Stolze Gewinner des Wirtschaftsjunioren-Wettbewerbs “MINT Sprint”

Weiden. Lachende Gesichter im Denk.max Stadtlabor: Regierungspräsident Walter Jonas zeichnete die Gewinner des Wettbewerbs "Mintsprint" aus. Die Schüler der Nordoberpfälzer Mittelschulen glänzten mit ihren Leistungen.

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Die stolzen Gewinner des MINT Sprint-Wettbewerbs der Wirtschaftsjunioren zeigen sich stolz mit Regierungspräsident Walter Jonas. Foto: Martin Stangl

Derzeit geben sich fortlaufend hohe Amtsträger aus der Oberpfalz und sogar der Bundespräsident ein Stelldichein in Weiden. So ließ es sich der Regierungspräsident Walter Jonas nicht nehmen, mit seinem persönlichen Erscheinen, die Sieger eines aufsehenerregenden Wettbewerbs der Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz auszuzeichnen.

Wirtschaftsjunioren fördern die Mittelschulen

Im Namen der Wirtschaftsjunioren begrüßte der Geschäftsführer der IHK Nordoberpfalz Florian Rieder Schülerabordnungen der prämierten Mittelschulen aus der Region im Weidener „Stadtlabor“. Anlass war die Preisverleihung im Rahmen des Projekts „MINT Sprint“.

Der Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Oberpfalz Elias Ackermann zeigte sich hocherfreut, dass neben den Schülerabordnungen mit ihren Betreuungslehrern auch die Schulamtsdirektorinnen aus Tirschenreuth Martina Puff und ihre Kollegin Elisabeth Junkawitsch (Staatliche Schulämter im Landkreis Neustadt/WN und in der Stadt Weiden) und auch Regierungspräsident Walter Jonas der hochkarätigen Veranstaltung beiwohnten. Auch die Wirtschaftsförderer der Nordoberpfalz, die in der Jury ihre Bewertung abgaben, waren vertreten.

Knifflige Aufgabe zu bewältigen

Ziel der Wirtschaftsjunioren war es, den Nachwuchs aus den Mittelschulen für technische Lösungen zu begeistern. Dazu konnten die Mittelschüler der Nordoberpfalz mithilfe regionaler Unternehmen Lernroboter für den Unterricht anschaffen. Es galt zu zeigen, was die digitalen Helfer drauf haben. Die Vorgabe war, eine pfiffige Lösung für eine fiktive Fahrradfabrik zu entwerfen, die mittels Automatisierung den Produktionsablauf effizienter machen sollte.

Erstaunliche Lösungsansätze der Mittelschüler

Die Vertreter der Mittelschule Erbendorf erhielten den dritten Preis, der mit 1.000 Euro dotiert war. Sie konstruierten mit dem Lego-Bausatz das „Seitenschlag-Messgerät Rimmy“.
Die Grund- und Mittelschule Pressath präsentierten eine automatisierte Sortieranlage und erhielten dafür als Zweitplatzierte einen Scheck über 2.000 Euro für die Schule.
Auf dem ersten Platz landete die Grund- und Mittelschule Kirchenthumbach mit einer automatisierten Anlieferungs- und Lagerlösung. Sie erhielt dafür eine Gewinnsumme von 3.000 Euro.

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Die Abordnung der Mittelschule Kirchenthumbach erhielt für ihre Automatisierungsanlage den 1. Preis beim MINT-Wettbewerb der Wirtschaftsjunioren. Foto: Martin Stangl

MINT gewinnt

Dass die Schüler durchaus für die MINT-Schulfächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu begeistern sind, bestätigte die Schulleiterin der preisgekrönten Kirchenthumbacher Schule Andrea Wolfram und Betreuungslehrer Benedikt Heinl: „Gerade unsere Mädchen sind begeistert!“

Und man sieht es den Mädels und Jungs aus der 6. Klasse an: Hoch konzentriert starten sie die Demonstration ihrer Lager-Automatisierungsanlage. Gemeinsam entwarfen sie aus Legobausteinen optimierte Förderfahrzeuge, die mittels Software-Steuerung wie durch Geisterhand durch die Anlage navigierten.

Regierungspräsident Walter Jonas ist begeistert

In seiner humorvollen Laudatio dankte der höchste Regierungsbeamte der Oberpfalz zunächst den Schülern: „Alle teilnehmenden Schüler haben gewonnen, nicht nur die hier anwesenden.“ Begeistert zeigte er sich von der Quote der beteiligten Schulen: „Von 20 nordoberpfälzer Mittelschulen haben 17 bei diesem Wettbewerb mitgemacht. Dafür danke ich besonders den engagierten Lehrkräften. Sie beweisen, dass Sie an der Zukunft unseres Nachwuchses großes Interesse haben.“

Nicht zuletzt lobte er das Engagement der Wirtschaftsjunioren Nordoberpfalz: „Ihr habt es perfekt verstanden, eine Brücke zwischen Schule und Wirtschaft zu schlagen. So wird mir um die Zukunft unserer Oberpfalz nicht bange.“

Große Begeisterung rief zum Schluss die Ankündigung von Florian Rieder hervor, der den Sonderpreis für alle Preisträger verkündete: „Ihr dürft in Kürze zu Audi nach Íngolstadt fahren, um die praktische Anwendung von Automatisierungsanlagen live zu sehen“.
Bevor es wieder zurück in die Schulen ging, konnten sich die Schüler zu Streichinstrument-Klängen von Christoph und Janusz Skutella mit einer Brotzeit stärken.

Kommentar: Bravo Wirtschaftsjunioren – bravo Mittelschulen!

Es ist Zeit, endlich mit den alten Klischees aufzuräumen.

Über 80 Prozent der eingeladenen Mittelschulen haben beim MINT-SPRINT Wettbewerb der Wirtschaftsjunioren mitgemacht. Das ist vor allem den engagierten Schulleitungen und Betreuungslehrern zu verdanken. Sie haben viel Freizeit in die Zukunft ihrer Schüler investiert. Vorbei sind die Zeiten als Goldkettchen-Gerd alias Bastakanzler Schröder die Lehrkräfte pauschal als „faule Säcke“ ungestraft beschimpfen durfte. Es mag den einen oder anderen geben, der nur seinen Job macht. Die große Mehrzahl wird ihrer hohen Verantwortung gerecht und setzt sich für „ihre Kinder“ oder „ihre Jugendlichen“ ein. Bravo!

Auch der Nachwuchs der Wirtschaftsverantwortlichen wird oft durch ein Vorurteil schlecht gemacht: „Die legen sich doch nur ins gemachte Nest, ihrer Vorfahren!“ Zu oft wird übersehen, dass diese jungen Leute mit Risikobereitschaft und viel Engagement ihrer wirtschaftlichen Verantwortung nachkommen.
Gerade die bei den Wirtschaftsjunioren organisierten Führungskräfte wissen: „Wenn es der Region gut geht, dann geht es auch den Betrieben gut. Wenn es den Betrieben gut geht, dann geht es den Menschen gut“. In dieser Überzeugung setzen sie auf den Nachwuchs der Region. Bravo!

Recht hat er, der Herr Regierungspräsident Jonas: „Es gibt nur Gewinner!“ Bravo!

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