Politiker, Landwirte und Familie nehmen Abschied von Marianne Rauh

Neustadt/WN. Die am 18. Juni verstorbene Theisseiler Bürgermeisterin Marianne Rauh wurde am Samstag auf dem Neustädter Friedhof zu Grabe getragen. Beim Trauergottesdienst wurde sie sowohl von Vertretern der Politik als auch der Landwirtschaft außerordentlich gewürdigt.

Ein engagiertes Leben hat Spuren hinterlassen. Foto: Bernhard Knauer

Vier Feuerwehren und drei Vereinsabordnungen waren mit ihren Fahnen zur Neustädter Stadtpfarrkirche St. Georg gekommen, um von ihrer Bürgermeisterin Abschied zu nehmen.

Auch die Zahl der Bürgermeister aus dem Landkreis, mit dem Vorsitzenden des Kreisverbands des Bayerischen Gemeindetags, dem Windischeschenbacher Rathauschef Karlheinz Budnik an der Spitze, war groß. Auch alte Weggefährten wie Altlandrat Simon Wittmann oder die ehemaligen Landtagsabgeordneten Georg Stahl und Petra Dettenhöfer nahmen mit Abschied.

Ein Mensch mit dem Herz am rechten Fleck

Der Neustädter Stadtpfarrer Josef Häring, der das Requiem gemeinsam mit dem Weidner Stadtpfarrer Markus Schmid zelebrierte, fand anerkennende Worte über das Leben und Wirken von Marianne Rauh. „Sie widmete all ihre Kraft der Familie und Kommunalpolitik. Marianne Rauh hatte ihr Herz am richtigen Fleck.“

In dem beeindruckenden Gottesdienst, der musikalisch vom Singkreis Letzau, Christiane Böhm sowie Dr. Bernhard Schmauß an der Orgel gestaltet wurde, würdigten dann vier Redner die Lebensleistungen der Theisseiler Bürgermeisterin.

Die Gemeinde war fassungslos und bestürzt darüber, dass wir einen so liebenswerten Menschen verloren haben. Ihre Herzensangelegenheit war die Entwicklung der Gemeinde Theisseil, von Hammerharlesberg bis Remmelberg, was sie in einem selbstlosen Engagement immer wieder zeigte. 32 Jahre hat sich Marianne Rauh für unsere Gemeinde eingebracht.

Zweiter Bürgermeister Karl Völkl aus Theisseil

„Auch nach einer Woche können wir es immer noch nicht fassen“,, so der Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Oetzinger, der die Dankesworte für den CSU-Kreisverband, die Kreistagsfraktion, der Jungen und der Frauen Union sowie des Gartenbauvereins überbrachte. „Marianne Rauh hat sich um unsere Gemeinschaft verdient gemacht, eigene Interessen hinten angestellt und stets für die Landwirtschaft ein gutes Wort eingelegt.“

Immer geradeaus

„Der Landkreis Neustadt/WN ist mit der Familie Rauh in Trauer vereint“, so Landrat Andreas Meier. „Für Marianne stand der ländliche Raum und unsere Heimat immer ganz vorne. Dafür hat sie gekämpft und gelebt. Besonders sozial benachteiligte Menschen lagen ihr am Herzen. Sie war als Kreisrätin in beinahe allen Ausschüssen des Kreistages vertreten, immer direkt und nie hinten herum.“

Ein Vorbild für die Landfrauen

Nicht fehlen durften natürlich ehrende Worte des Bauerverbandes. Diese fasste Bezirksbäuerin Rita Bäuml, auch stellvertretend für die Kreisbäuerin Josefine Kick, zusammen. „Wir verlieren unsere Ehrenkreisbäuerin, die für die Landfrauen mehr als wichtig war. Sie hat sich beispiellos für unsere Belange eingesetzt und für sie gekämpft. 1983 hat Marianne den Ring junger Landfrauen im Landkreis und der Stadt Weiden gegründet, war Ortsbäuerin und im
Kreis- und Bezirksvorstand aktiv.

Sie war die erste Holunderkönigin und Kreisvorsitzende des Verbandes für Gartenbau und Landschaftspflege. Es wurde ein Lebenswerk, vor dem wir uns nur verneigen können.“

Auf dem Weg zum Neustädter Friedhof gab dann die Letzauer Blasmusik ihrer Bürgermeisterin die letzte Ehre. Sie gestalteten auch die Trauerfeier am Friedhof musikalisch.

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