Kultur

Vom Aufschwung in den Untergang

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Kemnath. Die aktuelle Sonderausstellung des Heimat- und Handfeuerwaffenmuseums beschäftigt sich mit der Geschichte des deutschen Kaiserreichs. Parallel dazu werden Banknoten und Münzen der Kaiserzeit ausgestellt.

"Heimatfront"-Idyll im Ersten Weltkrieg: Markige Sprüche zierten dieses Kaffeeservice von 1916 und den links daneben platzierten Bierkrug von 1914, die in der neuen Sonderausstellung des Kemnather Museums aus Anlass des 150. Jahrestags der Reichsgründung gezeigt werden. Foto: Bernhard Piegsa

Unter dem Titel „Das Deutsche Kaiserreich – Vom Aufschwung in den Untergang“ zeigtdas Kemnather Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum bis 27. März 2022 eine Sonderausstellung. Sie illustriert die Geschichte von der Reichsproklamation bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914. Gestaltet hat sie der Ebnather Historiker Tobias Damberger.

Sonderausstellung gliedert sich in vier Teile

Die Ausstellung ist in vier Teile untergliedert. Der erste Bereich thematisiert die Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871, der zweite Teil beleuchtet das sogenannte Dreikaiserjahr 1888, der dritte Exponatblock bringt die Jahrhundertwende mit ihrem wirtschaftlichen Aufschwung und ihrer Patriotismusbegeisterung näher, und als Letztes wird an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 erinnert.

Militärspielzeug für Kinder

Die Ausstellungsobjekte dokumentieren insbesondere den von einem Patriotismus geprägten, oft in militant-nationalistische Formen abgleitenden Zeitgeist, der etwa bis zur Mitte des Ersten Weltkrieges teils kuriose „Blüten“ trieb. Dabei werden nicht nur Alltagsgegenstände wie beispielsweise Uhren und Tabakpfeifen, sondern auch militärisches Spielzeug für Kinder sowie ein kleiner Teil patriotischen Weihnachtsschmuckes gezeigt.

Banknoten und Münzen aus der Kaiserzeit

Parallel zu der Ausstellung zeigt das Museum im zweiten Stock eine von Hans Bäte aus Kulmain zusammengestellte Präsentation von Banknoten und Münzen der Kaiserzeit. Das Museum in der Alten Fronveste, Trautenbergstraße 36, ist sonntags von 14 Uhr bis 16 Uhr, am ersten Sonntag des Monats zusätzlich von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, allerdings besteht nach wie vor Maskenpflicht (medizinische oder FFP2-Masken), und es müssen Kontaktdaten hinterlassen werden.

Im Musikeum: Klavierkonzert von Beethoven

Auch das „Musikeum“ erwacht demnächst aus dem Corona-Dornröschenschlaf: Am Sonntag, 10. Oktober, ist die Musikautomatenausstellung im Meisterhaus, Trautenbergstraße 30, von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Sammlungskurator Anton Heindl stellt die neu erworbene „Aeolian Grand“ aus dem Jahr 1908 vor, die die Besucher mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 Op 15, der Polka "Lob der Frauen" von Johann Strauß (Sohn) und Richard Wagners Hochzeitsmarsch aus „Lohengrin“ erfreuen wird.

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