Von Waldsassen bis Waldmünchen: Der Nurtschweg

Oberpfälzer Wald. Der Nurtschweg ist einer der bedeutendsten Fernwanderwege des Oberpfälzer Waldes und wurde auch dieses Jahr als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert.

Wandern am Nurtschweg. Foto: Oberpfälzer Wald/Thomas Kujat
Wandern an der Burgruine Reichenstein. Foto: Oberpfälzer Wald/Thomas Kujat
Wandern an der Burgruine Schellenberg. Foto: Oberpfälzer Wald/Thomas Kujat

Der 133 Kilometer lange Nurtschweg ist einer der bedeutendsten Fernwanderwege des Oberpfälzer Waldes, gleichzeitig ist er ein wichtiges Teilstück des Europa-Wanderweges E6 von der Ostsee bis zur Adria. Im Januar 2013 erhielt er vom Deutschen Wanderverband seine erste Zertifizierung als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland. Die Prüfungen werden im Drei-Jahres-Rhythmus durch den Deutschen Wanderverband vorgenommen. Es folgten also weitere Zertifizierungen in den Jahren 2016 und 2019.

Auch in diesem Jahr darf sich die Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald wieder über die bestandene Nachzertifizierung freuen. Da die Verleihung pandemiebedingt nicht wie üblich auf der Messe CMT in Stuttgart stattfinden kann, werden die zertifizierten Wanderwege online über die Plattform YouTube vorgestellt. Zu finden sind diese Videos auf dem Kanal des Deutschen Wanderverbandes.

Sieben Etappen des Wanderweges

Start der ersten von insgesamt sieben Etappen ist an der Wallfahrtskirche Kappl nördlich der Klosterstadt Waldsassen. Die architektonisch einmalige Dreifaltigkeitskirche bietet gleich zu Beginn das erste Highlight der Tour. Die Wanderung führt entlang der deutsch-tschechischen Grenze und fast parallel zum Goldsteig verlaufend weitestgehend abseits der touristischen Zentren. Mit dem Kur- und Wellnessbad Sibyllenbad bei Bad Neualbenreuth oder dem Geschichtspark Bärnau-Tachov trifft der Nurtschweg auf interessante Ziele.

Auch die versteckt im Grenzwald liegende Burgruine Schellenberg, die Alte Mühle Gehenhammer bei Georgenberg und die Freizeitanlage Bäckeröd mit beheiztem Badesee in Waidhaus laden zum Verweilen ein. Den Zoigl, das Kultbier des Oberpfälzer Waldes, können die Wanderer bei einer Rast in Eslarn genießen und dazu einen Blick ins Biererlebnis Kommunbrauhaus werfen. Am Wegesrand trifft man auf kleine liebenswerte Grenzorte, auf versteckte Kapellen und lauschige Rastplätze.

Vorbei an der Burgruine Reichenstein geht es bis hin zum Perlsee vor den Toren Waldmünchens. Hier endet der Nurtschweg und trifft auf die Goldsteig-Haupttrasse. Über die Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten kann man sich online auf der Webseite des Oberpfälzer Waldes informieren – auch ein Angebot „Wandern ohne Gepäck“ kann hier angefragt werden.

Alle Infos zum Nurtschweg im Oberpfälzer Wald gibt es online unter www.oberpfaelzerwald.de. Die kostenlose Wanderkarte Nurtschweg – E6 ist außerdem telefonisch unter 09433 / 203810 oder per Mail an info@oberpfaelzerwald.de kostenlos erhältlich.

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