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SPD-Vorstoß: Weiden soll essbare Stadt werden

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Weiden. Die Weidener Sozialdemokraten bringen am 18. November einen Antrag in den Umweltausschuss ein. Im Stadtgebiet sollen mehr Obstbäume gepflanzt werden und in den Blumenbeeten sollen Kräuter gedeihen.

Die SPD-Fraktion im Weidener Stadtrat will zukünftig mehr Obst- als Zierbäume im Stadtgebiet pflanzen lassen. Foto: privat

Erbeeren, Tomaten und Basilikum könnten bald in so manchen städtischen Blumenkübeln wachsen und gedeihen. Zumindest, wenn es nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion im Weidener Stadtrat geht. Die bringt am 18. November einen Antrag im Hauptverwaltungs-, Umwelt- und Energiewendeausschuss ein. Sie wollen das Oberzentrum der Nordoberpfalz in eine essbare Stadt verwandeln. "Urban Garden ist ein Trend, den wir auch hier versuchen wollen umzusetzen", erläutert Fraktionssprecher Roland Richter.

Stadtgarten lädt die Bürger zum Ernten ein

Seit drei Jahren gibt es an der Stadtmauer bereits mit dem Stadtgarten ein kommunales Fleckerl Erde, an dem Gemüse angebaut wird. Die Stadtgärtnerei hatte ihn 2018 als Pilotprojekt angelegt. Jeder, der möchte, kann sich dort kostenlos bedienen. Ein gesundes Angebot, von dem allerdings nach wie vor nur die allerwenigsten Weidener wissen.

Das wollen wir noch bekanntermachen,

erläutert Richter. Dass die Sozialdemokraten jetzt ihren Antrag stellen, kommt nicht von ungefähr. "Gerade in Zeiten, in denen der Klimawandel in aller Munde ist, sollte man den lokalen Anbau von Nutzpflanzen forcieren", fordert der Kommunalpolitiker.

Kommunen müssen regionale Produkte unterstützen

Denn kurze Transportwege bedeuten gleichzeitig auch kleinere Co2-Fußabdrücke zu hinterlassen, ist sich der Fraktionsschef sicher. In seinen Augen sind es gerade auch die Kommunen, die mit gutem Beispiel vorangehen und regionale Produkte unterstützen müssten. Doch ihm ist natürlich klar, dass die paar Weidener Kolhrabi-Beete nicht die Erderwärmung werden stoppen können.

Drei Vorschläge haben die Sozialdemokraten in ihrem Antrag aufgelistet. So sollen in unmittelbarer Nähe zu den Spielplätzen Fruchtgehölze wie Esskastanien oder Walnuss- und Obstbäume Wurzeln schlagen. Im Altstadtbereich sollten in mindestens drei Kästen die Blumen den Weg frei machen für Kräuter. Die Innenhöfe des Waldsassener Kastens oder der Volkshochschule haben die SPD-Stadträte als geeignete Standorte dafür ausgemacht.

Eigener Verein soll aus der Taufe gehoben werden

Und zum Dritten sollte langfristig entweder ein eigener Verein aus der Taufe gehoben werden, oder eine Pflege-Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein und der Stadtgärtnerei eingegangen werden. Apropos Stadtgärtnerei. Die würde die SPD-Idee tatkräftig unterstützen. "Denkbar wäre aber auch, dass Bürger Patenschaften für bestimmte Beete übernehmen", betont Richter.

Damit die Weidener wissen, wo sie ihren Obstpflücker ansetzen dürfen oder mit dem Messer den Kohlrabi um einen Kopf kürzer machen können, sollten an den Bäumen oder den Beeten gelbe Bänder angebracht werden. Nach Ansicht von Richter ist die Idee finanziell umsetzbar. "Es fallen nur geringe Kosten an, die durch den laufenden Haushalt gedeckt werden können", ist er überzeugt.

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