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Rückendeckung für Feuerwehrhelden

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Kastl. Wenn es brennt, braucht es die Feuerwehr. Keine Frage. Aber was, wenn es brennt, während die Retter in der Arbeit sind? Ein Glück, dass es Betriebe wie IEM FörderTechnik gibt, die Ehrenamt und Feuerwehrarbeit hoch schätzen.

Arbeit und Ehrenamt unter einen Hut bringen. Mitarbeiter der IEM FörderTechnik in Kastl können das hervorragend vereinbaren. Die Feuerwehr zeichnet Firmen wie diese besonders aus. Von links: KBI Otto Braunreuther, Betriebsleiter Michael Häckl, Geschäftsführende Gesellschafter Alexander Remes und Ralf Zander, KBM Alois Schindler, Kreisbrandrat Andreas Wührl. Bild: Johann Walter.

Wenn es brenzlig wird, stehen im Landkreis Tirschenreuth 101 Freiwillige Feuerwehren zum Einsatz bereit. Allein im vergangenen Jahr sind 3.900 aktive Mitglieder zu gut 2.000 Einsätzen ausgerückt. Das ist nicht selbstverständlich.

Die Freiwilligen Feuerwehren müssen stets die „Tagesalarmsicherheit“ gewährleisten, insbesondere bei Schichtwechsel. Auch während der Arbeitszeit müssen die ehrenamtlichen Mitglieder durchgängig für Schutz und Hilfe der Bevölkerung sorgen. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden, den Schreibtisch, die Werkstatt oder die Baustelle verlassen müssen.

Zudem müssen die Mitglieder auch für staatliche Schulungen freigestellt werden. Das Brandschutzgesetz gibt ihnen zwar das Recht, ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um an Einsätzen teilzunehmen, jedoch nützt dieses Gesetz nicht viel, wenn vom Arbeitgeber kein Rückhalt kommt. 

Mitarbeiter freistellen - Größe zeigen 

Glück haben Mitarbeiter der Firma IEM FörderTechnik in Kastl: Gut 20 Prozent der hier Beschäftigten sind gleichzeitig aktive Mitglieder und in den umliegenden Feuerwehren als Gruppenführer, Zugführer oder Kreisbrandmeister für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung verantwortlich. Bei Einsätzen müssen sie Ehrenamt, Familie und Beruf unter einen Hut bringen.

"Bei rein ehrenamtlichen Feuerwehren ist ein unkompliziertes Freistellen von Mitarbeitern für Einsätze umso wichtiger. Nur so kann ein leistungsfähiger Brandschutz- und Hilfeleistungsdienst für die Bevölkerung permanent sichergestellt werden", weiß Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther

Nicht nur für die Freiwilligen Feuerwehrleute, sondern auch für Arbeitgeber und Kollegen stellt das eine zusätzliche Belastung dar. „Rund um die Uhr auf Rufbereitschaft kann in heißen Phasen bis zu fünf Einsätzen täglich führen“, erklärt Alois Schindler, Fertigungsleiter bei der IEM FörderTechnik und Kreisbandmeister im KFV Tirschenreuth. „Eine unkomplizierte Freistellung durch den Arbeitgeber und die solidarische Unterstützung der Kollegen halten uns dabei den Rücken frei.“

46 feuerwehrfreundliche Betriebe 

Um das zu honorieren verleiht der Landesfeuerwehrverband Bayern seit dem Jahre 1998 die Förderplakette „Partner der Feuerwehr“ an besonders feuerwehrfreundliche Unternehmen. Insgesamt 46 Mal wurde in den vergangenen 24 Jahren diese Auszeichnung vergeben, wie der Kreisbrandrat Andreas Wührl erklärt.

Mit dieser Förderplakette werden Unternehmen, die in besonderem Maße die Ehrenamtlichkeit und Freiwilligkeit in den Feuerwehren fördern, geehrt. Es kommt auf Betriebe wie die IEM an, die ihre Mitarbeiter unterstützt, damit diese ihr Ehrenamt auch während der Arbeitszeit wahrnehmen können.

Die Verleihung fördert die Verbesserung der Arbeitgeberakzeptanz für das ehrenamtliche Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren. Umso mehr stehen die ausgezeichneten Unternehmen auch symbolisch für den hohen Stellenwert des Ehrenamts in unserer Gesellschaft. 

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