Sterzer Rundweg wird für Reiter gesperrt

Mitterteich. Der Mitterteicher Stadtrat stimmt dem Antrag des Staatsforstbetriebs Waldsassen zu. Pferdeäpfel werden nicht weggeräumt und verschmutzen ein beliebtes Ausflugsziel für Familien.

Auf dem Sterzer Rundweg gibt es mehrere Stationen unter anderem auch einen Fußfühlpfad. Er wird gerne von Kindern genutzt. Foto: Werner Männer

Der Staatsforstbetrieb Waldsassen schlägt Alarm. Auf dem Sterzer Rundweg bei Großensterz, der im Bereich der Waldnaabaue liegt, verschmutzen immer wieder Pferdäpfel den Weg. Deswegen beantragte der Forstbetrieb diesen Wegabschnitt für Reiter zu sperren. Nach einigen Diskussionen stimmte der Mitterteicher Stadtrat mit zwei Gegenstimmen dem Antrag zu.

Der Rundweg wird von Familien mit Kindern stark frequentiert. Er ist Bestandteil der Erlebniswelt Waldnaabaue. Hier gibt es einen spannenden Walderlebnispfad mit zwölf Stationen. Aber auch Spaziergänger, Walker und Jogger sind hier unterwegs. Für das Sauberhalten ist die Stadt Mitterteich zuständig. Das kostet viel Zeit.

Polizei soll das Verbot überwachen

Der zuständige Revierförster hatte schon die Initiative ergriffen, Reitvereine und Privatleute angesprochen und auf das anrüchige Problem hingewiesen. Bislang aber ohne Erfolg. Die Pferdeäpfel werden nach wie vor nicht weggeräumt. Deshalb hat er im Namen des Forstbetriebs Waldassen den Antrag auf Sperrung gestellt. Das Aufstellen der Verbotsschilder soll der städtische Bauhof übernehmen.

Dass Reiter und Familien in diesem Bereich nicht gut zusammenpassen, dieser Ansicht ist Rathauschef Stefan Grillmeier. Auch die Entsorgung des Pferdekots sei nicht so einfach, betonte er. Vorgesehen ist, dass die Polizei und die Sicherheitswacht die Einhaltung des Verbots überwachen.

Kein Schilderwald im Staatswald

Für Stadtrat Gerhard Greim ist das Thema nicht neu und auch eine Karenzzeit, wie es sein Kollege Heribert Hegen gefordert hatte, brauche es seiner Meinung gar nicht. Ihn störe aber der Schilderwald. Ortssprecherin Michaela Burger aus Großensterz berichtete, sie habe nur einmal einen Reiter angetroffen und sie habe auch keine Pferdeäpfel gefunden. Auch sie wehrt sich gegen einen Schilderwald. Schlussendlich wurde mit nur zwei Gegenstimmen das Reiterverbot ausgesprochen.

Zugestimmt hat das Gremium auch dem Förderprogramm im nächsten Jahr. Insgesamt sind Maßnahmen in Höhe von fast 3,8 Millionen Euro vorgesehen. Der Bürgermeister erwähnte, dass unter anderem die Sanierung des historischen Rathauses, der Eishalle sowie die Sanierung des Anwesens in der Vorstadt und der Umbau des Oberen Marktes anstehen. Hier soll der Zoiglbrunnen entstehen.

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.