Tierische Freunde auf dem Weg zum Begleiter

Irchenrieth. Die fünf Vierbeiner müssen in der Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums eine ganz besondere Trainingseinheit absolvieren. Was die Fellnasen in den vergangenen Monaten in Dani's Hundeakademie gelernt haben, müssen sie in Irchenrieth in die Praxis umsetzen.

Der acht Monate Havaneser Charly mit seinem Frauchen Angelina Rittner, die selbst in der Förderstätte arbeitet, erlebten am HPZ in Irchenrieth einen ganz besonderen Trainingstag. Foto: Stephan Landgraf
Der acht Monate Havaneser Charly mit seinem Frauchen Angelina Rittner, die selbst in der Förderstätte arbeitet, erlebten am HPZ in Irchenrieth einen ganz besonderen Trainingstag. Foto: Stephan Landgraf
Die Therapiehunde konnten im HPZ jetzt unter Anleitung ihrer Frauchen das bereits Erlernte in der Praxis ausprobieren. Foto: Stephan Landgraf
Der acht Monate Havaneser Charly mit seinem Frauchen Angelina Rittner, die selbst in der Förderstätte arbeitet, erlebten am HPZ in Irchenrieth einen ganz besonderen Trainingstag. Foto: Stephan Landgraf

Der kleine Charly wedelt freudig mit seinem Schwanz und schnuppert in die Luft. Sein Halstuch verrät ihm bereits, dass es gleich los geht. Charly ist ein acht Monate alter Havaneser und macht gerade seine Ausbildung zum Therapiehund. Er besticht durch seine treuen Augen und dem Welpenblick, dem kaum einer widerstehen kann. Charly kennt bereits den Weg in die Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth (HPZ), in dem sein Frauchen Angelina Rittner als Heilerziehungspflegerin arbeitet.

Hundefreunde und Therapiehund sind ein eingeschworenes Team

Doch heute ist kein gewöhnlicher Arbeitstag für Charly und Angelina. Der Junghund ist schon ganz aufgeregt, denn es kommen auch seine Freunde aus der Ausbildungsgruppe von Trainerin Daniela Simon zu Besuch. Nur wenige Minuten später entdeckt Charly seine Freunde Luna, Nala und Jimmy. Die zwei Australien Shepherd-Hündinnen und der Berner Sennenhund absolvieren ebenfalls die Ausbildung zum Therapiehund und die Hundefreunde sind inzwischen schon ein eingeschworenes Team.

An der Seite der Vierbeiner mit dabei sind Annette Bachert und Dr. Katharina Gold. Auch sie werden zukünftig in Einrichtungen mit ihren Hunden anderen Menschen zur Seite stehen und ihnen assistieren.

Vierbeiner lernten in der Grundschule Gehorsam und Erziehung

Bei Trainerin Daniela Simon von Dani’s Hundeakademie aus Eschenbach haben die tierischen Schüler schon so einiges lernen dürfen. In der „Grundschule“ haben die Hunde alles erfahren, was für den notwendigen Gehorsam und die Erziehung eines Hundes essenziell ist. Als Therapiehunde bedarf es aber weit mehr als dies. So haben die Vierbeiner in den weiterführenden Kursen noch wichtige Dinge dazu gelernt, die sie in ihrem zukünftigen Beruf brauchen werden.

Angefangen von Aufgaben, die sie übernehmen können, bis hin zu helfenden Gesten und therapeutischen Übungen. So sind die Mensch-Hunde-Teams unabhängig von ihren Aufgabengebieten in der Lage, Erwachsene und Kinder, sowohl sozial-emotional als auch motorisch zu fördern und zu therapieren.

Jede Menge neuer Gerüche warten auf die Junghunde

Doch nun geht es mit der heutigen Ausbildung weiter. Auf dem Stundenplan steht Praxis. All das, was die fünf Vierbeiner in den letzten Monaten in der Schule gelernt haben, dürfen sie heute in der Praxis in der Förderstätte in Irchenrieth zeigen. Die drei Junghunde sind doch noch sehr aufgeregt, als es in die erste Gruppe der Förderstätte geht. So viele neue Gerüche und Menschen erwarten sie.

Die Spannung merkt man den Dreien deutlich an, doch am Ende überwiegt die Neugierde und nach dem ersten Kontakt mit den Klienten ist das Eis schnell gebrochen. Und natürlich ist es auch für die Menschen mit Beeinträchtigung eine willkommene Abwechslung, dass die bunte Hundeschar zu Besuch ist. Sie freuen sich über die Tricks und den Kontakt mit den Fellnasen und genießen es, diese zu streicheln und ihnen nach erfolgreich durchgeführten Kommandos ein Leckerli geben zu dürfen.

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