Schon 2021 fertig: Tirschenreuth beginnt Arkadensanierung

Tirschenreuth. Jeder Tirschenreuther kennt die Arkaden am Anfang der Bahnhofstraße gleich hinter dem Brunner Café. Im Rahmen eines Pressetermins konnte Bürgermeister Franz Stahl nun den Baubeginn für das stark sanierungsbedürftige Gebäude verkünden.

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Stehen für ein erfolgreiches Miteinander: Der private Bauherr Bernhard Schön, Helmut Wolfrum von der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz, Franz Stahl, Stadtbaumeister Andreas Ockl, Peter Troppmann, Regierungsbaudirektorin Regina Harrer von der Regierung der Oberpfalz und Kämmerer August Trißl (v.l.) – hier vor den Arkaden, die ab sofort Baustellenbereich sind. Foto: Stadt Tirschenreuth

„Das ist für mich ein besonders emotionales Ereignis. Denn nach großen Anstrengungen werden wir in Zusammenarbeit mit vielen Akteuren einem kulturhistorisch wertvollen, denkmalgeschützten Gebäude aus dem 17. Jahrhundert nun wieder neues Leben einhauchen“, freute sich Bürgermeister Franz Stahl.

600.000 Euro für Sanierung

Das Gebäude war ursprünglich Teil eines Ackerbürgerhauses, wurde aber zuletzt zum Färben von Stoffen und Tuchen genutzt. Auf Grund seiner niedrigen Deckenhöhe ist künftig eine sogenannte Kaltnutzung geplant. „Sehr gut kann ich mir das Gebäude beispielsweise als Kulisse für unsere historischen Führungen vorstellen“, so Franz Stahl.

Die Gebäudesanierung ist mit 600.000 Euro brutto veranschlagt, 500.000 Euro sind förderfähig. Von dieser Summe erhält die Stadt aus dem Programm Förderoffensive Nordostbayern eine Förderung von 90 Prozent, das sind 450.000 Euro. Zusätzlich sind bei der Bayerischen Landesstiftung, dem Bezirk und dem Landkreis Fördermittel in Höhe von 78.000 Euro beantragt.

Auch Prockl- und Weinmann-Haus werden saniert

Die Arkaden grenzen an das am Marktplatz befindliche Prockl-Haus (Maximilianplatz 33a), in dem sich das Brunner Café befindet. Auch dieses, aus dem 18. Jahrhundert stammende Gebäude, wird denkmalgerecht saniert. In der ersten und zweiten Etage entstehen insgesamt vier Wohnungen. Die Kosten betragen 900.000 Euro brutto, hierzu fördert die Stadt 70.000 Euro. Zusätzlich sind bei der Bayerischen Landesstiftung, dem Bezirk und dem Landkreis Fördermittel in Höhe von 80.000 Euro beantragt.

Das bereits im 16. Jahrhundert erbaute Haus Maximilianplatz 33 (Weinmann-Haus) wird ebenfalls saniert. In das Erdgeschoss des viele Jahre vom Deutschen Alpenverein Sektion Karlsbad genutzten Gebäudes wird sich das Café Brunner erweitern. In der ersten und zweiten Etage entstehen Büroräume. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen betragen 1,3 Millionen Euro brutto, hierzu fördert die Stadt 70.000 Euro. Zusätzlich sind bei der Bayerischen Landesstiftung, dem Bezirk und dem Landkreis Fördermittel in Höhe von 97.000 Euro beantragt.

Planung, Ausführung und Fertigstellung

Verantwortlich für die Gesamtplanung des Gebäudekomplexes ist das Büro ost 3-Architekten aus Nürnberg. Die Baufirmen kommen aus der Region. So hat die Baumeisterfirma Reim und Kraus ihren Sitz in Schirmitz, die Zimmerei Kraus ihren Sitz in Mähring und die Elektrofirma Hubmann ihren Sitz in Bärnau.

Bauleiter Peter Troppmann: Wir beginnen mit den Arbeiten parallel an allen drei Gebäuden: Während bei den Arkaden im ersten Schritt die Gebäudestatik wiederhergestellt wird, erfolgt beim Prockl-Haus schon in den kommenden Wochen die Dacherneuerung – und beim Weinmann-Haus sukzessive der Innenausbau. Die Fertigstellung des Gesamtareals streben wir für Mitte 2021 an.“

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