Waffen- und Pillenschmuggel aufgedeckt

Waldsassen. Bei einer Kontrolle entdeckten die Polizisten unter der Rückbank eines Benz eine Vielzahl an verbotenen Waffen und Pillen, die die Fahrer nach Deutschland schmuggeln wollten.

Zwei Aserbaidschaner und ein Deutscher versuchten, diese „bunte Mischung“ aus Waffen und Potenzmitteln nach Deutschland zu schmuggeln, scheiterten aber an der Bundespolizei. Bild: Bundespolizeiinspektion Waidhaus

Fahnder der Bundespolizei kontrollierten einen 20 Jahre alten Benz und dessen zwei aserbaidschanische und einen deutschen Insassen (23 bis 35 Jahre) bei Waldsassen. Dass der Boden der Rücksitzbank nicht ganz geschlossen war, fiel ihnen dabei sofort auf.

Verbotene Waffen und Pillen

Unter der Bank entdeckten die Bundespolizisten zwei Elektroimpulsgeräte, die als Taschenlampen getarnt waren, zwei weitere Elektroschocker, zwei Butterflymesser, einen Schlagring und drei Kampfmesser. Außerdem beschlagnahmten sie noch 51 Pillen, bei denen es sich um Nachahmer-Produkte bekannter Potenzmittel handelt, die nicht importiert werden dürfen.

Die Beamten zeigten die Schmuggler wegen Verstößen gegen das Waffen- und Arzneimittelgesetz an. Erst dann durften die Männer nach Niedersachsen weiterreisen. Obwohl es offensichtlich war, hatten sie den Besitz der verbotenen Gegenstände nicht zugegeben.

Allein in den letzten drei Jahren deckten Fahnder der Bundespolizeiinspektion Waidhaus über 800 Verstöße gegen das Waffengesetz auf, Tendenz steigend. Meist werden die verbotenen Gegenstände auf grenznahen Asiamärkten, zum Beispiel im tschechischen Cheb (Eger) gekauft und nach Deutschland eingeführt.

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