(Sonntagsfrage) Gendern Ja oder Nein?

Nordoberpfalz. Die Gender-Debatte eskaliert zum Krieg um das Sternchen. Muss das sein? Findet ihr "gendern" im Sprachgebrauch gut? 

Die einen sagen „längst überfällig“, die anderen sagen „vollkommen übertrieben“! Ob und in welcher Form Sprache geschlechtersensibel sein soll, darüber scheiden sich oft die Geister. Grundsätzlich soll mit dem Gendern die Gleichbehandlung der Geschlechter zum Ausdruck gebracht werden. Denn es geht schließlich um das gelebte und gefühlte Geschlecht und nicht um das biologische. 

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov von statista erachten rund 28 Prozent der befragten Frauen geschlechtergerechte Sprache als sehr unwichtig. Unter den befragten Männern waren es rund 34 Prozent, die ebenfalls diese Meinung haben. Interessant ist dabei, dass gerade mal 18 Prozent der 970 Befragten gendern als eher wichtig betrachten. Du willst noch mehr über die Studie erfahren, dann schau dir den Link an statista.com/statistik/daten/studie/1120925/

Aber was sind eigentlich die Pros und die Contras? 

Die geschlechtergerechte Sprache ist ein wichtiger Aspekt, um die im Grundgesetz verankterte Gleichbehandlung der Geschlechter zu fördern. Das ist definitv ein Argument dafür. Außerdem belegen Studien, dass Sprache die kindliche Wahrnehmung von Berufen prägt. Das heißt werden die Berufe in einer männlichen und weiblichen Form genannt, trauen sich Mädchen typisch männliche Berufe eher zu. 

Auf der anderen Seite führt gendern nicht zur besseren Bezahlungen von Frauen. Und somit schafft gerechte Sprache noch keine gerechtere Welt. Bei manchen Menschen erweckt Gendern den Eindruck, ein Sprachkorsett auferlegt zu bekommen. Diese wehren sich bewusst dagegen die neuen Regeln anzuwenden und es kann zu einer Rückkehr zu konservativen Wertevorstellungen kommen.

Was denkst du dazu? Würdest du gendern? Lass es uns wissen und mach bei unserer Umfrage mit. Sag uns deine Meinung auch gerne in den Kommentaren!

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