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Smart Home gewinnt an Beliebtheit

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Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Noch kann nicht jeder den Begriff „Smart Home“ richtig einordnen. Beschreibt er doch eine Vielzahl von Szenarien und Möglichkeiten, die den Komfort, die Sicherheit und die Energieeffizienz des eigenen Heims in den Vordergrund stellen. 

Smart Home Gadgets und intelligente Haushaltsgeräte weisen den Weg zur Smart Home Zukunft! Bild: pexels (Symbolbild)

Der Markt ist derzeit noch unübersichtlich und viele Smart Home Gadgets wie Alexa werden als Unikat benutzt, ohne es in ein vernetztes System einzupassen. Eine aktuelle Smart Home Studie lässt jedoch verlauten, dass intelligente Technologien zur Hausautomation immer selbstverständlicher in deutschen Haushalten werden.

Laut den Experten von home & smart - dem größten deutschen Online-Magazin zu diesem Thema - werden Smart Home Technologien in absehbarer Zukunft zur Standardausstattung von Gebäuden und Häusern gehören. Diesen Trend hat auch die Bundesregierung verstanden. Sie unterstützt sieben Modellregionen unter dem Gesichtspunkt „Smartes Landleben“. Unter anderem erhält der Landkreis Neustadt/WN aus der Region Oberpfalz eine Million Euro aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung, um in den nächsten vier Jahren digitale Ideen umzusetzen. Der Schwerpunkt des Projekts im Herzen des Oberpfälzer Walds liegt dabei auf der Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Mit dem Geld soll ein digital-analoges Versorgungszentrum eingerichtet werden.

Was ist Smart Home?

Mit Smart Home werden technische Abläufe und Prozesse, die bisher manuell ausgeführt werden, digitalisiert und automatisiert. Dabei wird die Haustechnik mit einem einheitlichen System ausgestattet und vernetzt. Die Funktionen einzelner Geräte lassen sich damit zentral bedienen und aufeinander abstimmen. Im Resultat soll dadurch eine Steigerung des Komforts erreicht werden, wie das folgende Beispiel zeigt: Nach dem Aufwachen dimmt sich langsam das Licht hoch und das Bad wird automatisch auf angenehme 22 Grad erwärmt. Gleichzeitig schaltet sich in der Küche die Kaffeemaschine und das Radio ein.

Häufig werden Smart Home kompatible Gadgets auch im Bereich der Sicherheit und Hausüberwachung eingesetzt. Türen und Fenster können mit Sensoren überwacht und in ein Alarmsystem integriert werden. Bei Reisen oder während des Urlaubs sorgen Anwesenheitsprofile dafür, dass sich die Beleuchtung in unregelmäßigen Abständen ein- und ausschaltet, Jalousien bewegt werden und die Multivisionsanlage aktiviert wird.

Bild: Pixabay (Symbolbild)

Mit Blick auf die steigenden Energiekosten bietet Smart Home ein weites Feld an Möglichkeiten, die die Energieeinsparung in den Vordergrund rücken. Sofern sich die Heizung automatisch absenkt, wenn die Bewohner das Haus verlassen, macht sich das bei der monatlichen Abrechnung bemerkbar. Mit der Integration einer Photovoltaikanlage werden diese Ergebnisse weiter verbessert. So schaltet sich zum Beispiel die Waschmaschine nur dann ein, wenn der Verbrauch an Energie aus eigener Produktion gedeckt werden kann.

Ein nächster Schritt wird unter dem Stichwort „Internet of Things“ (IoT) verstanden. Das ist ein Sammelbegriff für Technologien, die es ermöglichen, mithilfe des Internets physische und virtuelle Gegenstände so miteinander zu verknüpfen, dass sie untereinander kommunizieren können. Das Internet macht es dabei möglich, dass die Vorgänge aus der Ferne gesteuert werden. Das Smart Home denkt also mit und nimmt den Menschen viele Handgriffe des täglichen Lebens ab.

Smart Home und seine Akzeptanz in der Bevölkerung

Als Treiber für den wachsenden Markt lesen die Marktforscher von Splendid-Research, die für die Smart Home Monitor 2021 Umfrage verantwortlich sind, fünf Ansatzpunkte heraus. Kommunikation und Entertainment liege dabei mit 63 Prozent Zustimmung an erster Stelle. Zudem tritt mit den steigenden Energiekosten und dem wachsenden Umweltbewusstsein die Suche nach energieeffizienten Anwendungen in den Vordergrund. 55 Prozent der Befragten nennen dies als Hauptgrund für den Wunsch nach intelligenten Systemen.

Der Trend zum sogenannten „Cocooning“ beschreibt den Rückzug ins häusliche Privatleben, der durch die Corona-Beschränkungen befeuert wird. Dieser Abgang in die eigenen vier Wände werde von einem erhöhten Sicherheitsbedürfnis begleitet, dass für 31 Prozent der Befragten von Relevanz ist. Der Komfort trägt immer noch für 28 Prozent zum Kaufentscheid bei. Begleitet wird dieser Prozess durch die zunehmende Alterung der Bevölkerung. In Verbindung mit steigenden Gesundheitskosten könne somit der Bereich Ambient Assisted Living (AAL) zukünftig an Raum gewinnen. Dieser leistet einen entscheidenden Beitrag zu einem selbstbestimmteren Leben im Alter und erreicht bereits elf Prozentpunkte.

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