SpVgg SV Weiden wacht nach der Halbzeit auf und feiert noch klaren Sieg

Weiden. Aufatmen bei der SpVgg SV: Mit einem 4:1-Sieg gegen Don Bosco Bamberg verschaffte sich der Neuling Luft im Abstiegskampf der Bayernliga. Einmal mehr überragend: der erst 16 Jahre alte Stefan Pühler mit zwei Toren.

Die Serie von Stefan Pühler (rechts im Zweikampf mit dem Bamberger Max Pfister) wird schon fast unheimlich. Erneut traf der erst 16-Jährige doppelt und war damit hauptverantwortlich für den 4:1-Sieg der SpVgg SV Weiden. Foto: Dagmar Nachtigall
Die Serie von Stefan Pühler (rechts im Zweikampf mit dem Bamberger Max Pfister) wird schon fast unheimlich. Erneut traf der erst 16-Jährige doppelt und war damit hauptverantwortlich für den 4:1-Sieg der SpVgg SV Weiden. Foto: Dagmar Nachtigall
David Bezdicka war zum 3:1 erfolgreich. Foto: Dagmar Nachtigall
David Bezdicka war zum 3:1 erfolgreich. Foto: Dagmar Nachtigall
Dagmar Nachtigall
Dagmar Nachtigall
SpVgg SV Weiden – Don Bosco Bamberg 4:1 (0:1)

Die SpVgg SV hat erneut ihre Heimstärke bewiesen und eindrucksvoll mit 4:1 (0:1) gegen das bis dato punktgleiche Team Don Bosco Bamberg triumphiert. Es dauerte aber eine Halbzeit, ehe die Fuhrmann-Truppe ihre deutliche Überlegenheit auch in Zählbares ummünzte. Dann aber belohnte sich das junge Team durch Treffer von Stefan Pühler (66. 89.) und David Bezdicka. Den Ausgleich erzielte Philipp Pfeiffer (48.) per Eigentor. „Mit diesen drei Punkten haben wir uns von hinten abgesetzt. Danke an die Unterstützung der fast 700 Zuschauer. Sie sind eine wichtige Stütze, gerade für die jungen Spieler“, betonte der stolze Weidener Trainer Rüdiger Fuhrmann.

„Verdienter Sieg“

Sein Kollege Andreas Baumer gratulierte zu einem „verdienten Sieg“ der Weidener. „Wir haben in der ersten Hälfte einigermaßen mitgehalten und sind auch in Führung gegangen. Nach dem Wechsel haben wir aber komplett den Faden verloren und auch in der Höhe verdient verloren.“ In den ersten 45 Minuten hatte Weiden immer wieder sehr gute Möglichkeiten, doch Youngster Pühler, Bezdicka oder Moritz Zeitler vergaben beste Möglichkeiten. „In unserer stärksten Phase haben wir dann ein dummes Tor gefangen“, kommentierte Fuhrmann den Rückstand. Die Abwehr brachte den Ball nicht weg und Ole Littke nutzte diese Unsicherheit in der 36. Minute gekonnt zum 0:1.

Stefan Pühler eiskalt

Fuhrmann: „Unsere Einwechslungen haben nach dem Seitenwechsel mit die Wende gebracht. Gerade das dritte und vierte Tor haben wir sehenswert herausgespielt.“ In der 48. Minute verwirrte Pühler nach einer Hereingabe von Moritz Zeitler die Gästeabwehr und so landete der Ball durch Pfeiffer im eigenen Tor zum Ausgleich. Danach wurde Weiden immer stärker und vor allem Kapitän Stefan Graf zog im Mittelfeld gekonnt die Fäden. „Er gibt den jungen Akteuren die notwendige Sicherheit und Ruhe“, lobte der Coach. Ein herrlicher Angriff über Martin Ruda und Niklas Lang über rechts leitete die Führung ein. Lang passte scharf herein und Pühler vollendete eiskalt zum 2:1 (66.). „Das kann man von einem 16-Jährigen eigentlich nicht erwarten, dass er so abgebrüht und sich wieder mit zwei Treffern belohnt“, freut sich Fuhrmann.

Ösbay bringt frischen Wind

Der eingewechselte Erol Özbay brachte nochmal frischen Wind in die Partie. „Es war ein echt schönes Gefühl, wieder mit dabei zu sein und mitzuhelfen, dass wir gewinnen“, sagte Özbay. In der 88. Minute wurde er nach einem Solo unsanft von den Beinen geholt und Nico Ott sah dafür die Rote Karte. Nach einem erneuten Solo von Özbay musste Torjäger David Bezdicka nur noch einschieben. Nur eine Minute später machte Youngster Pühler mit seinem fünften Saisontreffer zum 4:1 nach erneuter Vorarbeit von Özbay den Sack endgültig zu.

Lob für junge Spieler

„Was mich ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass wir unsere Jungs aus dem Nachwuchsleistungszentrum nicht nur einsetzen, weil sie jung sind, sondern weil sie auch hervorragende Leistung zeigen“, resümierte Coach Fuhrmann. Am kommenden Samstag geht es zu einem weiteren Kellerkind im Aufwind, die SpVgg/FC Bayern Hof. „Dort müssen wir endlich mal unsere Heimleistungen auch mal auch auswärts auf den Platz bringen“, fordert der Trainer.

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