Tännesberg: Ein wertvolles Stück Jugendkultur

Tännesberg. Seit mittlerweile acht Jahren bringt die Jugendkultur Tännesberg e. V. Schwung in das gemeindliche Vereinsleben. Ob "Tropical-Night", Silvesterbar oder Oldtimertreffen: Was die Tännesberger Jugend anpackt, gelingt.

Noch vor der Pandemie: die Mitglieder der Jugendkultur beim Startschuss zur „Tropical Night“. Foto: Jugendkultur Tännesberg

Der Treffpunkt für Jugendliche in der ländlich geprägten Gegend ist wohl in jeder Ortschaft ein sogenanntes „Haisl“. Den jungen Erwachsenen in Tännesberg hat das nicht gereicht, sie wollten sich aktiv als Gruppe am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde beteiligen.

Sprachrohr und Zusammenhalt

„Wir wollten der Jugend ein Sprachrohr bieten und auf deren Wünsche eingehen“, sagt Vorsitzender und Gründungsmitglied Markus Hermann. Daraus entstand die Idee einen politisch, ethisch und konfessionell neutralen Verein zur Förderung der jugendlichen Kultur in Tännesberg zu gründen, der für die jungen Leute einsteht und den Zusammenhalt fördert.

Zur Gründungsversammlung im Mai 2014 erschienen damals 37 junge Erwachsene, mittlerweile hat der Verein 82 Mitglieder. Diese kommen nicht nur aus dem Gemeindegebiet Tännesberg, auch Jugendliche aus den angrenzenden Gemeinden und dem Nachbarlandkreis haben sich der „JuKu“ angeschlossen.

Die Freizeit gemeinsam gestalten

Damit die Jugendkultur ihrem Namen weiterhin alle Ehre machen kann, ist der Verein immer offen für neue Mitglieder ab 15 Jahren. Bei der „JuKu“ steht das gesellschaftliche Leben im Mittelpunkt, die Aktivitäten sind vielfältig und verfolgen immer das Ziel mit einer offenen Jugendarbeit den Gemeinsinn zu fördern.

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den jungen Erwachsenen mit der Organisation und Durchführung von Zeltlagern, Tages- und Wochenendausflügen sowie der Teilnahme an Festen und Umzügen eine interessante Möglichkeit zur Freizeitgestaltung zu bieten.

Dauerbrenner „Tropical Night“

Darüber hinaus bereichert die „Jugendkultur“ seit ihrer Gründung den Tännesberger Veranstaltungskalender mit zahlreichen Terminen und beschert auch dem Nachwuchs beim Kinderferienprogramm unvergessliche Nachmittage.

Das zunächst bekannteste Event der „Juku“ war die erstmals 2014 durchgeführte „Tropical Night“ im „Benefiziatengarten“ am Marktplatz. Die Veranstaltung entwickelte sich zum Besuchermagnet und fand bis zum pandemiebedingten Stillstand jeden Sommer statt.

Immer wieder Volltreffer gelandet

Einen weiteren Treffer landeten die Vereinsmitglieder mit der Silvesterbar am Marktplatz und schafften damit für Jung und Alt eine Anlaufstelle zum Jahreswechsel. Daran erinnert sich Michael Spickenreither gerne zurück, der 26-jährige Tännesberger leitete drei Jahre die Belange des Vereins.

Gemeinsam mit Freundin Lisa Bäumler steht er der „JuKu“ jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe brachte die 20-Jährige aus Gaisheim bei Moosbach zur Jugendkultur, seitdem ist sie fasziniert vom Zusammenhalt im Verein. „Jeder kann sich auf jeden verlassen und alle bieten ihre Hilfe an“, ist Lisa Bäumler beeindruckt.

Hemmschuh Corona

Wie vielerorts hat auch bei der Jugendkultur das Vereinsleben seit Pandemiebeginn stark gelitten, deshalb entschieden sich die Mitglieder im vergangen Jahr ein Oldtimertreffen abzuhalten und die Menschen wieder zusammenzubringen.

Die Veranstaltung Ende September übertraf mit 350 Fahrzeugen aller Art und 1.000 Besuchern alle Erwartungen, die Vereinsmitglieder meisterten den überraschenden Ansturm gewohnt geschickt, eine Fortsetzung ist für dieses Jahr geplant.

„Die Jugendkultur vereint die komplette Jugend, das macht uns einzigartig und unterscheidet uns von den anderen Vereinen“, sagt Florian Knorr, der seit vier Jahren als Mitglied aktiv ist und beschreibt den Verein mit den Worten: Gemeinschaft, Freunde und Heimat.

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