Eschenbach hinterließ das Sturmtief Egon vergangene Nacht und heute Morgen seine Spuren. Vor allem die Autofahrer wurden mit Schneeverwehungen und starken Seitenwinden konfrontiert. Umgefallene Bäume erschwerten den Autofahrern zudem das Leben.

Im Dienstbereich der Polizei Eschenbach war am stärksten die Gemeinde Kirchenthumbach, insbesondere Thurndorf, Alt- und Neuzirkendorf betroffen. Die Straßenmeisterei Eschenbach veranlasste die Sperrung der beiden Kreisstraßen NEW 43 zwischen Kirchenthumbach und Thurndorf und die NEW 44 zwischen Alt- und Neuzirkendorf.

In dem Bereich kam es zu so starken Schneeverwehungen, dass neben einem Schneepflug auch noch eine Schneefräse eingesetzt werden musste. Die Sperrung der Straßen dauert immer noch an. Die Umleitungen sind entsprechend beschildert. Das Sturmtief Egon wurde auch einem großen Schulbus heute Morgen zum Verhängnis.

Auto knallt gegen Betonabsperrung

Der erste Unfall ereignete sich vergangene Nacht gegen 00.45 Uhr bei der Ausfahrt auf dem Lager Grafenwöhr. Auf schneebedeckter und glatter Straße war eine US-Angehörige (26) etwas zu schnell unterwegs und schleuderte gegen die Betonabsperrung am Tor sechs, bei der Ausfahrt Gründerzentrum.

Dadurch dass sich beide Airbags öffneten, erlitt die junge Frau Verletzungen am Hals und am linken Arm. Sie wurde zur weiteren Behandlung ins Klinikum nach Weiden gebracht. Der Sachschaden beträgt etwa 3.000 Euro.

Radaufhängung von Auto gerissen

Einen etwas kräftigeren Aufprall erlitt vergangene Nacht ein Soldat, als er von der Straße abkam. Er fuhr von der Siedlung Netzaberg auf die Hauptstraße und landete dabei im Straßengraben. Beim Aufprall des Autos der Marke Hyundai riss an der Vorderachse die Radaufhängung und ein Stoßfänger ab.

Der Soldat blieb bei dem Unfall unverletzt und konnte noch selbst die US-Militärpolizei verständigen. Der Schaden am Wagen wird auf etwa 4.000 Euro geschätzt.

Autos krachen in umgefallene Bäume

Eine junge Frau und ein junger Mann erkannten heute Morgen zu spät, dass umgefallene Bäume auf der Straße lagen. Die Frau (24) aus Speinshart fuhr mit ihrem Auto gegen 07.15 Uhr von Tremmersdorf in Richtung Eschenbach. Dabei erkannte sie den Baum zu spät und krachte frontal in ihn hinein. Die Front ihres Wagens wurde beschädigt und es entstand ein Sachschaden von rund 2.000 Euro. Die Feuerwehr musste den Baum beseitigen.

Ähnlich erging es einem jungen Mann (26) zwischen Grafenwöhr und Dießfurt. Der Grafenwöhrer war gegen 07.45 Uhr in dem dortigen Waldgebiet „Mark“ unterwegs, als er gegen eine umgestürzte Kiefer krachte. Dabei trug das Auto des Lehrers Schäden an Stoßstange und Reifen davon. Der Sachschaden wird etwa auf 1.500 Euro geschätzt. Der Winterdienst konnte den Baum von der Straße beseitigen.

Mann rutscht gegen Verkehrszeichen

Auch zwischen Kaltenbrunn und Dürnast rutschte ein Autofahrer (35) von der Straße. Der Mann aus Weiherhammer knallte gegen ein Verkehrszeichen und beschädigte es die die linke Seite seines Wagens. Der Sachschaden beträgt insgesamt etwa 1.200 Euro.

Zwei Männer helfen bei Unfällen

Die Polizei Eschenbach bedankt sich bei allen Einsatzkräften der Feuerwehr, Rettungsdiensten und Winterdiensten, die den Beamten bei der Bergung der Autos halfen. Sie sorgten dafür, dass die Unfallstellen relativ schnell geräumt, die Unfallbeteiligten versorgt und die Straßen rasch wieder befahrbar waren.

Die Beamten bedanken sich auch bei zwei Ersthelfern außerhalb der offiziellen Rettungskette. Ohne lange zu zögern half heute Morgen ein Landwirt (29), als zwischen Altzirkendorf und Troschenreuth ein Lkw und zwei Autos regelrecht eingeschneit waren und im Schnee stecken blieben. Mit seinem Traktor räumte er den Weg zu ihnen frei und zog sie von der Stelle.

Auch ein Landwirt (58) aus Döllnitz reagierte schnell, als er einen im Ort umgefallenen Baum von der Straße zog, bevor noch jemand zu Schaden kam.

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