Silbermedaille und Sonderpreis für Lennesrieth

Waldthurn/Lennesrieth. Das 160-Seelen-Dorf Lennesrieth hat beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" mitgemacht und die Silbermedaille gewonnen.

Der Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Fürth-Uffenheim Josef Hofbauer, Bezirkstagspräsident Franz Löffler und der Oberpfälzer Regierungspräsident Walter Jonas (von links) gratulieren den Lennesriethern. Foto: Franz Völkl

Mitte Juni 2022 war die Entscheidung gefallen: Lennesrieth hat beim Bürgerwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Oberpfalzebene Silber und als einzige der beteiligten Ortschaften einen Sonderpreis des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) für die nachhaltige Landnutzung zur Sicherung der eigenen Wasserversorgung gewonnen.

Vergangene Woche war eine Delegation mit Dorfsprecher Werner Ertl, Lennesriether Bürgern, dem Waldthurner Bürgermeister Josef Beimler, sowie dem stellvertretenden Landrat Albert Nickl zur Preisübergabe nach Bodenwöhr gefahren. Dort überreichten der Oberpfälzer Regierungspräsident Walter Jonas sowie der Bezirkstagspräsident Franz Löffler die Auszeichnungen.

Lebensmittelpunkt gerade für junge Familien

In der Laudatio stellte der Leiter des AELF Fürth-Uffenheim, Josef Hofbauer, fest, dass Lennesrieth mit seinen derzeit 160 Einwohnern als Ortsteil von Waldthurn zusammen mit der Siedlung Haselranken und dem kleinen Gewerbegebiet in Maienfeld einen wunderbaren Lebensmittelpunkt, gerade auch für junge Familien bildet.

Wertvoller Baumbestand

Die kleine Ortschaft besticht durch ihren großen Baumbestand aus überwiegend großkronigen Laubbäumen wie Ahorn und Linde. Diesen Baumschatz ist sich die Dorfgemeinschaft bewusst und so ist es eine Selbstverständlichkeit, dass zweimal im Jahr im Rahmen eines Dorfputzes das Falllaub beseitigt wird. Auch um die Pflege des ehemaligen Friedhofs und des angrenzenden Dorfangers kümmert sich die Dorfgemeinschaft in Eigenregie.

Trinkwasser-Qualität verbessert

Das Vereinsleben findet hauptsächlich bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Schützenverein und dem Garten- und Blumenverein statt. So seien die Lennesriether Privatgärten hervorragende Beispiele ländlicher Gartenkultur. Sie sind meist offen gestaltet, haben Gemüse- und Kräuterbeete und beeindrucken durch üppig blühende Stauden- und Blumenrabatten.

Durch eine nachhaltige Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen, die vor allem auf Nutzungseinschränkungen und die Einbeziehung von Zwischenfrüchten basiert, konnte die Qualität des Trinkwassers verbessert und langfristig gesichert werden.

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