Waldbadcup 2016: Baggern und Schmettern zum Sieg

Grafenwöhr. Ein ganzes Wochenende lang ging es in Grafenwöhr wieder einmal nur ums Baggern, Pritschen und Siegen. Der Waldbadcup 2016 fand bereits zum 23. Mal statt – und doch gab es die ein oder andere Premiere. 

Von Kristine Mann

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Der Waldbadcup in Grafenwöhr zählt zu den größten Beachvolleyball-Events in Bayern. Zwei Tage lang kämpften in diesem Jahr 50 Teams um den Titel in zwei parallel laufenden Runden: 18 Mannschaften im Masters- und 32 Mannschaften im FunCup. Insgesamt 194 Spiele (jeweils zweimal neun Minuten pro Spiel) wurden über das Wochenende gespielt. Das verlangt von den Spielern einiges an Ausdauer ab. Und das nicht nur in sportlicher Hinsicht: Schließlich gehört die legendäre Players-Party am Samstagabend genauso zum Waldbadcup wie Beachvolleyball.

Sommer, Sonne & Beachvolleyball

Das Turnier startete mit bestem Sommerwetter: Bei strahlendem Sonnenschein kämpften die Teams auf den fünf Beachfeldern – zum Andenken an Bud Spencer nach seinen Rollen Buddy, Plattfuß, Mücke, Banana Joe und Bomber benannt – um jeden Ball. Auch für die Verpflegung hatte der SV Grafenwöhr bestens gesorgt: Die Beachvolleyballer ließen sich eine riesige Auswahl an Kuchen und Salaten schmecken und fleißige Grillmeister versorgten die leeren Bäuche mit Bratwurst- und Steaksemmeln. Bäckerprofi Florian Pappenberger verwöhnte die Spieler am Abend mit seinen Holzofenspezialitäten: Die Vereinsmitglieder halfen beim Belegen der Pizzen.

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Hmm, Pizza 🙂

„The Voice of Waldbadcup“ gekürt

Zur Players-Party wurde dann die Bar mit selbst gemixten Cocktails eröffnet. Bei einem „The Voice of Waldbadcup“-Contest konnten die Teilnehmer ihre Lieblingssongs via Singstar trällern. Der SV hatte keine Kosten und Mühen für den Waldbadcup gespart und sogar einen neuen Fernseher besorgt: Tagsüber konnten hier die Spielergebnisse begutachtet, abends dann die Songtexte abgelesen werden. Bei Liedern wie „Come as you are“ von Nirvana, Robbie Williams „Angels“ oder „Everybody“ von den Backstreet Boys war auch das Publikum kaum zu halten und stimmte mit ein. Am Ende siegte das Gesangstalent Lukas Brunner mit seiner nahezu fehlerfreien Darbietung von „The Reason“ von der Band Hoobastank.

Schlammschlachten am Sonntag

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Nur die Harten kommen in den Garten: Beim Waldbadcup wird bei jedem Wetter gespielt!

Die ersten Spiele am Sonntagmorgen starteten pünktlich um 10 Uhr. Nach der langen Feier ging der ein oder andere sicher mit ein paar Stunden zu wenig auf dem Schlafkonto an den Start – bei der Motivation machten die Spieler aber keine Abstriche. Selbst als gegen 14.30 Uhr ein heftiger Regenschauer einsetzte, kämpften die Mannschaften tapfer im Sand weiter bis der Spielbetrieb schließlich doch kurz unterbrochen werden musste. Nachdem Sand und Wiese danach völlig durchnässt waren, hätte man von Schlammschlachten sprechen können, das Lachen verging den Spielern aber nicht:

Pfützen hatten wir bis jetzt auch noch nie auf den Feldern“

so Tobias Reiter, der zusammen mit Franziska Reiter Jahr für Jahr die Organisation des Turniers koordiniert. Die Pfützen wurden von so manchen Spielern sogar zu Wasserrutschbahnen umfunktioniert.

Der Regen stellte sich dann aber doch bald ein und der Spielbetrieb konnte fortgeführt werden. Im FunCup standen sich zum Schluss die Mannschaften „Sand in der Ritze“ aus Grafenwöhr und „Chickentown“ aus Hersbruck gegenüber. Zwei Sätze mussten zum Sieg gewonnen werden und die beiden Teams machten es sich gegenseitig auch nicht leicht: Im entscheidenden 3. Satz setzte sich Chickentown mit 16:14 Punkten gegen das Team aus Grafenwöhr durch.

MastersCup-Pokal bleibt in Händen der Schmetterlinge

Das Finale im MastersCup war sogar ein Länderkampf zwischen Deutschland und den USA: Die „Schmetterlinge“ aus Weiden und „Dahlem Diggers“ aus Spangdahlem kämpften um den Pokal. Die Weidener punkteten sich hier eindrucksvoll in einem 2:0-Spiel zum dritten Turniersieg in Folge. Damit spielten sich die Schmetterlinge in die Hall of Fame. Bei der Siegerehrung scherzte Spartenleiter Helmut Rescher: „Im nächsten Jahr müssen wir uns für euch etwas überlegen. Vielleicht solltet ihr mit Minuspunkten ins Turnier starten“. Alle Teams wurden mit einer Urkunde und dem traditionellen Abschiedsgeschenk verabschiedet. Ein großes Dankeschön ging auch an alle Helfer, aktiven und ehemaligen Vereinsmitglieder ohne die dieses Beachevent der Extraklasse nicht möglich wäre.

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Der Waldbadcup 2016 ist vorbei – Hier das traditionelle Gruppenfoto. Bis zum nächsten Jahr!

Auf der Waldbadcup Facebookseite gibt es weitere Bilder, Videos und Infos rund um den Waldbadcup. Oder habt ihr Lust auf Volleyball in der Halle? Die Volleyballsparte des SV Grafenwöhr freut sich immer über neue Spieler: Infos zu Trainingszeiten der Mannschaften findet ihr hier

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Der FunCup-Pokal geht in diesem Jahr an Chickentown aus Hersbruck. Herzlichen Glückwunsch!
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Wer während des Regenschauers nicht gerade spielen musste, war froh sich im Zelt unterstellen zu können. Die gute Laune ließen sich aber auch die Spieler draußen nicht verderben.
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Bilder: Michael Klement

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