Mit Präzision und Loyalität zum Erfolg

Pleystein. Bodenständigkeit und Loyalität werden als oberpfälzer Tugenden gehandelt. Diese Werte zählen auch bei Bauer Präzisionswerkzeuge im kleinen Ortsteil Zengerhof. Zwei Mitarbeiter, die diese Tugenden besonders verkörpern und damit auch den Erfolg der GmbH und Co. KG mit internationalen Kundenstamm ausmachen, sind schon besonders lange dabei.

Von Benedikt Grimm

Den Pleysteiner Ortsteil Zengerhof kennen vermutlich schon im eigenen Landkreis eher wenige, in den Konzernzentralen internationaler Unternehmen wie Kawasaki Heavy Industries, Siemens oder General Electrics ist der Weiler mit nur wenigen Höfen aber ein Begriff. Denn dort hat die Bauer GmbH & Co. Präzisionswerkzeuge KG ihren Sitz. Mit 24 Mitarbeitern fertigt der Betrieb Präzisionsfräser für das Bearbeiten von Triebwerksteilen. Dabei hatte der Familienbetrieb ganz bescheidene Anfänge. Josef Bauer, der Vater des jetzigen Geschäftsführers Joachim Bauer, startete 1977 in einer Hälfte einer Doppelgarage.

Respekt vor dem Leben und der Arbeit

Zwei Mitarbeiter haben einen großen Teil der Firmengeschichte mitgeprägt. Iris Asarczyk habe als Mädchen bei seinem Vater begonnen, erinnerte Joachim Bauer. Inzwischen ist sie seit 20 Jahren in der Verwaltung des Handwerksbetriebs tätig. Die Mitarbeiter verbrächten viel Zeit miteinander, fast wie mit der eigenen Familie.

Das schweißt zusammen. Das spricht auch für den Betrieb. Wenn es einem nicht gefällt, dann macht man das nicht so lange,

betonte Geschäftsführer Bauer. Fertigungsleiter Werner Koch ist seit 30 Jahren im Unternehmen und damit sogar schon länger als der heutige Chef. Als frisch gelernter Schreiner sollte er zunächst Hilfsarbeiten verrichten. Eher durch Zufall kam er an eine Fräßmaschine – damit war sein weiterer beruflicher Weg vorbestimmt.

Uneingeschränkte Loyalität, Einsatzbereitschaft, Eigeninitiative und Dankbarkeit – ein Wort das in unserer Gesellschaft selten verwendet wird – und der Respekt voreinander, vor dem Leben, vor der Arbeit – und das alles über das normale Maß hinaus.

Mit diesen Worten beschrieb Bauer den Jubilar, der auch ein persönlicher Freund sei. Früher hätten sie gemeinsam Schicht gearbeitet und Maschinen gewartet. Heute sei Koch seine rechte Hand. „Wenn ich diesen Menschen nicht hätte, dann liefe hier manches anders“, betonte Bauer.

Die ganze Belegschaft feierte am letzten Arbeitstag vor den Betriebsferien mit den Jubilaren ein unfallfreies und erfolgreiches Geschäftsjahr. In der Firmengeschichte habe es auch schon düstere Jahre gegeben. Umso schöner sei es, wenn es gut läuft, freute sich Bauer.

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