Polarluft bringt bis zu zehn Zentimeter Neuschnee

Nordoberpfalz. Der Winter gibt in der Region ein erstes, wenn auch kurzes Gastspiel. Die Autofahrer müssen vorsichtig fahren.

An diesem Wochenende werden die Räumfahrzeuge ausrücken müssen. Foto: Pixabay/Jerzy Gorecki

Noch vor gut zwei Wochen schraubte sich die Quecksilbersäule im Thermometer auf fast spätsommerliche Höhen, jetzt kommt der Absturz: Polarluft schwappt nach Bayern. Heute Nacht geht der Regen bereits in Schnee über. Es kann glatt werden. Und Frau Holle wird bis Sonntagvormittag weiter fleißig ihre Betten ausschütteln. Autofahrer sollten aufpassen!

Keine Winterreifenpflicht, aber …

Wer jetzt seine Winterpneus noch nicht montiert hat, sollte seinen Wagen sicherheitshalber stehen lassen. Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es zwar hierzulande nicht, allerdings eine sogenannte situative. Das heißt, dass man bei winterlichen Straßenverhältnissen passend „bereift“ sein muss. Wer also meint, bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit Sommerschlappen rumkurven zu müssen, für den kann es im ungünstigen Fall teuer werden.

An die Profiltiefe des Reifens denken

Krachts, könnte sich die Versicherung zum Beispiel beim Begleichen des Kasko-Schadens etwas vornehmer zurückhalten. Erwischen die Gesetzeshüter den sommerbereiften Winterausflügler, droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und ein Flensburg-Pünktchen. Das gleiche gilt bei abgefahrenen Pneus. Der Leiter der Polizeiinspektion Eschenbach, Werner Stopfer klärt auf: „Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter.“ Doch die sind in seinen Augen eigentlich nicht ausreichend. „Besser wären vier Millimeter.“ Zum Vergleich: ein neuer Schlappen hat bis zu acht Millimeter.

Straßenmeistereien sind vorbereitet

Bei den Straßenmeistereien in der Region ist man gewappnet. „Unsere Fahrzeuge sind einsatzbereit, die Fahrer in Rufbereitschaft“, erläutert der Weidener Straßenmeisterei-Chef Gerhard Schleser. Er kann sich vorstellen, dass die weiße Pracht auf den Fahrbahnen nicht liegen bleibt und gefriert, sondern sich schnell in Matsch verwandelt. „Die Erde ist ja noch frostfrei und strahlt daher Wärme ab.“ Er rät aber allen Autofahrern vorausschauend zu fahren. „Man darf, auch wenn es im Wagen kuschelig warm ist, nicht vergessen, dass es draußen frostig kalt ist.“

Bis zu zehn Zentimeter Neuschnee

Und wie ergiebig wird der Wintereinbruch nun ausfallen? Der Deutsche Wetterdienst rechnet am Samstag in der nördlichen und östlichen Oberpfalz mit einer Neuschneemenge von ein bis fünf Zentimetern. In den höheren Mittelgebirgslagen könnten bis zu zehn Zentimeter zusammenkommen. Und es kann durch überfrierende Nässe glatt werden. Am Samstag bleibt es dauerhaft kalt, bei Höchsttemperaturen um minus zwei Grad. Ab Montag wird es dann aber bei plus sechs Grad wieder milder.

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