Wirtschaft

Gemeinschaftsprojekt zur Lösung von Umweltproblemen

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Weiden. Ein innovatives Gemeinschaftsprojekt, eine enge Kooperation mit Tschechien und ideenreiche Konzepte sollen gegen Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme wirken. Das Vorhaben wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Ziel des Projekts SDG Transformation SPACE ist es, Studierende für Nachhaltigkeitsdilemmata zu sensibilisieren und innovative Lösungsfindungen zu fördern. Foto: Wiesel/OTH Amberg-Weiden

Technologische Modernisierung der Wirtschaft versus Vollbeschäftigung oder aber Ernährungssicherheit, zum Beispiel durch genverändertes Saatgut, versus biologische Vielfalt – das sind nur zwei ausgewählte Dilemmata, die im Umfeld von Nachhaltigkeit auftreten können und für deren Auflösung es meist keine pauschalen und einfachen Herangehensweisen gibt.

Gemeinschaftsprojekt mit Westböhmische Universität

Die OTH Amberg-Weiden und die Westböhmische Universität (WBU) Pilsen starten dazu nun ein mehrjähriges Gemeinschaftsprojekt, um Studierende und Lehrende für diese und weitere Nachhaltigkeitsdilemmata zu sensibilisieren und innovative Lösungsfindungen zu fördern.

Förderung als Zuspruch

Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt wird mit rund 85.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

„Die Förderung des DBU ist für uns bereits eine erste Auszeichnung, die den innovativen Charakter unterstreicht, da nur sehr wenige Projekte in dieser Förderlinie gefördert werden“, freut sich die Vizepräsidentin der OTH Amberg-Weiden, Prof. Dr. Christiane Hellbach, die zugleich Leiterin des Projektteams ist.

Notwendig: Verschiedene Sichtweisen

Das Projekt zeichnet sich besonders durch die fakultäts- und fachübergreifende sowie die grenzübergreifende Zusammenarbeit an beiden Hochschulen aus. Dadurch ergibt sich eine interdisziplinäre Zusammensetzung der Teilnehmenden, der ein besonderer Stellenwert zukommt, da Nachhaltigkeitsdilemmata zu komplex sind, um nur von einer Fachdisziplin gelöst zu werden.

Darüber hinaus werden auch Studierende angesprochen, die sich bisher noch nicht mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. So können auch ungenutzte Potentiale aktiviert werden und die Erhöhung der intrinsischen Motivation wird gefördert.

SDG Transformation SPACE

„Unser Ziel ist es die Kompetenzen und Fähigkeiten für das fachübergreifende Verständnis von Nachhaltigkeitsdilemmata und die Bewältigung von Unsicherheiten bei unseren Studenten systematisch zu fördern. Diese Bestrebungen werden auch durch unseren Projektnamen und Claim ,SDG Transformation SPACE (Sensibilisieren; Potentiale; Aktivieren; Chancen; Ergreifen)‘ verdeutlicht,“ erläutert Prof. Dr. Hellbach dazu.

SDG bezieht sich dabei auf die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, mit deren Einführung im Jahr 2015 sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtete, über die reine ökologische Nachhaltigkeit hinaus Frieden und Wohlstand für alle Menschen anzustreben.

Enge Kooperation: Tschechien und Deutschland

Die Vizepräsidentin der WBU Pilsen, Dip.-Ing., Ph.D., MBA Dita Hommerová betont den Wert der deutsch-tschechischen Kooperation für das Projekt: „Durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit können wir das Verständnis der Studenten für internationale Zusammenhänge deutlich erhöhen und den Impact des gesamten Projekts steigern.“

Zwischen der OTH Amberg-Weiden und der WBU Pilsen besteht bereits seit über 20 Jahren eine enge und lebendige Zusammenarbeit. In dieser Zeit wurden zahlreiche Projekte und Forschungsvorhaben erfolgreich durchgeführt. Der Schwerpunkt der internationalen Ausrichtung der OTH Amberg-Weiden liegt, auch aufgrund ihrer geografischen Lage, auf mittel- und osteuropäischen Ländern und insbesondere auf Tschechien.

Zur stärkeren Unterstützung der angewandten Forschung und des Austausches mit Partnern in der Grenzregion wurde mit Förderung des Freistaats Bayern seit 2018 auch das „Kompetenzzentrum Bayern – Mittel- und Osteuropa (KOMO)“ aufgebaut.

Innovatives Konzept – innovative Räume

Zentraler Bestandteil des Gemeinschaftsprojekts sind innovative Lernorte, die den Studenten wie auch den Lehrenden den notwendigen Rahmen für kreative, neue und innovative Ideen bieten.

Hierfür werden unter anderem die bestehenden Innovativen LernOrte (ILOs) der OTH Amberg-Weiden genutzt, aber auch Räumlichkeiten der WBU Pilsen. Zudem wurde ein didaktisch innovativer Ansatz gewählt, welcher bewusst offengehalten wird, um Raum für Kreativität, Partizipation sowie Dialog zu schaffen.

Nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit ist an der OTH Amberg-Weiden fest verankert, davon zeugen zum Beispiel das Institut für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft und der im Wintersemester 2020/2021 neu eingeführte Masterstudiengang „International Management & Sustainability“.

"Als technische Hochschule spielt das Thema Nachhaltigkeit für uns eine besondere Rolle. Der SDG Transformation SPACE ist ein weiterer Schritt, um das für uns so wichtige Thema Nachhaltigkeit noch stärker über die gesamte Hochschule zu etablieren“, sagt Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden.

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