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Verdoppelung der Palliativplätze in Bayern

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Harlesberg. Sterben ist ein vielfach an den Rand gedrängtes Thema in unserer Gesellschaft. Die allermeisten Menschen befassen sich erst dann mit dem Thema, wenn ein naher Verwandter oder man selbst schwer erkrankt. Dabei bietet gerade die Palliativmedizin viele Chancen. Mit diesem ernsten Thema beschäftigte sich der CSU Kreisverband im Rahmen des "Politischen März".

„Uns ist eine gute palliativmedizinische Versorgung der Menschen wichtig, weshalb wir uns auch mit dem Thema als CSU-Kreisverband befassen möchten,“ betonte CSU-Kreisvorsitzender Dr. Stephan Oetzinger, der die ärztliche Leiterin der Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz AG in Neustadt, Dr. Stephanie Kuchlbauer zum Gespräch auf den Scheidlerhof geladen hatte.

Lebensqualität trotz schwerer Erkrankung

„Palliativ leitet sich  vom lateinischen Wort „pallium“ ab, was übersetzt Mantel bedeutet. Das  Ziel der Palliativmedizin ist vor allem die Beschwerden der Patienten zu lindern,“ erklärte  Dr. Kuchlbauer eingangs. Daher versorgen neben Palliativmedizinern und ausgebildeten Pflegefachkräften beispielsweise auch verschiedene Therapeuten die Patientinnen und Patienten der Palliativstation in Neustadt. Ziel ist es dabei den Patienten trotz schwerer Krankheit wieder Lebensqualität zu bieten.

Hospiz nach Neustadt

„Eine Palliativstation zeichnet sich dadurch aus, dass sie Patienten und auch deren Angehörige ganzheitlich betreut – und sich dafür vor allem Zeit nimmt“, betonte Kuchlbauer. Ziel eines stationären Aufenthaltes sei es, einen Weg für die Patienten zu finden, mit ihrer unheilbaren Erkrankung würdig leben und sterben zu können. Ist dieser Weg gefunden, können viele Patienten auch wieder nach Hause gehen. Darin liege vor allem der Unterschied zu einem Hospiz, in dem eine längerfristige Unterbringung möglich ist. Daher freue sich Dr. Kuchlbauer auch, dass ab dem kommenden Jahr in die Räume in Neustadt nach dem geplanten Umzug der Palliativstation nach Weiden ein Hospiz ziehen soll.

Vernetzung aller Beteiligten

Neben der stationären Palliativmedizinischen Versorgung und dem Hospiz stelle insbesondere die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) unter dem Dach der Kliniken AG eine weitere wichtige Säule der Palliativmedizin in der Region dar. Hierbei komme es laut Dr. Kuchlbauer zu einer guten Vernetzung aller Beteiligten - vom Haus- und Facharzt über die Pflegedienste bis zu den SAPV-Teams im häuslichen Umfeld. Die örtlichen Bedingungen und das Umfeld spielten dabei eine wichtige Rolle.

Ausbau von Palliativ- und Hospizplätzen

CSU-Kreisvorsitzender Dr. Oetzinger lobte das großartige Angebot, welches durch die Kräfte der Palliativstation in Neustadt für die Region geboten werde. Die Bedeutung der Palliativmedizin soll nach dem Willen der CSU bayernweit noch weiter ausgebaut werden. So soll es zu einer Verdoppelung der staatlichen Palliativ- und Hospizplätze kommen. Bernhard Steghöfer hob das große Engagement der ehrenamtlichen sowie des Lions Clubs Lobkowitz bei der Finanzierung des künftigen Hospiz hervor. Diesem komme insbesondere deshalb große Bedeutung zu, da die nächsten stationären Hospize in Bayreuth und Pentling weit entfernt liegen würden.

CSU Kreisvorsitzender Dr. Stephan Oetzinger lobte die professionelle und wertvolle Arbeit in der Palliativstation der Kliniken Nordoberpfalz.

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