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Sechs Schockanrufe in Kirchenthumbach und Grafenwöhr

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Kirchenthumbach/Grafenwöhr. Wieder haben Kriminelle mit Schockanrufen versucht, Geld zu erbeuten. Mindestens sechs Fälle in Kirchenthumbach und Grafenwöhr sind der Polizei Eschenbach bekannt. 

Die Anrufe kamen am Dienstagnachmittag: "Gegenüber den Geschädigten im Alter zwischen 76 und 84 Jahren gaben sich die Betrüger am Telefon als nahe Verwandte aus und erzählten, dass 'etwas Schreckliches' passiert sei! Bei einem Unfall hätten sie eine Person tot gefahren bzw. schwer verletzt", wie Polizeihauptkommissar Thorsten Fiebiger von der Polizei Eschenbach erklärt.

Maschen werden immer perfider

Anschließend soll ein angeblicher Polizeiinspektor den Anruf übernommen haben, der den Senioren erklärt habe, dass der Angehörige nur nach Zahlung einer horrenden Summe wieder freigelassen wird. Mit den dramatischen Szenen wollten die Übeltäter erreichen, dass ihre Opfer einen fünfstelligen Betrag herausrücken.

"Auffallend ist, dass die Maschen der Betrüger immer perfider werden. Zum einen handelt es sich bei den Geschädigten überwiegend um Senioren, die dadurch oft um ihre Ersparnisse gebracht werden. Zum anderen wird die Situation für die Geschädigten noch tragischer, da ihnen im Hintergrund eine schluchzende und weinende Person präsentiert wird", erklärt der Polizist. Angeblich die Angehörigen. Die Opfer stehen oft regelrecht unter Schock oder hätten noch länger mit den Anrufen zu kämpfen.

Zum Glück ist in den letzten sechs bekannt gewordenen Fällen laut Polizei niemand auf den miesen Trick hereingefallen. So sei zumindest kein finanzieller Schaden entstanden.

Vorsicht vor Schockanrufen: Wie verhalte ich mich richtig?

Um sich vor solchen Schockanrufen so gut wie möglich zu schützen, hier einige Tipps der Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden.
  • Geben sie am Telefon nie Auskunft über ihre Wohnverhältnisse oder andere sensible Daten. Legen sie gegebenenfalls einfach auf.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Besprechen Sie Forderungen von Bargeld und Wertgegenständen mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor oder sind Sie sich unsicher, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110 oder der Telefonnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.
  • Wichtig: Suchen Sie die Telefonnummer Ihrer Polizei im örtlichen Telefonbuch selbst heraus. Beenden Sie das laufende Gespräch und wählen Sie selbst die Telefonnummer. Benutzen Sie auf keinen Fall die Rückruftaste.
  • Wenden Sie sich an Ihre Angehörigen und weisen Sie sie auf die Vorgehensweisen der Täter hin.

Weitere Tipps und Informationen unter www.polizei.bayern.de, www.polizei-beratung.de oder bei jeder örtlichen Polizeidienststelle.

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