Vogelgrippe im Landkreis Cham

Cham/Roding. Seit Sonntag ist der Verdacht bestätigt. In einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Mitterkreith wurde die Vogelgrippe festgestellt. Jetzt werden in einer Großaktion 12.900 Tiere geschlachtet. 

Von Yvonne Sengenberger

Heute im Laufe des Tages werden die knapp 13.000 Tiere getötet. Anschließend werden die Kadaver von einer Tierverwertungs-Firma abgeholt und dort verbrannt. Auf dem Hof wurden Hühner, Enten, Gänse und Puten gehalten.

Noch heute soll außerdem überprüft werden, um welche Art des H5N2-Virus es sich genau handelt. Die Geflügelpest – wie die Vogelgrippe auch genannt wird – ist für Menschen generell nicht gefährlich. Auch, wenn man das Fleisch oder Eier isst, geht von dem Erreger keine Gefahr für die Bevölkerung aus. Für Vögel endet der Virus allerdings meist tödlich.

Deshalb wird der Hof auch weiträumig abgesperrt. Besonders bitter ist der Fall allerdings für die Familie, die den Geflügelhof betreibt. Zwar wird die Versicherung wohl einen Großteil der Kosten übernehmen, der gute Ruf des Hofes wird aber wohl unter den Ereignissen zu leiden haben. Wahrscheinlich haben sich die freilaufenden Tiere bei ihren wilden Verwandten angesteckt.

Allgemeines zur Vogelgrippe:

Das Gebiet wurde abgesperrt. Feuerwehr und THW sind vor Ort
Das Gebiet wurde abgesperrt. Feuerwehr und THW sind vor Ort

Die Geflügelpest oder Vogelgrippe ist vor allem für Hausgeflügel extrem ansteckend. Auf den Menschen übertragbar ist dieser Virus eigentlich nicht. Nur beim Subtyp H5N1 ist auch der Mensch gefährdet. Das kommt allerdings wirklich sehr selten vor.

Wenn der Virus übertragen wird, dann meist bei direktem Kontakt zum Vogel – zum Beispiel durch Einatmen von Staub. Wie oben schon angemerkt ist der Verzehr meist ungefährlich. Selbst, wenn man das Geflügel roh verspeist ist eine Übertragung eher unwahrscheinlich. Pute und Co. sollten aber ohnehin immer gekocht und gebraten werden.

Um sich vor dem Virus zu schützen, sollte man den direkten Kontakt zu Vögeln meiden – vor allem tote Tiere am Straßenrand lieber liegen lassen.

Fotos: NEWS5 / Fricke

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