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Streit um gratis WLAN (mit Umfrage)

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Weiden. Über den Antrag der CSU, in der Weidner Altstadt einen WLAN-HotSpot zu errichten, wurde in der gestrigen Stadtratssitzung lange diskutiert. Die Meinungen über die Wichtigkeit von WLAN gingen dabei weit auseinander. 

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Die einen fanden, man brauche sowieso in der Altstadt kein WLAN. Denn die meisten Jugendlichen seien eh mit Smartphone unterwegs und da habe man ja ohnehin Internet. Mit Laptop oder Tablet gehe wohl kaum jemand in die Stadt. Die CSU hielt hier dagegen. "Wir behaupten von uns, wir wären eine Hochschulstadt. Aber so weit sind wir noch lange nicht."

Weiden für Jugend attraktiv machen

Vor allem für die Jugend wolle man Weiden attraktiver machen. Und für die rund 3.500 Studenten. Und auch in vielen Nachbargemeinden, wie Neustadt and er Waldnaab gibt es schon gratis WLAN. Auch in großen Städten wie Nürnberg und München ist es bereits normal.

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Oberbürgermeister Kurt Seggewiß gab zu bedenken, dass die Einrichtung eines HotSpots freiwillige zusätzliche Kosten für die Stadt bedeuten würden. "Ich hoffe der Beschlussvorschlag wird abgelehnt. Denn die Kosten stehen nicht mit der Haushaltskonsolidierung im Einklang." Rund 2.000 Euro würde die Einrichtung kosten. Und auch die laufenden Kosten lägen in diesem Bereich.

Stadtrat Roland Richter (SPD) sieht deshalb auch viel mehr die Geschäfte in der Pflicht. "Das ist eine Dienstleistung für die Kunden. Das ist nicht die Aufgabe der Stadt. Obwohl wir dem Gedanken an sich schon positiv gegenüber stehen."

Innenstadt voller HotSpots

"Wenn man durch die Innenstadt geht, wimmelt es nur so von HotSpots. Ich glaube, der Bedarf ist gedeckt", merkte Reinhold Wildenauer (FDP) an. Allerdings, sind diese meist nicht kostenlos und man muss sich von HotSpot zu HotSpot neu anmelden.

Stadtrat Florian Graf bemerkte, dass Finanzminister Markus Söder ohnehin versprochen hatte alle bayrischen Städte bis 2016 mit WLAN-HotSpots auszustatten. "Man kann ja anfragen, ob wir als eine der ersten Städte WLAN bekommen können. So entstehen der Stadt selbst keine Kosten." Auch private Sponsoren wären denkbar.

Regierung soll für WLAN zahlen

WLAN in der Innenstadt fand ein Großteil der Stadträte durchaus sinnwoll. Also einigte man sich am Ende auf einen Kompromiss. Jetzt soll bei der Staatsregierung angefragt werden, um diesen Prozess zu beschleunigen. Der IST-Stand der bereits bestehenden HotSpots wird überprüft und geklärt, ob Handlungsbedarf besteht. Dann wollen die Stadträte weiterschauen, ob die Altstadt in Zukunft komplett mit freiem WLAN ausgestattet wird.

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