Pfarrvikar Dr. Achim Dittrich sitzt auf gepackten Koffern

Weiden. Es gibt einen Wechsel am 1. März in der Seelsorge der Seelsorgegemeinschaft Herz Jesu und St. Johannes.

Pfarrvikar Dr. Achim Dittrich (4.v.r) wurde am Sonntag von seiner Pfarrei verabschiedet. Er wirkt fortan in der Diözese Speyer. Foto: Helmut Kunz

Pfarrvikar Dr. Achim Dittrich sitzt auf gepackten Koffern. Ab 1. März wird er als Pfarrvikar in die Pfarrei St. Anna in Edenkobe versetzt. Das liegt in seiner Heimatdiözese Speyer. Vier Jahre lang war der Geistliche, der aus Flemlingen bei Neustadt an der Weinstraße stammt, zu 60 Prozent Seelsorger in der Seelsorgegemeinschaft Herz Jesu und St. Johannes. 40 Prozent seiner Tätigkeit arbeitete Dittrich für ein Marienlexikon als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institutum Marianum in Regensburg.

Nachfolger kommt aus Indien

Diese Aufgabe wird er auch von Edenkobe aus erfüllen. Sein neuer Bischof erlaubt ihm die weitere Online-Mitwirkung an diesem Projekt. Dittrichs Nachfolger steht schon in den Startlöchern. Er stammt aus Indien und ist Pfarrvikar in Regenstauf. Am Freitag wird sich Jomet Joy vorstellen.

Ansprechpartner auch im Altenheim

Angetreten hatte Dittrich sein Amt noch unter dem ehemaligen Stadtpfarrer Gerhard Pausch. “Im Radio hat man Dich gehört, im Fernsehen warst Du schon. Bücher hast Du geschrieben”, sagte Stadtpfarrer Gottfried Schubach am Sonntag bei der offiziellen Verabschiedung im Pfarrheim. Zuletzt sei es ein Buch gewesen, dass der Vikar gemeinsam mit Alois Schröpf über “Maria in Weiden” herausgebracht habe. Besonders würdigte der Stadtpfarrer aber die Mithilfe seines engen Vertrauten in der Pfarrei. “Du hattest die Ministranten betreut, auch im Zeltlager. Du hast Dich um den Pfarrbrief gekümmert, warst Ansprechpartner bei den Pfarrgemeinderatssitzungen und Seelsorger in den Altenheimen.”

Kirchenführer geschrieben

“Du hast Dich auch um die künstlerischen und historischen Bereiche gesorgt.” So habe Dittrich verantwortlich gezeichnet für die Jubiläumsschriften “100 Jahre Herz Jesu” und “70 Jahre St. Johannes”. “Du hast auch einen Kirchenführer geschrieben.” Überschattet gewesen sei die Amtszeit von Corona. So stehe Dittrich auch für den Neuaufbau der Ministranten. Der Wechsel gehöre zum geistlichen Beruf, unterstrich Pfarrer Schubach. “Hineinwachsen, dabei sein und dann wieder fort.”

Pfarrvikar liebt den Ortswechsel

Ihm mache das nichts aus, entgegnete Dittrich. Er liebe die Abwechslung, erklärte er. Zu lange an einem Ort zu sein, sei nicht seine Sache. Am 6. Juli werde er aber noch einmal nach Herz Jesu zurückkehren, um hier sein 25-jähriges Priesterjubiläum zu feiern. “Mir war Weiden vorher nicht bekannt. Meine Mutter kannte Weiden von ‘Witt Weiden'”. Er habe die Stadt lieb gewonnen. “Es war eine sehr schöne Zeit. Ich werde Weiden nicht vergessen.” Bürgermeister Reinhold Wildenauer dankte dem Geistlichen für sein fleißiges und tolles Wirken. “Das kann jeder hier bestätigen.”

Anbetungsstunden eingeführt

Die Ministranten bedankten sich bei ihrem “Chef” mit einem Präsent. Der Pfarrgemeinderat überreichte dem Scheidenden Weidener Porzellan. Sprecher Manuel Häffner dankte für die gute Zusammenarbeit. “Gerade den Marienverehrern unter uns werden Sie in ganz besonderer Weise in Erinnerung bleiben.” Vor allem auch wegen der Anbetungsstunden, die der Pfarrvikar an den Freitagen eingeführt habe. Die Leiterin des Kindergartens Lorenz Werthmann, Carolin Meierhofer, überreichte zum Abschied Gewitterkerzen.

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