OTH Regensburg revolutioniert Pflegeausbildung mit VR

Regensburg. Die OTH Regensburg setzt auf VR-Brillen zur Verbesserung der Pflegeausbildung und bietet bis Herbst 2025 ein Ausleihangebot für Studierende.

Ab sofort können sich Studierende der Pflegewissenschaft VR-Brillen kostenlos ausleihen, um damit zu Hause allein oder mit anderen Studierenden praxisnah und in virtuellen Simulationen zu üben und zu lernen. Foto: OTH Regensburg/Priska Pytlik

Die OTH Regensburg unternimmt innovative Schritte, um die Pflegeausbildung durch den Einsatz von Virtual Reality (VR) zu verbessern. Hierzu hat die Hochschule ein spezielles VR-Studio eingerichtet und bietet nun „Train the Trainer“-Workshops an. Diese sollen Lehrkräfte in der Pflege mit VR und Augmented Reality (AR) vertraut machen. Ziel ist es, die neuen Technologien in die Ausbildungspraxis zu integrieren, um die Qualität der Pflegeausbildung zu erhöhen.

Einblick in die Virtual-Reality-Technologie

In en Workshops, an denen Personen aus verschiedenen Städten wie Nürnberg, Schwandorf und Regensburg teilnehmen, erfahren die Beteiligten direkt, wie VR und AR in der Ausbildung genutzt werden können. Dabei setzen sie die Brillen selbst auf und erkunden virtuelle Lernumgebungen. Besonders hervorgehoben wird der virtuelle Trainingsraum „Room of Horror“, in dem die angehenden Pflegekräfte Fehler und Risiken in einem Krankenzimmer aufspüren können.

Zwei Teilnehmerinnen des Workshops machen erste Erfahrungen mit einem
möglichen Einsatz von VR-Brillen in der Pflegeausbildung. Foto: OTH Regensburg/Priska
Pytlik
Zwei Teilnehmerinnen des Workshops machen erste Erfahrungen mit einem möglichen Einsatz von VR-Brillen in der Pflegeausbildung. Foto: OTH Regensburg/Priska Pytlik
 Die Teilnehmenden des Workshops „Train the Trainer“, der am 21. November 2024
im VR-Labor der OTH Regensburg für externe Einrichtungen im Gesundheits- und
Pflegebereich stattfand. Mit dabei: die Leiterin des Labors Pflegeforschung an der OTH
Regensburg Christa Mohr (Vierte von links), Nils Menninger (Fünfter von rechts) von
Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. sowie Anselm Stadler (Dritter von links) und Andrea
Sattler (Vierte von rechts), beide wissenschaftliche Mitarbeitende des Labors Pflegeforschung. Foto: OTH Regensburg/Priska Pytlik
Die Teilnehmenden des Workshops „Train the Trainer“, der am 21. November 2024 im VR-Labor der OTH Regensburg für externe Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegebereich stattfand. Mit dabei: die Leiterin des Labors Pflegeforschung an der OTH Regensburg Christa Mohr (Vierte von links), Nils Menninger (Fünfter von rechts) von Strategische Partnerschaft Sensorik e.V. sowie Anselm Stadler (Dritter von links) und Andrea Sattler (Vierte von rechts), beide wissenschaftliche Mitarbeitende des Labors Pflegeforschung. Foto: OTH Regensburg/Priska Pytlik

Leihangebot für Studierende

Ein besonderes Angebot macht die OTH Regensburg den Studierenden der Pflegewissenschaft. Sie können VR-Brillen bis Herbst 2025 ausleihen und sich von zu Hause aus in virtuellen Lerngruppen vernetzen. Dies fördert nicht nur das individuelle Lernen, sondern auch den Austausch unter den Studierenden.

Integration in die Pflegepraxis

Prof. Dr. Christa Mohr stellte auf der Veranstaltung „Lernen 4.0 – Wie digitale Bildung gelingt“ im Degginger in Regensburg das Projekt VReduMED vor. Foto: RKOM/altrofoto.de

Das Ziel ist es, die erprobten Methoden und Technologien auch in den Einrichtungen der Teilnehmenden zu etablieren. Prof. Dr. Christa Mohr, Leiterin des Labors Pflegeforschung an der OTH Regensburg, sieht in der digitalen Bildung und dem Lernen 4.0 die Zukunft der Ausbildung. Die Hochschule plant, die VR-Brillen und das Equipment nach dem Projektende an Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen weiterzugeben.

Forschungsprojekt VReduMED

Das Projekt VReduMED, das hinter diesen Innovationen steht, untersucht den Einsatz von VR und AR in der Pflegeausbildung und ist teil des EU-Programms Interreg Central Europe. Das groß angelegte Projekt zeigt beispielhaft, wie digitale Technologien die Lernumgebungen erweitern können. Neben Lehrkräften und Studierenden profitieren auch die Einrichtungen im Gesundheitswesen von den neuen Lernmethoden.

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