SpVgg SV Weiden muss Lehrgeld zahlen

Weiden. Ernüchterung beim Aufsteiger: Auch das zweite Spiel in der Bayernliga verlor die SpVgg SV Weiden. Gegen den ASV Cham unterlag man mit 0:2.

Nur in dieser Szene mit Chousein Chousein (blaues Trikot) strauchelte Cham, das sich am Ende mit 2:0 durchsetzte. Fotos: Dagmar Nachtigall
Nur in dieser Szene mit Chousein Chousein (blaues Trikot) strauchelte Cham, das sich am Ende mit 2:0 durchsetzte. Fotos: Dagmar Nachtigall
Wird schmerzlich vermisst: Torjäger Michael Jonczy fällt weiter verletzt aus. Foto: Dagmar Nachtigall
Wird schmerzlich vermisst: Torjäger Michael Jonczy fällt weiter verletzt aus. Foto: Dagmar Nachtigall
Moritz Zeitler enteilt dem Chamer Pulk. Foto: Dagmar Nachtigall
Moritz Zeitler enteilt dem Chamer Pulk. Foto: Dagmar Nachtigall
Hoch das Bein: Stefan Graf spitzelt das Leder weg. Foto: Dagmar Nachtigall
Hoch das Bein: Stefan Graf spitzelt das Leder weg. Foto: Dagmar Nachtigall
Dagmar Nachtigall
Dagmar Nachtigall

In diesem Spiel bei tropischen Temperaturen war fast klar, wer den ersten Fehler des Gegners nutzt, gewinnt. „Am Ende waren wir es, die sich belohnt haben“, freute sich der Trainer des ASV Cham, Faruk Maloku, nach dem 2:0 (1:0)-Sieg seiner Truppe beim Neuling. Sein Kollege Rüdiger Fuhrmann sagte: Wir hatten uns viel vorgenommen und sind deswegen sehr enttäuscht heute. Nach der guten Partie in Gebenbach haben wir es heute nicht geschafft, unser Konzept umzusetzen.“

1.317 Zuschauer

Trotz der tropischen Temperaturen hatten 1.317 Zuschauer den Weg ins Spardabank-Stadion gefunden. Sie erlebten zwei junge, kampfstarke Mannschaften, die sich nichts schenkten. Gleich nach dem Anpfiff gerieten die Gastgeber in Gefahr, als sich Dominik Mandula gegen Fabian Helleder durchsetzte und allein auf SpVgg-Keeper Fabian Scharnagl zulief. Der Neuzugang aus Konnersreuth klärte aber gekonnt (2. Minute).

Auf der anderen Seite scheiterte Neuzugang Michael Jonczy in allerletzter Sekunde am heraus eilenden Gästekeeper Michael Plänitz (13.). Es ging weiter hin und her, mit besseren Chancen für die Gäste: So holte Scharnagl dem Chamer Paul Hansen (27.) das Leder vom Fuß und auch Andreas Kalteis scheiterte nach einer Ecke (31.).

Zu viele Einzelaktionen

Auf der Gegenseite setzte Niklas Lang den Ball aus 20 Metern knapp über die Latte (32.) und Michael Jonczy schoss knapp vorbei. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte gingen die Gäste dann in Führung: Der Ex-Weidener Mandula setzte sich über links durch und bediente seinen Mitspieler Kalteis gekonnt; der musste nur noch einschieben.

„Wir müssen unsere Torchancen einfach besser nutzen. Viele Spieler sind gedanklich noch in der Landesliga, trennen sich viel zu spät vom Ball und verzetteln sich oft in Einzelaktionen. Hier sind erfahrene Bayernligaspieler einfach viel cleverer. Da müssen wir uns klar verbessern“, betonte Coach Fuhrmann nach der Partie. Es müsse klar sein, dass es ein schwerer und dorniger Weg hin zum Klassenerhalt sei.

Ausgeglichenes Spiel

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel sehr ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Zweimal hatte Fabian Helleder (51./56.) den Ausgleich auf dem Fuß und Erol Özbay lief nach einem Pass von Stefan Graf alleine auf das Tor zu, wurde von zwei Chamer Abwehrspielern in die Zange genommen und kam zu Fall (58.). Der mögliche Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Thomas Ehrnsperger blieb aber aus.

Weiden brachte dann die Offensivkräfte Josef Rodler, Johannes Rodler und Pavel Panafidin und ermöglichte den Gästen dadurch natürlich mehr Räume. Dies führte dann auch zum entscheidenden 0:2 durch Michael Plänitz, der die Vorlage von Michael Lamecker nutzte (76.).

Kampf bis zum Schluss

Die SpVgg SV kämpfte zwar bis zum Ende, aber ohne Erfolg. Hinzu kam, dass sich die ohnehin schon dünne Personaldecke durch die Verletzungen von Moritz Zeitler (Oberschenkel) und Chousein Chousein (Sehne) noch verschärfte. Trainer Fuhrmann: „Jetzt müssen wir am Samstag zum Favoriten Donaustauf und dann könnte der echte Fehlstart perfekt sein.“ Der Coach appellierte an die Fans, seine Mannschaft dennoch weiter kräftig zu unterstützen.

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