Seniorennachmittag der Gemeinden Wurz und Neuhaus

Wurz. Zum Erntedank lud der Seniorenkreis der beiden Kirchengemeinden Wurz und Neuhaus zum „Tag unserer Lieben Frau vom Rosenkranz“ in die Pfarrkirche St. Matthäus nach Wurz ein. Pfarrer Manfred Wundlechner gestaltete diese Dankandacht mit Aussetzung des Allerheiligsten sehr würdevoll.

Von Tom Kreuzer

Im Gemeindehaus klärte Ortsfeuerwehr Kommandant Thomas Mathes über Brandgefahren im eigenen Haus auf. Bild: Tom Kreuzer
Im Gemeindehaus klärte Ortsfeuerwehr Kommandant Thomas Mathes über Brandgefahren im eigenen Haus auf. Bild: Tom Kreuzer

Nach dem Kirchenbesuch trafen sich die knapp 30 Senioren im Gemeindehaus. Agatha Rippl begrüßte neben Pfarrer Wundlechner auch den Gemeindereferenten Helmut Nürnberger aus Windischeschenbach. Eine große Freude sei es, so Frau Rippl dass es auch in der Gemeinde Püchersreuth eine Seniorenbeauftragte gäbe. Die Anwesende dritte Bürgermeisterin Maria Sauer stellte sich als diese vor. Bei Ämtergängen, Arztbesuchen, Dringlichkeiten zur Steuer, Rente, Erbrechtsinformationen kann sie unterstützend tätig werden. Sauer verwies dabei auf die stetige Erreichbarkeit. Bei Kaffee und Kuchen wurde über Tagesgeschehen wie auch alte Zeiten geplaudert.

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Mittendrin im Geschehen war auch der als Referent eingeladene Ortsfeuerwehr Kommandant Thomas Mathes. Ihm galt das Gehör als es um das sensibles Thema Brandschutzaufklärung bei Senioren ging. Das Risiko, bei einem Wohnungsbrand ums Leben zu kommen, ist für Senioren doppelt so hoch wie für die restliche Bevölkerung. Laut Statistischem Bundesamt sind 61 Prozent der Brandtoten in Deutschland über 60 Jahre alt.

Die Ursachen dafür sind vielfältig: Zum einen nehmen Mobilität und Sinneswahrnehmung mit zunehmenden Alter ab, zum anderen leben viele Senioren allein oder leiden unter Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz.

Es gibt eine Checkliste, die älteren Menschen und ihren Angehörigen hilft, mögliche Gefahrenquellen im Haushalt zu erkennen und das Brandrisiko zu minimieren,

teilte der Feuerwehrmann mit. Neben den Gefahren, welche Mathes sehr eindrucksvoll und realitätsnah schilderte, gab es auch wichtige Themen wie die Rauchwarnmelderpflicht. Unterschätzt werden meist die kleinen Gefahren im Haushalt wie Elektrogeräte und Einbauten die schon in die Jahre gekommen sind. Hierbei ist das Gefahrenrisiko sehr hoch. Wenn dann noch Rettungs- bzw. Fluchtwege fast nicht mehr benutzbar sind ist dies ein weiteres Risiko.

Mathes appellierte sich dringend Gedanken zu machen und sich den Lebensabend in den eigenen vier Wänden schon sicher zu gestalten. Nach diversen „realitätsechten“ Berichten aus den Reihen der Senioren bestätigte sich nun mehr, dass auch bei dieser Altersgruppe Informationen dringend nötig sind.

Mit lobenden Worten über das Referendum überreichte Agatha Rippl und Brigitte Pilz ein kleines Dankeschön zum Brotzeit machen. Weiterer Dank galt allen Helfern, welche zum Gelingen dieses Nachmittages beigetragen haben. Mit weiteren Informationen, was in den nächsten Wochen alles geplant ist, endete dieser doch kurzweilige Nachmittag. Der nächste Seniorennachmittag findet am 19. November in Neuhaus statt.

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