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Staatsministerin gibt Versprechen für Mehrgenerationenhaus

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Mitterteich. Die bayerische Staatsministerin Carolina Trautner hat das Mehrgenerationenhaus in Mitterteich besucht. Gemeinsam mit CSU-Abgeordnetem Albert Rupprecht sprach sie über den Literaturkreis, die Rappelkiste und den Austausch durch Videokonferenz. Am Ende gab sie ein Versprechen.

Birgit Meyer (Mitte) vom Kinderschutzbund berichtet in der "Rappelkiste" von ihrer Arbeit. Über das Mehrgenerationenhaus informieren sich (von links) CSU-Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Bürgermeister Stefan Grillmeier, CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Staatsministerin Carolina Trautner. Bild: Werner Männer

Das Mehrgenerationenhaus feierte in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Um sich ein Bild von dem Projekt zu machen, kam die bayerische Staatsministerin Carolina Trautner in Begleitung von CSU-Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht zu Besuch.

Bürgermeister Stefan Grillmeier stellte das Mehrgenerationenhaus vor. Es sei inzwischen unverzichtbar für Mitterteich geworden. Mit der Arbeiterwohlfahrt als Trägerin der Einrichtung habe das Haus zudem einen starken Partner.

Baugebiet und Babyboom

Grillmeier bedankte sich bei Ministerin Trautner für den Förderzuschlag für den neuen Kindergarten. Er stelle in Mitterteich einen „Babyboom“ fest – über 70 Kinder seien in diesem Jahr schon geboren worden. Deshalb sei ein dritter Kindergarten notwendig.

Es sei auch ein neues Baugebiet geplant. Er habe vor, in den nächsten Jahren etwa 100 neue Wohnungen zu schaffen. Grillmeier erinnerte daran, dass im ersten halben Jahr schon mehr als 78 Bauanträge für Neubauten eingegangen sind.

Corona hat Gesellschaft verändert

Für Bundestagsabgeordneten Rupprecht ist das Mehrgenerationenhaus absolut notwendig. Die Nordoberpfalz sei durch ein ausgeprägtes Vereinsleben bekannt. Das Coronavirus habe aber die Gesellschaft stark verändert. Sie müsse wieder stärker zusammenwachsen. Er dankte deshalb besonders allen, die sich ehrenamtlich engagieren.

Ministerin Trautner meinte dazu, vielleicht könne das Mehrgenerationenhaus dazu beitragen, dass nach der Coronapandemie mehr Zusammenhalt entsteht.

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Erwin Bösl von der Gruppe der Behinderten und Nichtbehinderten berichtete den Gästen über die Arbeit dieser Einrichtung. Bild: Werner Männer
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Stellvertretende AWO-Geschäftsführerin Sabine Kirchmann (links) hieß die CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Staatsministern Carolina Trautner im Mehrgenerationenhaus willkommen. Bild: Werner Männer
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Zum Abschied gab es noch kleine Geschenke für die Gäste. Bild: Werner Männer
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Die Ministerin trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Bild: Werner Männer
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Die ehemalige Leiterin des Mehrgenerationenhauses Gudrun Brill stellte die Aktivitäten im Haus vor. Bild: Werner Männer
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Mehrere Gäste diskutierten mit Staatsministerin Trautner und Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht. Bild: Werner Männer

Stricken, Schach und Computer

Gudrun Brill, ehemalige Leiterin des Mehrgenerationenhauses, stellte dann den Gästen die Gruppen und Vereine vor, die sich im Haus regelmäßig treffen. Die Strickrunde habe aus den Einnahmen vom Verkauf ihrer Arbeiten schon einiges gespendet. Der Arbeitskreis Literatur veranstalte Lesungen und der Schachclub treffe sich auch regelmäßig zu Übungsabenden.

Seit drei Jahren gebe es zudem einen Computerkurs für Senioren. Der Arbeitskreis Heimatpflege lade ebenfalls regelmäßig zu Erzählnachmittagen ein.

Flüchtlingsfrauen und Seniorenprogramm

Laut Jürgen Kirchmann, Projektleiter der Arbeiterwohlfahrt, gibt es eine Migrationsberatung. Die Flüchtlingsfrauen organisieren Begegnungsgruppen. Außerdem kämen die Kinder der Rappelkiste regelmäßig mit den Senioren zusammen. Im nächsten Jahr soll die Lese- und Schreibkompetenz gefördert werden.

Kirchmann erinnerte die Politiker daran, dass für das Mehrgenerationenhaus Zuschüsse wichtig sind und monierte die bürokratischen Hürden für die Nutzung von Förderprogrammen. Rupprecht versprach, so gut wie möglich zu helfen.

Die Staatsministerin, zuständig für Familie, Arbeit und Soziales, erkundigte sich dann nach der Vernetzung mit anderen Mehrgenerationenhäusern. Sabine Kirchmann berichtete von einem regelmäßigen Austausch, in Zeiten der Pandemie meist über Videokonferenzen.

Hilfsversprechen

Auf das ausführliche Gespräch folgte ein Rundgang durchs Haus. Im Obergeschoss berichtete Erwin Bösl von der Arbeit der Gruppe der Behinderten und Nichtbehinderten. Die Gäste kamen anschließend zu Annette Beer und Birgit Meyer vom Kinderschutzbund.

Die Staatsministerin zeigte sich beeindruckt von der Einrichtung und versprach, so weit wie möglich zu helfen. Bürgermeister Grillmeier bedankte sich bei der Ministerin für den Besuch mit einem Blumenstrauß und bat sie, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.

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