Von wegen nur “Quietschentchen” – Amberger Kult!

Amberg. Über mehrere Wochen waren fleißige Hände in den Jura-Werkstätten damit beschäftigt, rund 4500 große und kleine Plastikenten für das Rennen von Round Table (RT) am Sonntag, 28. April, zu "tunen".

Beschäftigte der Jura-Werkstätten machten für Round Table (RT) rund 4.500 Enten rennreif. Club-Präsident Andreas Heil (links), neben ihm Geschäftsführer Bernhard Albrecht und (hintere Reihe) Verwaltungsleiter Christian Schafbauer sowie Manoel Schmidt und Julian Ellmaier (beide RT). Foto: Uschald

Round Table zählt seit nunmehr 20 Jahren zu den treuen Kunden der Jura-Werkstätten der Lebenshilfe. In wochenlanger Arbeit klebten dort abwechselnd 30 behinderte Männer und Frauen eine dicke Mutter auf den Bauch der Viecherln und machten sie so renntauglich. Mit dem Gewicht am Bauch sollen sie schön aufrecht von der Brücke in der Fronfestgasse zum Ziel an der Stadtbrille schwimmen.

Da ist einfach mehr dahinter

Die Amberger Tabler, so Club-Präsident Andreas Heil, unterstützen als Nebeneffekt des Entenrennens von Anbeginn an die Werkstätten der Lebenshilfe mit den Montagearbeiten. “Damit sind nicht nur örtliche Einrichtungen wie der Förderverein Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum St. Marien Amberg e. V. (FLIKA), der Sozialdienst katholischer Frauen, das Jugendzentrum und die Jugendhilfestation St. Martin Nutznießer dieses großen Events, sondern auch die Beschäftigten in den Jura-Werkstätten”, betonte Heil, der mit Vorstandsmitgliedern den Abschluss der Arbeiten beobachtete.

Rund 4.500 künftige Rennenten machten dort mit Klebepistole und schweren Muttern Bekanntschaft. Weitere 4.500 Enten aus dem vorjährigen Rennen wurden gereinigt und kommen wieder in den Verkauf.

Das Amberger Entenrennen

Jeweils von 10 bis 14 Uhr, bieten die Tabler an den kommenden Samstagen die Rennenten auf der Krambrücke in der Amberger Innenstadt zum Verkauf an. Die Einzelente, ob groß oder klein, kostet vier Euro, drei Enten gibt es für zehn Euro. Die Plastikrenner sind auch in zahlreichen Geschäften erhältlich.

Dank der Unterstützung durch die Jugendhilfestation St. Martin haben Kinder auch heuer am zwei Samstagen (20. und 27. April) wieder die Möglichkeit, ihre Enten unter Anleitung im Amberger Stadtlabor künstlerisch zu “pimpen”, das heißt unter Betreuung individuell zu bemalen. Denn auch für die am schönsten dekorierten Tiere winken Preise.

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