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Pläne für Bau von Photovoltaikanlage nehmen Form an

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Mitterteich. Eine Photovoltaikanlage zu bauen ist gar nicht so einfach. Viele Hürden sind zu überwinden. So geht es derzeit einem Investor, der eine solche Anlage im Bereich der Gemeinde Kleinsterz, bei den sogenannten „Eisbergen“, errichten will.

Das geplante Gelände für Photovoltaikanlage bei Kleinsterz im Bereich der „Eisberge“. Die vorbeiführende Starkstromleitung (Bild Mitte), die auch über die Autobahn führt, macht eine Planung schwierig. Deshalb muss auf die geplante Anlage westlich der A93 verzichtet werden. Bild: Werner Männer. 

Schon seit vier Jahren beschäftigt das Vorhaben den Stadtrat. Jetzt stand es wieder auf der jüngsten Tagesordnung des Stadtrates.

Hochspannungsleitung erschwert Planungen

Der Grund über die erneute Beratung ist die Hochspannungsleitung, die über beziehungsweise neben der geplanten Fläche vorbeiführt. Der Ostbayernring plant hier einen Rückbau. Planer Bernhard Bartsch, der das Bauleitverfahren betreut, wies auf dieses Problem hin. Einschränkungen seien nun notwendig.

Die Anlage sollte zunächst links und rechts der Autobahn gebaut werden. Wegen einer Veränderungssperre durch die Firma Tennet müsse die Anlage reduziert werden. Eine Änderung des ursprünglichen Planes sei notwendig, das heißt dass ein Teil entlang der Autobahn nicht bebaut werden könne. Das geplante Vorhaben schrumpfe um etwa ein Drittel der vorgesehenen Fläche. Deshalb empfahl der Planer, falls der Investor noch Interesse habe, den ursprünglichen Plan zu reduzieren.

Einschränkungen, aber Investor hält an Bau fest

Bürgermeister Stefan Grillmeier stellte fest, dass von den Bürgern und vielen offiziellen Stellen keine Stellungnahmen eingegangen seien. Der Investor der geplanten Anlage wolle trotz der Einschränkungen an dem Bau festhalten. Fraglich sei lediglich, wann die Stromtrasse gebaut werde. Dazu riet Bartsch, man sollte eine Frist für die Bebauung mit aufnehmen, damit sich das Vorhaben nicht über Jahre hinweg zieht.

Gleichzeitig wies er auf gewisse Baugrenzen hin, die berücksichtigt werden sollten. Außerdem verwies er darauf, dass zwischen den Modulen ein Abstand von etwa 3,20 Meter wegen der besseren Pflege eingehalten werde.

Stimmen gegen "geplanten Flächenfraß"

Wolfgang Karbstein (Wählergemeinschaft Zukunft) warf ein, dass er nach längerer Abwägung gegen den geplanten Flächenfraß sei. Der Bürgermeister verwies darauf, dass der Stadtrat schon einmal geschlossen für dieses Projekt gestimmt habe. Dies sei nun seine einzelne Meinung.

Es spreche nichts gegen eine derartige Anlage, so Grillmeier. Man könne sie umsetzen. Kostenträger sei der Betreiber. Zur Optik ergänzte er, dass die Anlage eingegrünt werde. Er empfahl dem Stadtrat, dem Vorschlag des Planers zu folgen. Gegen drei Stimmen von der Wählergemeinschaft Zukunft wurde das Projekt gutgeheißen.

Bauchschmerzen wegen Nichtschwimmern

Gerhard Greim, Fraktionssprecher der SPD, sorgte sich anschließend wegen der Corona-Krise um die Nichtschwimmer. Immer weniger Kinder könnten wegen der Krise nicht schwimmen. Der Schwimmunterricht in der Schule entfalle. Auch die Vereine hätten ihre Angebote reduziert. Er regte an, zusätzliche Schwimmzeiten für Schulen und Vereine kostenlos einzurichten.

Der Bürgermeister meinte dazu, auch ihn bewege das Thema. Das Problem sei die Aufsicht in den Bädern. Außerdem seien die Vereine vollständig ausgebucht. Es sei deshalb schwierig neue Wasserzeiten einzurichten. Vielleicht könne das in der Hallenbadsaison berücksichtigt werden. Die finanzielle Unterstützung der Stadt sicherte er zu.

Wolfgang Karbstein stimmte dem Vorschlag von Greim zu. Es sei allerdings schwierig, Aufsichtspersonen zu finden. Sonja Gleißner (Freie Wähler) fügt an, dass für derartige Planungen unbedingt die Eltern mit angesprochen werden müssten.

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