Private Landbrauerei Scheuerer: Fünf Generationen Brautradition in Moosbach

Moosbach. Wir haben den Gewinner unserer Umfrage zu den beliebtesten Brauereien in der Nordoberpfalz besucht. Ulrich Scheuerer, der in der fünften Generation Bier in Moosbach braut, führte uns durch seine Brauerei.

Schon im Jahre 1887 floss der erste Gerstensaft aus den Sudpfannen der Brauerei Scheuerer. Trotz über 130 Jahren Brautradition ist die Liebe zum Bier im Familienunternehmen weiterhin ungebrochen. Mit Ulrich Scheuerer ist Moderne im Unternehmen eingekehrt. Dem unverkennbaren Geschmack ist der Brauer und Mälzer aber natürlich treu geblieben.

Technisch haben Scheuerer und sein Vater in den vergangenen Jahren ordentlich aufgerüstet. Neben einer neuen Flaschenreinigung, wurde in den Gär- und Lagerkeller investiert, sowie ein neuer Drucktankkeller errichtet. Neue Anlagen, die die Arbeit erleichtern und die Qualität sowie die Produktivität der Privatbrauerei weiter steigern.

Wasser aus dem eigenen Brunnen

Die Qualität der Rohstoffe ist maßgeblich für die Qualität des Bieres. Hier können die Moosbacher schon mit ihrem weichen und natürlichen Wasser punkten. Die Brauerei besitzt sogar einen eigenen Brunnen.

Reichlich Biersorten haben die Moosbacher in ihrem Repertoire. Fotos: OberpfalzECHO/David Trott

Die beliebtesten Sorten

Neben den saisonalen Kreationen wie die kaltgehopften „AMARILLO-Weisse“, oder der zitronigen „SOMMERLIEBE“ gibt es so einige Bier-Dauerbrenner aus Moosbach. „Am beliebtesten ist das Lager Hell. „Es ist herrlich hell in der Farbe, ist schlank und elegant im Körper und die Bitternote ist gut ausbalanciert“, sagt Ulrich Scheuerer. Beliebt sei das Moosbacher Bier übrigens nicht nur in Deutschland. Die süffigen Kreationen werden auch nach Italien, Frankreich und sogar in die USA exportiert.

Obwohl er weiß, in welche Länder das Bier verkauft wird, war er bei seiner letzten USA-Reise trotzdem überrascht: „Da macht man schon große Augen, wenn man das eigene Bier plötzlich im Supermarkt sieht.“ Trotz des stolzen Preises von vier Dollar für eine Flasche habe er aber direkt zugeschlagen. „Wenn man in Amerika schon mal ein vernünftiges Bier bekommt, kann man ja nicht nein sagen“, scherzt Scheuerer.

Bei der Qualitätskontrolle darf ein Blick in die Sudpfanne nicht fehlen.
Bei der Qualitätskontrolle darf ein Blick in die Sudpfanne nicht fehlen.
Die Sauberkeit der Flaschen wird beim Durchleuchten und auch mittels Digitaltechnik überwacht.
Die Sauberkeit der Flaschen wird beim Durchleuchten und auch mittels Digitaltechnik überwacht.
Während der mehrwöchigen Lagerung darf und muss das Bier natürlich öfters verkostet werden.
Während der mehrwöchigen Lagerung darf und muss das Bier natürlich öfters verkostet werden.
Nach der Befüllung befindet sich wenig Luft in der Flasche. Nun wird schnell der Bügelverschluss maschinell geschlossen.
Nach der Befüllung befindet sich wenig Luft in der Flasche. Nun wird schnell der Bügelverschluss maschinell geschlossen.
Vor dem Bräustüberl stehen die ersten frisch abgefüllten Kästen zur Abholung bereit.
Vor dem Bräustüberl stehen die ersten frisch abgefüllten Kästen zur Abholung bereit.
Auf dem Förderband laufen die frisch befüllten Flaschen zum nächsten Produktionsschritt.
Auf dem Förderband laufen die frisch befüllten Flaschen zum nächsten Produktionsschritt.
Mit einem 20.000 Liter Lagertank lassen sich 40.000 Halbe beziehungsweise 2000 Kästen füllen.
Mit einem 20.000 Liter Lagertank lassen sich 40.000 Halbe beziehungsweise 2000 Kästen füllen.
Nun wird geprüft, ob alle Bügelverschlüsse perfekt sitzen.
Nun wird geprüft, ob alle Bügelverschlüsse perfekt sitzen.
Nun fehlt nur noch das Etikett auf den Bierflaschen.
Nun fehlt nur noch das Etikett auf den Bierflaschen.
Noch einmal werden die Flaschen von außen gereinigt, bevor das Etikett angebracht werden kann.
Noch einmal werden die Flaschen von außen gereinigt, bevor das Etikett angebracht werden kann.
Ein fertig befüllter Bierkasten macht sich auf den Weg ins Lager.
Ein fertig befüllter Bierkasten macht sich auf den Weg ins Lager.
Die Familienbrauerei und das Bräustüberl sind mitten in Moosbach zu finden.
Die Familienbrauerei und das Bräustüberl sind mitten in Moosbach zu finden.
Brauerei Moosbach Ulrich Scheuerer Sudpfanne Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Bierflaschen Bier Brauerei Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Brauerei Moosbach Ulrich Scheuerer Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Brauerei Moosbach Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Bier Bierkasten Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Brauerei Moosbach Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Brauerei Moosbach Ulrich Scheuerer Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Moosbach Brauerei Bier Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Brauerei Moosbach Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Bierflasche Moosbach Brauerei Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Bierkasten Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Brauerei Moosbach Foto: OberpfalzECHO/David Trott

Neue Kreationen und Zukunftsplanungen

Uli Scheuerer will endlich eine große Halle bauen, gebäudemäßig platzt die Brauerei aus allen Nähten. Neue Sorten wählt der Kunde selbst aus: Jedes Jahr im Mai gibt es ein wundervolles Brauereihoffest. Die Kunden können dann selbst aus drei vorgestellten neuen Sorten bestimmen, welche davon im nächsten Jahr auf den Markt kommt. So will Uli Scheuerer auch neue Märkte erschließen. „Immer wichtiger wird der Auftritt im Social Media“, ergänzt der Chef. Auch darauf will er sich konzentrieren.

14 Biere aus Moosbach

  • Lager hell
  • Pilsener
  • Export
  • Weissbier
  • Schwarze Weisse
  • Leichte Weisse
  • Radler
  • Zoigl
  • Kellerbier
  • Bockbier
  • Kloins Einfachs
  • Osterbock
  • Mond-Sud
  • Kloiner Lenz

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