Ostbayernring: Zwei von vier Abschnitten in Betrieb

Etzenricht. Zwischen den Umspannwerken Schwandorf und Etzenricht fließt seit vergangener Woche Strom mit einer Spannung von 380 Kilovolt (kV) durch die Leitungen des neuen Ostbayernrings.

Zwei von vier Ostbayernringabschnitte sind in Betrieb. Foto: Thomas Köhler

Zwischen den Umspannwerken Schwandorf und Etzenricht fließt seit vergangener Woche Strom mit einer Spannung von 380 Kilovolt (kV) durch die Leitungen des neuen Ostbayernrings. Der Bayreuther Übertragungsnetzbetreiber Tennet hatte auf dem Abschnitt A der Esratzneubauprojekts seit dem Sommer 2022 insgesamt 109 neue Masten auf einer Strecke von 43 Kilometern errichtet. Mit der Inbetriebnahme dieser neuen Leitung geht bereits der zweite von vier Abschnitten des neuen Ostbayernrings in Betrieb.

43 Kilometer langes Teilstück

Am 14. Juni wurde das rund 43 Kilometer lange Teilstück des neuen Ostbayernrings zwischen dem Umspannwerk Etzenricht und dem Umspannwerk Schwandorf in Betrieb genommen. Damit fließt nun auf einem von zwei 380-kV-Stromkreisen Strom. Der zweite Stromkreis wird voraussichtlich im Spätsommer in Betrieb gehen, sobald die entsprechenden Vorbereitungen am Umspannwerk Etzenricht abgeschlossen sind.

Regierung bestätigt Planungen

Die Regierung der Oberpfalz hatte die Planungen für Abschnitt A am 29. Juli 2022 bestätigt und die Umsetzung genehmigt, anschließend begann Tennet mit dem Bau. Der neue Ostbayernringabschnitt beginnt am Umspannwerk Etzenricht im Norden und endet im Süden am Umspannwerk Schwandorf. Dabei verläuft die Leitung durch die Landkreise Neustadt/WN, Amberg-Sulzbach und Schwandorf.

109 neue Freilandmasten

Auf den letzten sieben Kilometern hin zum Umspannwerk Schwandorf wird eine 110-kV-Leitung der Bayernwerk Netz GmbH auf den neuen Masten mitgeführt. Binnen zwei Jahren errichtete der in Bayreuth beheimatete Netzbetreiber plangemäß insgesamt 109 neue Freileitungsmasten. Die alte Leitung wird nach Inbetriebnahme des zweiten Stromkreises vollständig zurückgebaut.

Gesamte Vorhaben ist genehmigt

Mit der Inbetriebnahme des Abschnitts A ist der zweite von insgesamt vier Abschnitten des neuen Ostbayernrings nun Teil des bayerischen Höchstspannungsnetzes. Bereits Ende 2022 wurde Abschnitt C von Redwitz im Landkreis Lichtenfels bis Mechlenreuth bei Münchberg im Landkreis Hof in Betrieb genommen. Zwei weitere Abschnitte, B-Nord und B-Süd, die
Mechlenreuth mit Etzenricht verbinden, befinden sich derzeit im Bau. Seit 23. Mai ist das gesamte Vorhaben mit der letzten Planfeststellung genehmigt.

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