Um Sicherheit der Kinder besorgt: Schule benötigt neue Drahtesel

Pressath. Bereits ab dem zweiten Schuljahr können die Pressather Schulkinder gemeinsam mit der Polizei das sichere Fahrradfahren üben. Doch bisher fehlt die richtige Ausrüstung.

Nicht mehr zeitgemäß ist auch nach Überzeugung von Schulverbandsvorsitzendem Bernhard Stangl der Bestand der Pressather Schule an Übungsfahrrädern. Neue „Drahtesel“ sollen angeschafft werden. Foto: Bernhard Piegsa

Verkehrsregeln kennen und verstehen lernen, den Gleichgewichtssinn trainieren: Schon ab dem zweiten Schuljahr üben die Pressather Schulkinder unter polizeilicher Begleitung das Radfahren. Die „offizielle“ Fahrradausbildung und der „Fahrradführerschein“, steht in der vierten Jahrgangsstufe im Lehrplan. Zurzeit verfügt die Grund- und Mittelschule hierfür aber nur mehr über drei in die Jahre gekommene Übungsfahrräder.

Sicherheit hat seit Pandemie nachgelassen

„Im Haushalt ist eine Neuanschaffung nicht vorgesehen, wir werden dafür aber eine Lösung finden“, versprach Schulverbandsvorsitzender Bernhard Stangl. Der Schulverband habe bereits Angebote eingeholt. Lehrerin Monica Wolf begrüßte dies:

„In den letzten Jahren, und vor allem in der Zeit der Pandemie, haben wir bemerkt, dass die Sicherheit der Kinder auf den Rädern nachgelassen hat.“ Für das Radtraining seien schuleigene Fahrräder unverzichtbar, weil die Schüler aus versicherungstechnischen Gründen keine eigenen Räder mitbringen dürften. Wünschenswert sei die Neuanschaffung von zehn Rädern.

Beschulung ukrainischer Flüchtlingskinder

Zur Beschulung ukrainischer Flüchtlingskinder informierte Rektorin Ulrike Neiser, dass Schüler bis zur vierten Jahrgangsstufe in den allgemeinen Unterrichtsbetrieb einbezogen würden. Für ältere Kinder ab zehn Jahren würden in Grafenwöhr und am Gymnasium Eschenbach besondere „Brückenklassen“ mit Unterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch gebildet:

„Der Intensivunterricht im Fach Deutsch umfasst zehn Wochenstunden.“ Nach einem Jahr werde entschieden, welchem Schulzweig die Schüler vor allem aufgrund ihrer Sprachkenntnisse zugewiesen werden könnten.

Digitalisierung des Unterrichts

„Schüler aus Familien, die möglichst bald in ihre Heimat zurückkehren wollen, sind mitunter nur mäßig motiviert, und Kinder aus Volksgruppen, die man in ihrer Heimat als ‚Außenseiter‘ behandelte – vor allem aus Sinti- und Roma-Familien – hatten in der Ukraine häufig gar keinen Zugang zu Schulunterricht und können oft kaum lesen und schreiben“, beschrieb die Schulleiterin ihre Erfahrungen.

Bemerkenswert sei, dass viele ukrainische Kinder in puncto Digitalisierung des Unterrichts sehr viel erfahrener seien als ihre deutschen Altersgenossen. Die Flüchtlingskinder hätten auch dazu beigetragen, dass sich die Schülerzahl in Pressath auf „stabilem bis leicht erhöhtem“ Niveau halte.

Bauarbeiten für neuen Spielplatz

Schließlich informierte Bernhard Stangl über die laufenden Bauarbeiten für einen neuen Spielplatz bei der Laufbahn. Bänke und Tische wollte man mit Sonnensegeln ausgestattet, ferner werde eine Vogelnestschaukel aufgestellt. Die Kosten kann man großenteils durch Sponsoring decken, außerdem sei eine Crowdfunding-Aktion geplant.

„Auf diese Weise machen wir unsere Schule nicht nur digital, sondern auch ‚analog-sportlich‘ ein bisschen attraktiver“, scherzte Bernhard Stangl. Immerhin gehöre es zur guten Tradition des Schülerdaseins, in den Pausen „draußen herumzutollen und zu spielen“. Die Jahresrechnungen 2019 und 2020 des Schulverbands wurden einstimmig entlastet.

Schulklassen zu Ausbildungsmesse eingeladen

Am 15. Oktober von 9 bis 14 Uhr ist wieder „VierStädtedreieck-Ausbildungsmesse“ in der Pressather Mehrzweckhalle. Als Vorsitzender des von den regionalen SPD-Ortsvereinen ins Leben gerufenen Trägervereins lud Schulverbandsvorsitzender Bernhard Stangl den Schulverbund „VierStädtedreieck“ zur Teilnahme ein. Insbesondere sollten die Klassen möglichst geschlossen daran teilnehmen: „Als Ansporn lobt der Trägerverein Geldpreise von 250, 150 und 100 Euro für die Klassenkassen der teilnehmerstärksten Klassen aus.“

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