Stadtrat: Keine Auslichtung des Parkschilder-Walds

Pressath. Die große Parkfreiheit kehrt in dem Städtchen nicht ein. Nur in der östlichen Schulstraße will das Kommunalparlament zukünftig auf die Parkscheibe verzichten.

Die „wild“ angebrachten Aufkleber haben die Parkzeitbegrenzung in der Schulstraße östlich des Schellenbergs schon fast unleserlich gemacht, nun soll sie wenigstens hier endgültig fallen: Dies beschloss der Stadtrat einstimmig. Foto: Bernhard Piegsa

Das große Schilderwald-Auslichten ist es nicht geworden: Nur in der östlichen Schulstraße jenseits des Schellenbergs fällt die Parkscheibenpflicht. Sonst konnte sich der Pressather Stadtrat aber nicht dazu durchringen, in der Innenstadt die große Parkfreiheit zu proklamieren: Auf allen übrigen Straßenabschnitten und Plätzen bleibt es bei zeitlichen Begrenzungen.

So bleibt es auf dem „Dostlerparkplatz“ hinter dem Rathaus, an der westlichen Schulstraße beim Haus Nummer 2, am unteren Schellenberg, an der oberen Reinwaldstraße unterhalb des Pfarrhofs bei der geltenden Höchstzeit von einer Stunde, um den Behörden, Geschäften und Einrichtungen in diesen Bereichen Kunden- und Besucherparkplätze zu sichern, die sonst möglicherweise durch Langzeitparker blockiert würden. Auf dem „Dostlerparkplatz“ bleiben deshalb auch die Mitarbeiterparkplätze beim Rathaus und unter der Überdachung gegenüber dem „Kaplanhaus“ bestehen.

Verlängerung der Höchstparkdauer

Für die Stellplätze bei den Häusern Hauptstraße 14 bis 20 wird die Höchstparkzeit von einer auf zwei Stunden verlängert, um längere Besuche des Rathauses, des Altenheims oder eines Friseursalons zu ermöglichen. An der oberen Reinwaldstraße soll der besonders kurze oberste Parkplatz in einen Fahrradstellplatz umgewandelt werden, da die dort abgestellten Autos oft mit ihrem Heck weit in den Gehsteig hineinragen.

Lediglich längs der östlichen Schulstraße hielt das Ratsgremium den Parkscheibenzwang für entbehrlich. Fast alle Beschlüsse ergingen einstimmig, nur bei der Entscheidung in Sachen Reinwaldstraße gab es eine Gegenstimme.

Tempo 30 in Eichelberg

Ebenfalls einstimmig gaben die Räte einem Antrag der Eichelberger Dorfgemeinschaft auf Ausschilderung einer Tempo-30-Zone für die Ortsdurchfahrt statt. Das Ordnungsamt und die Polizei hätten eine solche Regelung gebilligt, informierte Bürgermeister Bernhard Stangl. Cornelia Träger (CSU) beklagte, dass auf der engen und kurvigen Ortsstraße, die eigentlich nicht mehr als Tempo 30 vertrage, dennoch immer wieder Raser unterwegs seien und Passanten, insbesondere Kinder, gefährdeten.

Der Rathauschef lässt derzeit prüfen, zusätzlich eines der Ortsschilder ein Stück weiter Orts-auswärts zu versetzen, um die Tempo-30-Zone noch verlängern zu können: „Zwischen der Ortstafel und einem Tempo-30-Zonen-Schild müssen mindestens zehn Meter Abstand bestehen.“

Stadt baut Bremsschwellen ein

Der Verdacht, dass eine zeitweilige Häufung von Fahrzeugen mit auswärtigen Kennzeichen in der Ludwig-Bock-Straße auf kriminelle Aktivitäten hindeuten könnte, habe sich nach polizeilichen Ermittlungen nicht bestätigt, allerdings gefielen sich manche Autofahrer darin, im Wendekreisel sinnlos „Runden zu drehen“. Diesem Unwesen hoffe die Stadt durch Montage von Bremsschwellen ein Ende zu bereiten.

Gegen eine Verlängerung von Susanne Reithmayers (CSU) Mandat als Vertreterin der Stadt im Fördergeldvergabe-Gremium der ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung)-Region VierStädtedreieck  erhob sich kein Einwand, Christian Mörtl (SPD) bleibt Stellvertreter.

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