So kommt man auf der Urlaubsfahrt schnell und sicher ans Ziel

Weiden. Rund 40 Prozent der deutschen Urlauber fahren laut einer aktuellen Umfrage mit dem Auto in den Urlaub. Auch wenn die Reise mit dem eigenen PKW viele Vorteile hat, gibt es einige Faktoren, die die Fahrt zum Urlaubsort zur Zerreißprobe machen können. ATU Experte Christopher Lang gibt nützliche Tipps, wie Fahrerinnen und Fahrer schnell und vor allem wohlbehalten am Zielort ankommen.

Mit den richtigen Tipps kommen Fahrer:innen wohlbehalten und schnell an ihr Ziel. Foto: ATU

Gerade in der Urlaubszeit ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den Straßen zu rechnen. Wer seine Abreise flexibel und vorausschauend plant, erspart sich bei An- und Abreise nervliche Strapazen, weiß ATU-Experte Christopher Lang: „In den Ferienzeiten ist von Montag bis Donnerstag und außerhalb des Berufsverkehrs meist deutlich weniger los.“ Empfehlenswert ist auch, sich im Vorfeld über Baustellen und mögliche Ausweichrouten zu informieren.

Rettungsgasse rechtzeitig bilden

Laut der ADAC-Staubilanz sind die Pfingstferien besonders stauanfällig. Im letzten Jahr standen Autofahrer am Freitag vor dem Pfingstwochenende rund 2300 Stunden im Stau. Wenn der Verkehr ins Stocken gerät, ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt: „Bei Stau ist die Bildung einer Rettungsgasse gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt Lang. „Dazu weichen die Fahrzeuge auf der linken Spur nach links aus, alle anderen auf die weiteren Fahrspuren nach rechts“, führt der Fachmann aus.

Die Rettungsgasse sollte so lange bestehen bleiben, bis sich der Stau vollständig aufgelöst hat oder die Einsatzkräfte die Weiterfahrt freigeben. Gleichzeitig warnt er vor übereilten Spurwechseln: „Man hat häufig das Gefühl, dass es auf der anderen Spur schneller geht – aber wer im Stau ständig die Spur wechselt, blockiert nur den nachfolgenden Verkehr und kommt in der Regel nicht schneller ans Ziel.“

Tipps gegen Reiseübelkeit

Neben Staus kann auch Reiseübelkeit die Vorfreude auf den Urlaub trüben. „Das äußert sich beispielsweise in Form von Kopfschmerzen, Schweißausbrüchen oder Erbrechen“, zählt ATU-Experte Lang auf. „Bei Beschwerden sollten Betroffene den Kopf still halten und einen Punkt am Horizont fixieren – am besten eignet sich dafür der Beifahrersitz. Auch hilft Ablenkung durch Gespräche oder Musik. Lesen oder das Smartphone verstärken die Symptome“, sagt Lang.

Vorbeugen können Betroffene, indem sie vor Fahrtantritt Obst statt salziger oder fettiger Speisen zu sich nehmen. Auch eine Nachtfahrt kann sinnvoll sein: „Die Reisezeit kann so mit Schlaf überbrückt werden, die Reiseübelkeit bleibt aus, da der Gleichgewichtssinn im Schlaf inaktiv ist“, erklärt der ATU-Experte abschließend.

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