Schwerkranke können sich auf den Förderverein verlassen

Weiden. Die Pandemie hatte wenig Einfluss auf die Arbeit der Vorstandschaft des Fördervereins für Schwerkranke. Das bestätigte Vorsitzende Waltraud Koller-Girke in ihrem Rückblick.

Neu gewählt wurde die Vorstandschaft des Fördervereins für Schwerkrankte mit Alexander Brittinger, Gabriele Hagemann, Waltraud Koller-Girke, Bernhard Steghöfer und Robert Weiß (vorne sitzend von links, dahinter die Beiräte). Foto: Reinhard Kreuzer

In Vereinsheim Almrausch tagte der Fördervereins für Schwerkranke und lud zu Neuwahlen ein. Der Verein hat derzeit 303 Mitglieder, im November des Vorjahres konnte die Vorstandschaft knapp 100.000 Euro für Förderungen an Vorstand Michael Hoffmann als Spendenscheck für die Kliniken übergeben werden.

Nach Gesprächen und Förderwünschen des Hospizes beschloss der Vorstand, dass die Kosten für die Palliative Care-Weiterbildung übernommen und auch die Fortbildung für Klangmassagen finanziert werde. Die Ausbildung einer Palliativschwester zur zertifizierten Beraterin und die Ausbildungskosten für einen Palliative-Care-Kurs wurden übernommen. „Weiter konnten wir die Kosten für die Errichtung des Holzzaunes als Sichtschutz für die Palliativstation mit knapp 10.000 Euro zahlen“, sagt die Vorsitzende Waltraud Koller-Girke.

Große Spendenbereitschaft

Schon seit Jahren finanziert der Förderverein Mehrstunden für die Musik- und Atemptherapeutin auf der Palliativstation für ihre wichtigen und umfangreichen Aufgaben in der Versorgung der Patienten“, sagte die Erste Vorsitzende. Kürzlich gab es auch in Letzau ein Konzert „Musik und Text“ zugunsten der Palliativstation. Aber das sind nach dem Bericht des Schatzmeisters Alexander Brittinger nur ein Teil des Spendenaufkommens, aber anschauliche Beispiele, in welcher Höhe man von den Bürgern und Vereinen immer wieder unterstützt werde, sagte Koller-Girke.

Viel von den Gästen gelernt

Die Leiterin des Hospizes Susanne Wagner sprach über die Entwicklung seit der Eröffnung im Februar 2019. Inzwischen wurden 217 Gäste aufgenommen und 201 Personen bis zu ihrem Tod gepflegt und begleitet. „Von diesen Menschen haben wir viel gelernt. Sie haben nicht nur unser Denken und Tun, sondern auch unsere Entwicklung beeinflusst“, so Wagner. Da das
Pflegeteam ab dem ersten Tag ausschließlich aus ausgebildeten Pflegefachkräften bestand, war die größte Herausforderung die Organisation und Strukturierung der Abläufe.

Alles war zu Beginn neu. So haben auch neun Mitarbeiter die Palliative-Care-Basisweiterbildung absolviert, weitere in ergänzenden Aufbaukursen. Inzwischen wurden die Aromapflege zur klassischen Pflege eingeführt und eine Atemtherapeutin gefunden. Klangschalentherapie und die Kinder-Hospizbegleiter des ambulanten Dienstes der Malteser begleiten und betreuen Kinder.

Ergebnis der Neuwahlen

Nach der Entlastung der Vorstandschaft konnte Waltraud Koller-Girke wieder gewählt werden. Es gibt mit Bernhard Steghöfer und Dr. Gabriele Hagemann weitere Stellvertreter.

Schatzmeister bleibt Alexander Brittinger, die Protokolle schreibt Robert Weiß. Als Beiräte fungieren: Landrat Roland Grillmeier, Dr. Helmut Hofmeister, Falk Knies, Dr. Matthias Loew, Landrat Andreas Meier, Angelika Meindl, Oberbürgermeister Jens Meyer, Dr. Eva Nitsche, Kurt Seggewiß, Birgit Tafelmeier, Dr. Sema Tasali-Stoll, Susanne Wagner und Sabine Zeidler.

Als Revisor prüft Dr. Manfred Hausel die Kasse.

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