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Per Drahtesel durch Deutschland: Grafenwöhrer radeln 1.000 Kilometer

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Grafenwöhr. Tausend Kilometer in elf Tagen: Selbst für Hartgesottene ist das kein Kinderspiel. Acht Grafenwöhrer nahmen die lange Fahrt quer durch Deutschland dennoch auf sich.

Edgar Baier, Roland Meissner, Stefan Ott, Josef Panzer, Wolfgang Flor, Karl Schönberger, Hans Mößbauer und Hans Dunzer starten zu einem Abenteuer der besonderen Art: 1.000 Kilometer von Schengen bis Grafenwöhr. Fotos: privat

Edgar Baier, Roland Meissner, Stefan Ott, Josef Panzer, Wolfgang Flor, Karl Schönberger, Hans Mößbauer und Hans Dunzer begaben sich in Corona Zeiten auf eine ungewisse Radreise quer durch Deutschland.

Durch den Kreis Ahrweiler - kurz vor der Flutkatastrophe

Ihre Fahrt startete in Schengen am Dreiländereck Deutschland – Frankreich - Luxemburg und führte über tausend Kilometer entlang der Mosel, vorbei am schönsten Stück des Rheins, und paralell zum Main bis zu seiner Quelle zurück in die schöne Oberpfalz nach Grafenwöhr. Ihre Route führte sie auch durch den Kreis Ahrweiler, nichtsahnend, dass dort nur wenige Tage später ein Naturereignis hereinbrechen und einen Teil der Landschaft und das Leben vieler Menschen verändern würde.

Von Schengen ging es nach Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Hier konnten sie in 2.000 Schritten 2.000 Jahre Geschichte erleben. Trier begeistert mit sehenswerten Bauten aus der Römerzeit, wie der Porta Nigra oder dem schönen Hauptmarkt. Vorbei an unzähligen Fachwerkhäusern und Burgen führte sie der Weg nach Bernkastel – Kues und nach Kröv, wo sie den weltbekannten Kröver Nacktarsch verkosteten.

Beeindruckt von der Macht des Mains

In Traben-Trarbach und in Cochem machten sie vor dem steilsten Weinberg Europas Halt. Zahlreiche Flusswindungen , Steilhänge und Terrassenweinanbaugebiete gestalteten den Weg sehr abwechslungsreich. "Ständig ist der Reisende von Bergen umgeben und weiß nie was nach der nächsten Windung auf einen wartet", schwärmen die Radfahrer.

In Koblenz am Deutschen Eck, mündet die Mosel in den Rhein. Der Rhein war durch die heftigen Niederschläge gut mit Wasser gefüllt. Für die Grafenwöhrer war es fast beängstigend mit welcher Kraft und Schnelligkeit das Wasser im Rhein vorbeizog. Auf gut ausgebauten Radwegen befuhren sie den schönsten Teil des Rheins. Vorbei an der Loreley bis nach Bingen. Dort setzten sie mit der Fähre über in das romantische Rüdesheim.

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Auswirkungen der Corona-Pandemie gespürt

Hier spürten die Grafenwöhrer die Auswirkungen der Corona-Krise. "Es war kein Tourist zu sehen. In der Drosselgasse herrschte gähnende Leere. Wir waren die einzigen Gäste im Hotel. Uns wurde immer bewusster, wie die Hotels und die Gastronomie zu kämpfen haben", erzählt Edgar Baier.

Weiter ging es über Wiesbaden an die Mündung vom Main in den Rhein. "Frankfurt mit dem Fahrrad zu passieren war ein Erlebnis!" Entlang der Mainpromenade mit Blick auf "Mainhatten" mit seiner Skyline. Über Hanau und Aschaffenburg ging es an die Perle des Mains nach Miltenberg.

Mit jedem Tritt in die Pedale kamen die Radfahrer der Heimat näher. Über Kulmbach führte die letzte Etappe die Oberpfälzer nach elf Tagen und 1.000 Kilometern über eine hügelige Strecke zurück in die Heimat.

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