SV Kohlberg Röthenbach steigt eine Etage höher

Hirschau. Große Enttäuschung beim TUS Rosenberg: Trotz einer der besten Saisonleistungen verliert der TUS seinen Startplatz in der Kreisliga. Im finalen Relegationsspiel siegt der SV Kohlberg Röthenbach im Elfmeterschießen mit 3:2 (0:0) und steigt eine Etage höher.

SV Kohlberg jubelt: Nein, der VfL Wolfsburg hat sich nicht am Hirschauer Monte Kaolino verirrt. Bild: Dagmar Nachtigall

„Das war eigentlich nicht eingeplant“, gesteht René Niemann auf dem Gelände des TUS Hirschau, „mal sehen, was uns in der Kreisliga erwartet.“ Der der überglückliche Trainer der Kohlberger findet jedoch: „Meine Mannschaft hat es sich über diese lange Saison hinweg nun echt redlich verdient.“

Zwei starke Keeper

Vor allem Keeper René Rohr, der sein Team nicht nur im Spiel inklusive Verlängerung im Rennen hält, sondern auch noch zwei Elfer der Rosenberger pariert, ist Garant für den Erfolg: Die Rosenberger Phillip Witzel und Julian Kurtelov treibt er mit seinen Elfer-Paraden zur Verzweiflung. Aber auch dessen Torwartkollege aus Rosenberg ist bester Mann des Absteigers. Sebastian Moser beeindruckt im Spielverlauf mit starken Paraden, pariert im Elfmeterschießen gegen Yannick Roth – und verwandelt selbst einen Elfer.

Auf Seiten der Kohlberger treffen Fabian Wudy, Adrian Reil und Michael Baumann ins Glück. Für Rosenberg netzen Alexander Bittner und eben Sebastian Moser einmal zu wenig ein. Am Ende steht es 3:2 für den Aufsteiger aus dem Landkreis Neustadt/WN. Die mitgereisten Kohlberger Fans machen über 120 Minuten Stimmung und – feiern nach dem Elfmeterschießen frenetisch ihr Team.

Mit offenem Visier – in die Abseitsfalle

Der TUS Rosenberg hat in der ersten Hälfte ein beeindruckendes Chancenplus. Allein der Ball will nicht ins Tor. Nach dem Seitenwechsel bringt Kohlberg/Röthenbach den da noch höher klassigen Verein durch clevere Spielzüge ins Wanken. Zwei Mal rauscht es im Rosenberger Netz, aber beide Male greift die Rosenberger Abseitsfalle.

Die Zuschauer kommen beim Duell mit offenem Visier zweier hoch engagierter Mannschaften auf ihre Kosten. Kohlberg, dass mit der Lässigkeit des „Nix muss, aber alles kann“ agiert und Rosenberg, das zuvor seine Relegation souverän bestritten hatte, sind sich ebenbürtig. Aber es kann eben nur einen geben – und das ist die Mannschaft, der zuvor bereits mit Losglück ein Spiel erspart blieb. Am Ende haben sie auch im Elfmeterschießen das nötige Quäntchen Dusel.

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