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SpVgg SV Weiden erhebt Klage beim Verbandsgericht

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Weiden. Die SpVgg SV Weiden um Vorsitzenden Michael Kurz kritisiert eine Entscheidung des Bayerischen Fußballverbands scharf und will die Sache sogar gerichtlich prüfen lassen. Es geht um die "Quotienten-Regelung" nach dem Saisonabbruch.

Erster Vorsitzender Michael Kurz kritisiert den Bayerischen Fußballverband. Foto: Dagmar Nachtigall. 

Nach Entscheidung des Bayerischen Fußballverbands (BFV) steht seit einer Woche fest, dass die aktuelle Saison abgebrochen und die "Quotienten-Regelung" durchgeführt wird. Die SpVgg SV Weiden will das aber nicht akzeptieren, der Verein hat schon frühzeitig Beschwerde dagegen eingelegt.

Zuvor hatte der BFV die beteiligten Vereine befragt, ob sie lieber zwei Aufsteiger pro Spielklasse und keine Absteiger haben wollten - oder die "Quotienten-Regelung". Das Votum war deutlich, denn 71,11 Prozent entschieden sich für Letzteres. Etwas mit dem sich Michael Kurz, erster Vorsitzender der SpVgg SV Weiden, nicht anfreunden will: „Wir behalten uns vor die Wertung der Saison 2019/2021 vor den Sportgerichten und auch vor einem Zivilgericht überprüfen zu lassen“, erklärt er.

Die Weidener rangierten auf dem zweiten Platze der Landesliga Mitte und standen kurz vor dem Aufstieg in die Fußball-Bayernliga. Das sei durch die neue Regelung nicht mehr möglich, wie der Verein kritisiert.

Beschwerde an den Fußballverband

Laut Spielvereinigung sei der BFV dagegen deutlich großzügiger bei seinen Regionalligavereinen gewesen: "Hier gibt es Play-Off-Spiele und der Ligapokal wird hier weiterhin ausgetragen".

Der Verein soll jetzt eine achtseitige Beschwerde und Erklärung an den BFV weitergeleitet haben. Nach eigenen Angaben weist das Schreiben "deutlich auf die Verletzungen des BFV an ihrer eigenen Satzung hin". Kritik übt die SpVgg an der Tatsache, dass es eine "maßgebliche Entscheidung sei die Spielrunde mit mathematischer Berechnung" abzubrechen. „Dies muss durch den Verbandstag entschieden werden, als höchstes BFV-Organ. Hätte man den Ligapokal wie geplant durchgeführt, bei dem sich auch die Absteiger und Aufsteiger ergeben hätten, wäre die Ligastärke ebenso angewachsen“, so Michael Kurz. Die Verantwortlichen kritisieren, dass Stimmung gegen aufgeblähte Ligen und Wochenspieltage bei den Vereinen gemacht wurde.

Laut SpVgg SV Weiden sei die Sicht und der Vergleich mit der Regionalliga verständlich. Dort werde der Aufstieg in die dritte Liga trotzdem ermittelt, weil dem Vertreter aus der Regionalliga Nord diese Chance gegeben wird. "In den Amateurligen wird das unterbunden." Kurz geht es "einfach um Fairness", wie er sagt. Mit dieser Forderung sei er im Verein nicht allein. Aus Sicht der Spielvereinigung liegt der Ball jetzt beim BFV. Wie es dann weitergeht, werde man sehen.

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