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Stromtrassen: Klar ist nur, dass alles offen ist

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Parkstein. Energiewende, Monstertrassen und Erdverkabelung – beim Bürgergespräch im neuen Feuerwehrhaus mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht drehte sich alles darum, wie der Strom von A nach B kommt. Klar ist nur eines: Das Thema bewegt die Gemüter.

Von Benedikt Grimm

Im Moment gäbe es die politische Vereinbarung zwischen Ministerpräsident Horst Seehofer und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, dass die Erdverkabelung bei neu zu bauenden Gleichstromtrassen Vorrang habe. Bei einer Erdverkabelung könne es aber zu einem völlig anderen Trassenverlauf kommen, als bei den bisher geplanten überirdischen Leitungen. So bestehe noch die Hoffnung, dass sie vielleicht überhaupt nicht zu uns kommt, sagte Rupprecht - und wenn doch, dann wenigstens unter der Erde. „Ich will nicht sagen, dass das der harmlose Weg ist“, gab der Volksvertreter zu bedenken. Eventuell würden Ausgleichszahlungen an Landwirte fällig. Oberstes Gebot sei, die „Belastungen für Mensch, Natur und Landschaft möglichst gering zu halten.“ Beim weiteren Vorgehen stünde die Frage im Vordergrund, ob man die Leitung überhaupt brauche. Rupprecht will sicherstellen, dass er möglichst nah dran ist an den Entscheidungen. Nur so könne etwas bewegt werden.

Nicht jeden Blödsinn hinnehmen

Wie viel Strahlung von so einem Erdkabel ausginge, wollte ein Diskussionsteilnehmer wissen. Selbst Fachleute, ob vom Netzbetreiber Amprion oder der Bundesnetzagentur, würden da noch keine sicheren Aussagen treffen können, berichtete Rupprecht, der zum Thema Energieversorgung auch nochmal grundsätzlich wurde: „Ich persönlich halte das Klimaproblem bedenklicher als die Bedrohung durch die Kernenergie“, bekannte der Albersriether. 90 Prozent der Leute hätten ihm aber gesagt, dass sie einen schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie möchten. „Ich habe zugesagt, dass auch so in Berlin zu vertreten. Ich habe aber auch gesagt, dass das Belastungen mit sich bringen wird“, erinnerte Rupprecht. Das heiße aber nicht, dass man jetzt „jeden Blödsinn“ hinnehmen müsse.

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Planungen, wonach eine Stromtrasse das Sauerbachttal queren könnte, beunruhigten einen anderen Bürger. „Das ist ein überregionales Naherholungsgebiet. Da passt das überhaupt nicht hin.“ Power-to-Gas, ein Verfahren, mit dem Windstrom in Methan umgewandelt und dann durch Erdgasleitungen verteilt werden kann, würde eine andere Bürgerin favorisieren. Finanziell nicht zu realisieren, sei da die Einschätzung von Fachleuten, wusste der Bundespolitiker. Die Fachleute seien zwar zuversichtlich, dass man noch neuartige Lösungen finden wird, wann das soweit ist, weiß aber niemand. Innovationssprünge könne man nicht erzwingen.

Wir werden noch sehr vieles machen können, aber wir brauchen eben auch Lösungen für die kommenden Jahre

betonte Albert Rupprecht. Marktrat Georg Burkhard meinte, dass alle an einem Strang ziehen müssten. „Das Wohl der Bürger muss im Fokus stehen“, so Burkhard. Dank für seinen Einsatz zu den Stromtrassen erhielt Rupprecht von Marktrat Michael Gleißner. „Die Kommunalpolitik kann in diesem Fall wenig bis gar nichts ausrichten“, sagte Gleißner. Nur die Landtags- und Bundestagsabgeordneten könnten auf verträgliche Lösungen für Mensch und Natur drängen.

Rupprecht Parkstein OpfEcho Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht stand in Parkstein den Bürgern Rede und Antwort. Die CSU hatte zum Bürgergespräch geladen. Mit im Bild: Bürgermeisterin Tanja Schiffmann (rechts) und 2. Bürgermeisterin Lydia Ebneth (Dritte von rechts). Bild: Grimm

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