SpVgg SV setzt Serie fort

Weiden. Die Serie der SpVgg SV bleibt bestehen. Am 24. Spieltag der Bayernliga Nord blieb die Galasek-Elf im elften Spiel in Folge ungeschlagen. Gegen den Tabellenzweiten SV Seligenporten blieb sowohl Heim-Torhüter Dominik Forster, als auch Gästekeeper Christopher Pfeiffer ohne Gegentor. So blieb am Ende für beide Mannschaften ein leistungsgerechtes 0:0. 

von Stephan Landgraf

Die SpVgg SV ist derzeit nach elf Spielen ohne Niederlage nicht zu bezwingen. Vor 350 Zuschauern erreichten die die Schützlinge um Trainer Tomas Galasek ein 0:0 gegen den Tabellenzweiten SV Seligenporten. Durch das Remis gelang es den Nordoberpfälzern jedoch nicht,  den Rückstand auf die vordere Spitze zu verkürzen.

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Auch in der Saison 2016/17 ein „Schwarz-Blauer“ – Robert Wendl. Am Samstag beim 0:0 gegen den SV Seligenporten überzeugte der Defensivspezialist. Bild: SpVgg SV/Werner Franken

Lob von beiden Trainern

Die Teams schenkten sich auf dem tiefen Rasen über 90 Minuten nichts.

„In den ersten 45 Minuten hatten wir bei so manchen Chancen der Gäste Glück und in der Pause habe ich meinen Akteuren klar gemacht, dass wir nur gemeinsam und über den Kampf in diesem wichtigen Spiel bestehen“

sagte SpVgg SV-Coach Galasek nach der Partie.  In Hälfte zwei beherzigten dies seine Mannen. Deshalb zeigte sich der Tscheche danach erfreut: „Diese Teamleistung verdient ein Lob.“ Sein Kontrahent Florian Schlicker betonte, dass es ihm sehr wohl bewusst gewesen sei, dass seine Mannschaft eine von Galasek taktisch top eingestellte und ausgebildete Truppe erwarten wird. „Wir konnten aufgrund des Bodens spielerisch unser Können nicht unter Beweis stellen. Aber ich bin stolz auf meine Jungs, die in diesem intensiven Spiel auf beiden Seiten, sehr viele Zweikämpfe angenommen und gewonnen haben“.

Weiden startete wie beim Sieg gegen Alemannia Haibach. Seligenporten stellte um und brachte Stanislaus Herzel und Kai Neuer für Rico Röder und Bastian Herzner neu in die Startelf.  Über 20 Flüchtlinge aus der benachbarten Mehrzweckhalle waren unter den Zuschauern. Sie wurden von der Vorstandschaft der SpVgg SV Weiden, im Rahmen der Aktion des Bayerischen Fußball-Verbandes, ‚BFV gegen Rassismus‘, eingeladen.

SV-Trainergespann forderte Strafstoß

Gleich in der ersten Minute war Coach Schlicker und sein Trainerkollege Serdal Gündogan davon überzeugt, dass Patrick Hobsch unsanft im Strafraum gelegt wurde. „Da wurde klar der Knöchel gestreift, aber der Pfiff des Unparteiischen blieb aus“, so Schlicker. Aber auch Weiden startete seine Konter und Josef Rodler scheiterte nur zwei Minuten später mit einem fulminanten Schuss. Zu einer echten Glanztat forderte nach gut zehn Minuten Marco Christ SpVgg SV-Keeper Dominik Forster heraus. Die Zuschauer erlebten ein sehr rasantes, kampfbetontes Spiel.

„Das ist nun mal ein Männersport und da soll keiner ohne blaue Flecken rausgehen“

erklärte SV-Coach Schlicker. Möglichkeiten ergaben sich auf beiden Seiten. So verpasste Rafael Wodniok per Freistoß aus 23 Metern (25.) und ein gefährlicher Rückpass des Weidener Schlussmanns landete genau bei Hobsch und dessen Ball kullerte langsam auf der Torlinie entlang, bis er vom Innenpfosten wieder ins Spielfeld sprang (35.). Die Auswärtself hatte in der ersten Hälfte klar die besseren Möglichkeiten. Die Platzelf setzte aber nach und Josef Rodler wusste sich immer wieder in Szene zu setzen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff strahlte Hobsch erneut Gefahr aus, doch dessen Schuss konnte Forster gerade noch an den Pfosten lenken. Den Abpraller bekam Fabian Klose aus kurzer Distanz nicht unter Kontrolle (41.). So hatte Weiden Glück, dass es beim 0:0 blieb.

Zweite Halbzeit SpVgg druckvoll:  – Gäste in Hälfte eins stärker

Nach dem Seitenwechsel kamen beide Teams unverändert auf den Platz und die SpVgg SV und erhöhte den Druck. Doch die tolle Kombination von Rodler auf Stefan Graf und dieser auf Wildenauer brachte nichts ein, der Ball flog volley über die Latte (57.). Ebenso verpasste  Mitte der zweiten Hälfte Ralph Egeter, der nach Zuspiel von Neuzugang Lukas Hudec über das Tor zielte. „Weiden neutralisierte nach dem Seitenwechsel die Leistung in der ersten Hälfte meiner Mannschaft“, so der Gäste-Trainer. Seligenporten hatte dann eine weitere sehr gute Chance, als D`Adamo aus vier Metern seinen Kopfball zu hoch ansetzte (73.). Aber auch nach einem Eckball von Christoph Heckenberger verfehlte Johannes Scherm knapp das Tor, indem er den Ball über die Latte setzte. In den letzten Spielminuten tauchte Rodler unermüdlich vor dem Tor von Christopher Pfeiffer auf, aber er und Egeter hatten kein Glück und so blieb es beim gerechten 0:0.

„Wir müssen einfach gegen andere Mannschaften gewinnen, dieses Unentschieden war enorm wichtig, um im oberen Tabellendrittel Fuß zu fassen“

so Galasek.

Vertragsverlängerung von Andreas Wendl

Bereits am Freitag brachte Sportvorsitzender Philipp Kaufmann eine wichtige Personalie in trockene Tücher. Der Sportvorstand einigte sich mit Andreas Wendl auf eine weitere Zusammenarbeit in der nächstn Saison.

„Wir sind stolz darauf, dass sich Andy trotz mehrerer sehr guter finanziellen Angeboten von anderen Vereinen für uns entschieden hat. Das zeigt was für ein toller Kerl und feiner Charakter er ist“,

freute sich Kaufmann nach der Weiterverpflichtung. Wendl, der zu Beginn der Saison 2012/13 vom Lokalrivalen FC Amberg ans Wasserwerk gewechselt war, geht somit in der Spielzeit 2016/17 bereits in sein fünftes Jahr bei der SpVgg SV. Beim Bayernligisten gehört er in der Defensive zu den Leistungsträgern. Kurz nach seiner Vertragsverlängerung zeigte er am Samstag gleich wieder Top-Leistung. So stellte Tomas Galasek fest: „Ihm scheint es so richtig gut getan zu haben, dass er noch ein Jahr bei uns verlängert hat. Es war einfach nur eine Klasseleistung, die er in dieser Partie gezeigt hat.“

Statistik:

SpVgg SV Weiden – SV Seligenporten 0:0

SpVgg SV Weiden: Forster – Scherm,Wendl, Jobst, Wildenauer (76. Reich) – Hudec, Wodniok (69. Heckenberger), Graf, Riester – Rodler, Egeter.

SV Seligenporten: Pfeiffer – Räder (57. Röder), Neuerer, Schäf, Bauer – Herzel, D’Adamo (85. Schwesinger), Worst, Christ – Hobsch (60. Herzner), Klose.

Zuschauer: 350 – SR: Wolfgang Haslberger (TSV St. Wolfgang)

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